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Berufsfeld Handel & Verkauf · Duale Ausbildung

Kaufmann/-frau - Groß- und Außenhandelsmanagement

Du kaufst Waren ein, organisierst Lager und Transport und verkaufst an Unternehmen. In der Fachrichtung Außenhandel kommen internationale Märkte, Zoll, Fremdsprachen und grenzüberschreitende Verträge hinzu.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.198 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.198 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Großhandelsunternehmen, Import- und Exportfirmen, Industrieunternehmen oder internationalen Handelsgesellschaften.

  • Waren und Dienstleistungen beschaffen
  • Angebote vergleichen und Lieferbedingungen verhandeln
  • Bestände, Lager und Distribution steuern
  • Geschäftskunden beraten und Angebote erstellen
  • Rechnungen, Zahlungen und Kennzahlen bearbeiten
  • je nach Fachrichtung Außenhandelsgeschäfte oder Großhandelslogistik abwickeln

Ein Tag als Kaufmann/-frau - Groß- und Außenhandelsmanagement

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Waren und Dienstleistungen beschaffen; Angebote vergleichen und Lieferbedingungen verhandeln; Bestände, Lager und Distribution steuern. Später kommen hinzu: Geschäftskunden beraten und Angebote erstellen; Rechnungen, Zahlungen und Kennzahlen bearbeiten; je nach Fachrichtung Außenhandelsgeschäfte oder Großhandelslogistik abwickeln. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Bestellungen der Nacht prüfen.

Was nicht lieferbar ist, muss heute geklärt werden.

8:00 Uhr

Angebot rechnen: Einkaufspreis, Fracht, Marge, Zahlungsziel.

Am Ende steht eine Zahl, die stimmen muss.

9:30 Uhr

Telefonat mit einem Lieferanten über eine verspätete Sendung.

Der Kunde wartet, du auch.

11:00 Uhr

Wareneingang und Reklamation.

Eine Palette ist beschädigt angekommen, und die Dokumentation entscheidet, wer zahlt.

13:00 Uhr

Kundenbesuch oder Videotermin.

Sortiment durchgehen, Jahresmenge besprechen.

15:00 Uhr

Aufträge erfassen, Lieferpapiere prüfen, Tag abschließen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Fehler kosten hier schnell viel Geld. Eine falsche Menge oder ein falscher Preis fällt sofort auf die Marge.
  • Du sitzt am Bildschirm und telefonierst, und das den größten Teil des Tages.
  • Lieferketten sind unzuverlässiger geworden. Du erklärst Kunden häufiger, warum etwas nicht da ist.
  • Zoll- und Außenhandelsvorschriften sind trocken und trotzdem verbindlich.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt der kaufmännischen Berufe.
  • Der Großhandel ist überall: Baustoffe, Lebensmittel, Technik, Pharma. Du bist nicht auf eine Branche festgelegt.
  • Einkauf und Vertrieb sind Positionen mit echtem Einfluss auf das Ergebnis.
  • Der Beruf öffnet den Weg ins Ausland, wenn du willst, und bleibt zu Hause, wenn nicht.

Passt zu dir, wenn …

  • du Warenströme, Verhandlungen und Zahlen verbinden möchtest
  • du gerne mit Geschäftskunden und Lieferanten arbeitest
  • du organisiert und wirtschaftlich denkst
  • du im Außenhandel auch Fremdsprachen einsetzen möchtest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.198 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.271 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.347 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Der Wert ist ein tariflicher Bundesdurchschnitt; Region und Handelsbranche können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Mathematik, Englisch, Deutsch.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Sortimente und Beschaffungsmärkte analysieren
  • Einkauf, Verkauf und Kundenbeziehungen gestalten
  • Lager, Distribution und Retouren steuern
  • Kalkulation, Controlling und Finanzierung anwenden
  • E-Business und digitale Warenwirtschaft nutzen
  • Verträge, Zoll und rechtliche Vorgaben beachten
  • eine der beiden Fachrichtungen vertiefen

Fachrichtungen

Großhandel vertieft Lager, Distribution und Geschäftskunden im Inland. Außenhandel konzentriert sich stärker auf internationale Beschaffung, Märkte, Zoll und Fremdsprachen.

– Großhandel

– Außenhandel

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • EinkaufWer einkauft, verhandelt Preise, Mengen und Konditionen und entscheidet über die Marge. Das ist die Position mit dem größten Hebel im Großhandel.
  • Vertrieb und Key AccountFeste Kunden betreuen, Angebote rechnen, Rahmenverträge verhandeln. Im Vertrieb kommt oft ein variabler Gehaltsanteil dazu.
  • Fachwirt/in Handel oder Betriebswirt/inAufstiegsfortbildungen, berufsbegleitend machbar. Der Handelsfachwirt ist dem Bachelor formal gleichgestellt.
  • Außenhandel und LogistiksteuerungZoll, Incoterms, Akkreditive, Transportketten: Wer die Fachrichtung Außenhandel vertieft, arbeitet international und mit entsprechend höherem Gehalt.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Im Einkauf, Vertrieb oder mit Fachwirt ca. 3.400–4.500 € brutto im Monat

Der Großhandel zahlt in tarifgebundenen Betrieben nach dem Gehaltstarifvertrag des Bundeslandes und liegt damit über dem Einzelhandel. Im Vertrieb kommt häufig ein leistungsabhängiger Anteil dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und variablen Bestandteilen.

Wusstest du?

Der Beruf heißt seit 2020 Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement. Die Umbenennung kam mit der neuen Ausbildungsordnung, die kaufmännische Steuerung stärker gewichtet als das reine Warengeschäft.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.200 € im ersten Jahr und damit über dem Durchschnitt der kaufmännischen Berufe. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg über dem im Einzelhandel.

Welche Fachrichtungen gibt es bei Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement?

Zwei: Großhandel und Außenhandel. Der Großhandel beliefert Betriebe im Inland, der Außenhandel arbeitet grenzüberschreitend mit Zoll, Verträgen und Transportketten.

Was ist der Unterschied zum Einzelhandel?

Du verkaufst nicht an Endkunden, sondern an Betriebe: größere Mengen, längere Verhandlungen, Rahmenverträge statt Kassenbon.

Muss ich gut in Englisch sein?

Im Außenhandel ja, dort ist Englisch die Arbeitssprache. Im Großhandel hilft es, ist aber selten Bedingung.

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