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Berufsfeld Wirtschaft & Verwaltung · Duale Ausbildung

Industriekaufmann/-frau

Du steuerst kaufmännische Abläufe in Industrieunternehmen – von Einkauf und Produktion über Vertrieb bis Personal und Controlling. Daten, Kommunikation und Verständnis für die gesamte Wertschöpfungskette gehören zusammen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.195 € im 1. Jahr
  • Häufig Fachabitur oder Abitur, auch mittlerer Abschluss
  • Praktikum möglich
Dauer 3 Jahre
Arbeitssituation im Beruf Industriekaufmann/-frau

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.195 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Industrieunternehmen nahezu aller Branchen – etwa Maschinenbau, Chemie, Metall, Lebensmittel, Elektro, Energie oder Medizintechnik.

  • Material und Dienstleistungen beschaffen
  • Aufträge, Angebote und Kundenbeziehungen bearbeiten
  • Produktion und Logistik kaufmännisch begleiten
  • Kosten, Kennzahlen und Budgets auswerten
  • Personalprozesse und Entgeltunterlagen unterstützen
  • Marketing, Vertrieb und Projekte koordinieren

Ein Tag als Industriekaufmann/-frau

So läuft dein Tag

Du prüfst Aufträge, Liefertermine und Kennzahlen und stimmst offene Punkte mit Einkauf, Produktion oder Vertrieb ab. Vielleicht vergleichst du Angebote, klärst eine Lieferabweichung oder bereitest eine Kalkulation vor. Im ERP-System bearbeitest du Daten und Belege und erstellst Auswertungen. Besprechungen verbinden kaufmännische und technische Bereiche. Fristen, Zahlen und Entscheidungen werden dokumentiert.

Bestellungen prüfen und Lieferantenmails abarbeiten.

8:00 Uhr

Angebot kalkulieren: Material, Fertigungszeit, Zuschläge.

9:30 Uhr

Abstimmung mit der Produktion: Ein Bauteil fehlt, Termin wackelt.

11:00 Uhr

Kundenauftrag erfassen und Liefertermin bestätigen.

13:00 Uhr

Monatsauswertung vorbereiten, Abweichungen kommentieren.

14:30 Uhr

Reisekosten und Rechnungen prüfen und freigeben.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Viel Bildschirmarbeit und Sitzen.
  • Zwischen Produktion, Vertrieb und Kunde stehst du oft in der Mitte.
  • Monats- und Jahresabschlüsse bringen Spitzen mit Überstunden.
  • Ein Zahlendreher kann teuer werden und fällt spät auf.

Besser als sein Ruf

  • Einer der breitesten kaufmännischen Berufe: Du siehst den ganzen Betrieb.
  • Sehr gute Bezahlung in tarifgebundener Industrie.
  • Der Abschluss öffnet fast jede Branche.
  • Viele Wege nach oben: Fachwirt, Betriebswirt, Studium.

Passt zu dir, wenn …

  • du Zahlen, Prozesse und Kommunikation verbinden möchtest
  • du verstehen willst, wie ein Industrieunternehmen insgesamt funktioniert
  • du genau mit Daten, Verträgen und Fristen arbeitest
  • du zwischen Abteilungen vermitteln kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1195 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1267 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1362 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Fachabitur oder Abitur, auch mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Fachabitur oder Abitur ein, manche auch mit mittlerem Abschluss. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Mathematik, Deutsch.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Beschaffung und Lieferantenprozesse steuern
  • Leistungserstellung und Logistik kaufmännisch begleiten
  • Vertrieb, Marketing und Kundenaufträge bearbeiten
  • Kosten, Buchhaltung und Controlling auswerten
  • Personalprozesse unterstützen
  • digitale Geschäftsprozesse und Daten nutzen
  • ein betriebliches Einsatzgebiet vertiefen

Einsatzgebiete

Die neue Ausbildungsordnung von 2024 vertieft ein betriebliches Einsatzgebiet, ohne den breiten gemeinsamen Abschluss aufzugeben.

– Vertrieb

– Marketing

– Beschaffung

– Logistik

– Personalwirtschaft

– Leistungserstellung

– kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • EinkaufLieferanten auswählen, Preise verhandeln, Verfügbarkeit sichern, mit direktem Einfluss auf die Kosten.
  • ControllingZahlen aufbereiten, Abweichungen erklären, Entscheidungen vorbereiten.
  • PersonalwesenVon der Ausschreibung bis zur Abrechnung: ein eigener Bereich mit vielen Wegen.
  • Fachwirt oder StudiumDer Industriefachwirt oder ein berufsbegleitendes Studium führen in Leitungsaufgaben.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat
  • Im Controlling oder Einkauf mit Erfahrung ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat

In tarifgebundenen Industriebetrieben liegen die Sätze am oberen Rand, dazu kommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Wusstest du?

Die Ausbildung ist bewusst als Rundlauf angelegt: Du durchläufst Einkauf, Fertigungssteuerung, Vertrieb, Rechnungswesen und Personal. Am Ende weißt du nicht nur, was jede Abteilung tut, sondern auch, warum sie sich regelmäßig in die Quere kommen.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Industriekaufmann/-frau?

Du arbeitest in allen kaufmännischen Bereichen eines Industriebetriebs: Material beschaffen, Aufträge abwickeln, Kosten planen und kontrollieren, Angebote kalkulieren, Personal verwalten, Kunden betreuen.

Wie viel verdient man als Industriekaufmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.195 € im ersten Jahr, in der Metall- und Elektroindustrie deutlich darüber. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über vielen kaufmännischen Berufen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre, bei guten Leistungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre üblich.

Braucht man Abitur?

Nein. Viele Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Wichtiger sind Rechnen, Sorgfalt und die Bereitschaft, sich in Zusammenhänge einzuarbeiten.

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