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Berufsfeld Logistik & Verkehr · Duale Ausbildung

Kaufmann/-frau - Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

Du planst und verkaufst Kurier-, Express- und Postdienstleistungen. Sendungswege, Preise, Qualität, Kundenservice und die Steuerung von Zustellprozessen stehen im Mittelpunkt.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.334 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.334 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Post-, Paket-, Express- und Kurierunternehmen, in Logistikzentren, Vertriebsstellen oder Verwaltungsbereichen.

  • Kunden zu Versandlösungen und Laufzeiten beraten
  • Angebote, Aufträge und Verträge bearbeiten
  • Sendungsströme und Zustellqualität überwachen
  • Preise, Kosten und Leistungen kalkulieren
  • Reklamationen und Nachforschungen bearbeiten
  • Personal-, Touren- und Vertriebsprozesse unterstützen

Ein Tag als Kaufmann/-frau - Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Kunden zu Versandlösungen und Laufzeiten beraten; Angebote, Aufträge und Verträge bearbeiten; Sendungsströme und Zustellqualität überwachen. Später kommen hinzu: Preise, Kosten und Leistungen kalkulieren; Reklamationen und Nachforschungen bearbeiten; Personal-, Touren- und Vertriebsprozesse unterstützen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Laufzeiten des Vortags auswerten: Wo blieben Sendungen liegen?

7:30 Uhr

Angebot für einen Geschäftskunden kalkulieren, Abholzeiten abstimmen.

9:00 Uhr

Tourenplanung für die Weihnachtszeit anpassen, Aushilfen einplanen.

11:00 Uhr

Reklamation bearbeiten: Sendung verfolgen, Haftungsfrage prüfen.

13:00 Uhr

Gespräch im Stützpunkt: Warum sind Rückläufer gestiegen?

15:00 Uhr

Kennzahlen zusammenstellen und an die Bereichsleitung melden.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Saisonspitzen im Advent verlangen allen alles ab.
  • Beschwerden landen bei dir, auch wenn die Ursache auf der Straße lag.
  • Kostendruck in der Branche ist hoch und spürbar.
  • Viele Kennzahlen, die täglich stimmen müssen.

Besser als sein Ruf

  • Sehr hohe Ausbildungsvergütung bei tarifgebundenen Unternehmen.
  • Der Onlinehandel sichert der Branche Wachstum.
  • Kaufmännische Arbeit mit direktem Bezug zum echten Betrieb.
  • Der Aufstieg in Standortleitung geht vergleichsweise schnell.

Passt zu dir, wenn …

  • du Logistik und Kundenberatung verbinden möchtest
  • du bei vielen Sendungen und Fristen den Überblick behältst
  • du mit Zahlen, Systemen und Reklamationen sicher umgehst
  • du klare Lösungen für unterschiedliche Versandbedarfe findest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.334 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.418 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.500 €

Aktuelle Branchenorientierung im Post- und Logistikbereich 2026

Das Beispiel orientiert sich an großen tarifgebundenen Post- und Logistikunternehmen; andere Betriebe können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Mathematik, Deutsch, Informatik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Kurier-, Express- und Postmärkte verstehen
  • Produkte und Versandlösungen verkaufen
  • Aufträge und Sendungsdaten bearbeiten
  • Transport- und Zustellprozesse steuern
  • Kosten, Preise und Kennzahlen auswerten
  • Kundenservice und Reklamationen bearbeiten
  • rechtliche, Sicherheits- und Datenschutzvorgaben anwenden

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Vertrieb und KundenbetreuungGeschäftskunden mit hohem Sendungsaufkommen brauchen eigene Lösungen und feste Ansprechpartner.
  • Standort- und TeamleitungWer einen Stützpunkt führt, verantwortet Touren, Personal und Qualität.
  • Prozess- und QualitätsmanagementLaufzeiten messen, Fehlerquellen finden, Abläufe verbessern.
  • Fachwirt für LogistiksystemeDie Aufstiegsfortbildung führt in Planung und Leitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.100 € brutto im Monat
  • Im Vertrieb oder mit Teamverantwortung ca. 3.300–4.400 € brutto im Monat

Tarifgebundene Unternehmen zahlen spürbar mehr als kleine Dienstleister. Im Vertrieb kommen häufig erfolgsabhängige Anteile dazu.

Wusstest du?

Jede Sendung erzeugt bei jedem Scan einen Datensatz mit Ort und Zeit. Aus diesen Punkten entsteht die Sendungsverfolgung, und dieselben Daten zeigen dem Betrieb hinterher genau, an welcher Stelle der Kette Zeit verloren geht.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Kaufmann/-frau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen?

Du organisierst Sendungsströme: Aufträge annehmen und kalkulieren, Touren planen, Sendungen verfolgen, Reklamationen bearbeiten, Kunden beraten und Kennzahlen auswerten.

Wie viel verdient man als Kaufmann/-frau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.334 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich oder betrieblich geregelt und steigt im Vertrieb deutlich.

Was ist der Unterschied zur Fachkraft?

Die Fachkraft ist die zweijährige Grundstufe mit Schwerpunkt Zustellung. Die kaufmännische Ausbildung dauert drei Jahre und legt den Schwerpunkt auf Planung, Kalkulation und Kunden.

Stellt man auch selbst zu?

In der Ausbildung ja, damit du den Betrieb von unten kennst. Später liegt der Schwerpunkt im Büro und im Kundenkontakt.

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