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Berufsfeld Medien & Gestaltung · Duale Ausbildung

Maskenbildner/in

Du verwandelst Darsteller durch Frisuren, Make-up, Perücken, Bärte, Masken und plastische Effekte. Entwurf, Hautverträglichkeit, Figur und Produktionszeitplan müssen zusammenpassen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.000–1.368 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife plus gestalterische Erfahrung
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.000 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest an Theatern, Opernhäusern, Film- und Fernsehproduktionen, Musical- und Eventbetrieben oder in spezialisierten Maskenwerkstätten.

  • Rollen, Entwürfe und historische Vorlagen analysieren
  • Make-up, Frisuren und Charaktergestaltung entwickeln
  • Perücken, Haarteile und Bärte anfertigen
  • Masken, Wunden und plastische Effekte modellieren
  • Darsteller vor und während Produktion betreuen
  • Materialien hygienisch reinigen und dokumentieren

Ein Tag als Maskenbildner/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Rollen, Entwürfe und historische Vorlagen analysieren; Make-up, Frisuren und Charaktergestaltung entwickeln; Perücken, Haarteile und Bärte anfertigen. Später kommen hinzu: Masken, Wunden und plastische Effekte modellieren; Darsteller vor und während Produktion betreuen; Materialien hygienisch reinigen und dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Perücke knüpfen: Haar für Haar in den Tüll.

10:00 Uhr

Anproben mit Darstellern, Sitz und Farbe abstimmen.

13:00 Uhr

Effekt vorbereiten: Wunde modellieren und einfärben.

15:00 Uhr

Vorstellungsdienst: Masken auftragen, Frisuren stecken.

17:00 Uhr

Während der Vorstellung Umbauten in wenigen Minuten.

19:30 Uhr

Abschminken, Perücken pflegen, Werkstatt aufräumen.

22:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Abende, Wochenenden und Feiertage sind Arbeitszeit.
  • Umbauten in der Vorstellung laufen unter extremem Zeitdruck.
  • Sehr feine Handarbeit über Stunden, etwa beim Knüpfen.
  • In Film und Fernsehen ist die Arbeit projektbezogen und unsicher.

Besser als sein Ruf

  • Ein außergewöhnliches Handwerk mit künstlerischem Anspruch.
  • Theater bieten Tarif, Sicherheit und Ensemblearbeit.
  • Du siehst dein Werk auf der Bühne oder im Bild.
  • Prothetik und Effekte sind ein gefragtes Spezialgebiet.

Passt zu dir, wenn …

  • du Gestaltung, Handwerk und Theater oder Film verbinden möchtest
  • du sehr nah und respektvoll mit Menschen arbeitest
  • du unter Zeitdruck fein und sauber arbeitest
  • du unregelmäßige Proben- und Produktionszeiten akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.000–1.368 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.100–1.418 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.200–1.464 €

Beispielhafte Vergütungsspanne 2026, brutto pro Monat

Kommunale Theater vergüten häufig nach öffentlichem Tarif, Film- und Privatproduktionen nach anderen Regelungen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Theater-, Film- und Medienbetrieben
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife plus gestalterische Erfahrung

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss oder Hochschulreife plus gestalterische Erfahrung. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Werken/Technik, Biologie, Geschichte.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Gesichter, Haut, Haare und Farbwirkung beurteilen
  • Schmink-, Frisier- und Perückentechniken anwenden
  • Haarteile und Bärte knüpfen und anpassen
  • plastische Masken und Spezialeffekte herstellen
  • historische Stile und Figurenkonzepte umsetzen
  • Darsteller beraten und produktionsnah betreuen
  • Hygiene, Arbeitsschutz und Materialverträglichkeit sichern

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Theater und OperFeste Häuser bieten Tarif, Ensemblearbeit und geregelte Strukturen.
  • Film und FernsehenProduktionen zahlen gut, arbeiten aber projektbezogen.
  • SpezialeffekteWunden, Alterung und Prothetik sind ein eigenes, gefragtes Fachgebiet.
  • PerückenmachereiHaararbeit ist eine eigene Kunst mit hoher Nachfrage an Bühnen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg am Theater ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat
  • Mit Erfahrung oder in Film und Fernsehen ca. 3.300–4.500 € brutto im Monat

Theater zahlen nach Tarif mit Zuschlägen für Abend- und Sonntagsdienst. Filmproduktionen rechnen nach Tagessatz und sind projektabhängig.

Wusstest du?

Eine gute Perücke wird geknüpft, nicht genäht: Einzelne Haare werden mit einem Häkchen in ein feines Tüllnetz gezogen, oft zehntausende. Deshalb dauert eine Bühnenperücke Wochen, und sieht dafür auch aus zwei Metern Entfernung echt aus.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Maskenbildner/in?

Du gestaltest das Aussehen von Darstellern: Make-up entwerfen und auftragen, Frisuren und Perücken anfertigen und ansetzen, Bärte knüpfen, Alterung und Spezialeffekte umsetzen, während der Vorstellung betreuen.

Wie viel verdient man als Maskenbildner/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Haus bei rund 1.000 bis 1.368 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung zahlen Theater nach Tarif; in Film und Fernsehen wird oft nach Tagessätzen abgerechnet.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Maskenbildner?

Drei Jahre. Ausgebildet wird an Theatern und wenigen Fachschulen.

Ist das dasselbe wie Visagist?

Nein. Der Maskenbildner ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit Perückenbau, Prothetik und historischen Techniken. „Visagist" ist keine geschützte Bezeichnung.

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