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Berufsfeld Medien & Gestaltung · Duale Ausbildung

Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in

Du setzt Entwürfe für Theater, Oper, Film, Fernsehen oder Shows in große Bühnen- und Szenenbilder um. In der Fachrichtung Malerei entstehen Flächen, Perspektiven und Illusionen. In der Plastik baust und modellierst du dreidimensionale Formen, Figuren und Dekorationen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.368 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife plus Arbeitsmappe
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.368 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Theatern, Opernhäusern, Film- und Fernsehstudios, Bühnenwerkstätten sowie bei Messe-, Event- und Dekorationsunternehmen. Arbeitsorte sind Malsäle, Plastikerwerkstätten, Studios, Hallen und gelegentlich die Bühne selbst.

  • Entwürfe und Modelle von Bühnenbildnern analysieren und vergrößern
  • Untergründe aus Textilien, Holz, Metall und Kunststoffen vorbereiten
  • großformatige Bühnen- und Szenenbilder malen und patinieren
  • Figuren, Reliefs, Architekturen und Dekorationen modellieren und bauen
  • Schriften, Ornamente, Oberflächen und besondere Materialwirkungen gestalten
  • Arbeitsergebnisse auf Wirkung, Maßstab, Stabilität und Sicherheit prüfen

Ein Tag als Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in

So läuft dein Tag

Du besprichst mit Bühnenbild und Werkstattleitung, wie ein Entwurf umgesetzt werden soll. Eine kleine Vorlage muss vielleicht auf eine mehrere Meter hohe Fläche übertragen werden. Du mischst Farben, grundierst Stoff oder Holz und arbeitest mit Pinseln, Rollen, Spritztechnik oder Projektion. In der Plastik baust du Grundformen, modellierst Oberflächen und beschichtest sie so, dass sie aus der Entfernung wie Stein, Metall, Holz oder eine Fantasiefigur wirken. Termine sind wichtig, weil Bühnenbild, Beleuchtung und Probenplan aufeinander angewiesen sind.

Entwurf auf den Malsaalboden übertragen, Raster anlegen.

8:00 Uhr

Prospekt grundieren und Flächen anlegen.

9:30 Uhr

Holzmaserung imitieren.

Aus einer Sperrholzplatte wird Eiche.

12:00 Uhr

Plastik modellieren: Kapitell für die Bühnenarchitektur.

14:00 Uhr

Auf der Bühne: Wirkung im Bühnenlicht prüfen.

16:00 Uhr

Farben ansetzen und Werkzeug reinigen.

17:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Große Formate: Gearbeitet wird auf Knien und auf Leitern.
  • Farben, Stäube und Harze verlangen Absaugung und Schutz.
  • Premierentermine sind unverrückbar.
  • Sehr wenige Ausbildungsplätze, gebunden an Theater mit Werkstätten.

Besser als sein Ruf

  • Hohe tarifliche Ausbildungsvergütung für einen künstlerischen Beruf.
  • Theater bieten Tarif, Sicherheit und ein festes Team.
  • Deine Arbeit steht abends im Licht vor tausend Menschen.
  • Ein Handwerk, das Malerei, Bildhauerei und Bühnentechnik verbindet.

Passt zu dir, wenn …

  • du Kunst nicht nur entwerfen, sondern groß und praktisch umsetzen möchtest
  • du räumlich denkst und mit Maßstab und Perspektive umgehen kannst
  • du körperliche Werkstattarbeit und kreative Aufgaben verbinden möchtest
  • du im Team nach klaren Entwürfen und engen Produktionsterminen arbeiten kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.368,26 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.418,20 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.464,02 €

TVAöD-BT BBiG für kommunale Arbeitgeber ab 01.05.2026, brutto pro Monat

Viele kommunale Theater zahlen nach TVAöD. Private Theater, Studios und Produktionsunternehmen können andere Vergütungen vereinbaren.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Theater-, Film- und Veranstaltungsbetrieben
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss oder Hochschulreife plus Arbeitsmappe

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Wegen der wenigen Ausbildungsplätze achten viele Theater besonders auf eine gute Arbeitsmappe und praktische Gestaltungserfahrung. Kunst, Werken/Technik und Mathematik helfen dir besonders.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Eine überzeugende Mappe, Praktika, räumliches Denken und die Fähigkeit, nach fremden Entwürfen zu arbeiten, sind meist wichtiger als perfekte Noten.

Was du lernst

  • Entwürfe, Zeichnungen und Modelle lesen und maßstäblich übertragen
  • Farben mischen und unterschiedliche malerische Techniken anwenden
  • Perspektiven, Ornamente, Schriften und Materialillusionen gestalten
  • plastische Formen, Figuren und Dekorationen aufbauen und modellieren
  • Textilien, Holz, Metall, Kunststoffe und Beschichtungen bearbeiten
  • digitale Vorlagen und Projektionstechniken nutzen
  • Arbeiten auf Wirkung, Stabilität, Brandschutz und Sicherheit prüfen

Fachrichtungen

Malerei konzentriert sich auf großformatige Flächen, Perspektive, Farbe und Illusion. Plastik legt den Schwerpunkt auf dreidimensionale Formen, Figuren, Reliefs und Oberflächen.

– Malerei

– Plastik

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Fachrichtung MalereiProspekte, Kulissen und Oberflächen malen, von Marmor bis Mauerwerk.
  • Fachrichtung PlastikFiguren, Reliefs und Requisiten formen und bauen.
  • WerkstattleitungGroße Häuser haben eigene Malsäle mit Leitung und Team.
  • Film und AusstellungAuch Filmproduktionen und Museen brauchen Kulissenbau.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg nach Theatertarif ca. 2.700–3.100 € brutto im Monat
  • Mit Erfahrung oder Werkstattverantwortung ca. 3.400–4.300 € brutto im Monat

Theater zahlen nach Tarif mit Sonderzahlung. Filmproduktionen rechnen projektbezogen ab.

Wusstest du?

Bühnenbilder werden nicht für die Nahsicht gemalt, sondern für die zwanzigste Reihe: Aus der Nähe wirken sie grob und fleckig, im Bühnenlicht und aus Entfernung dagegen täuschend echt. Genau dieses Missverhältnis muss man beim Malen mitdenken.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in?

Du baust und bemalst Bühnenbilder: Entwürfe übertragen und vergrößern, Prospekte malen, Oberflächen imitieren, Figuren und Requisiten formen, Kulissen für die Bühne fertigstellen.

Wie viel verdient man als Bühnenmaler/in und Bühnenplastiker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung an Theatern bei rund 1.368 € im ersten Jahr und damit hoch. Nach der Ausbildung gilt der Theatertarif.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre. Ausgebildet wird an Theatern mit eigenen Werkstätten.

Muss man malen können?

Ja, und zwar handwerklich sicher. Es geht weniger um freie Kunst als um das Nachbilden von Materialien und Räumen im großen Maßstab.

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