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Berufsfeld IT · Duale Ausbildung

Kaufmann/-frau - Digitalisierungsmanagement

Du analysierst Geschäftsprozesse und Daten und entwickelst sie mit digitalen Lösungen weiter. Dabei verbindest du IT-Verständnis mit Wirtschaft, Beschaffung, Datenschutz und Projektarbeit.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.243–1.373 € im 1. Jahr
  • Häufig Fachabitur, Abitur oder guter mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.243 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Unternehmen fast aller Branchen, bei IT-Dienstleistern, Verwaltungen oder Organisationen mit digitalen Geschäftsprozessen.

  • Arbeits- und Geschäftsprozesse analysieren
  • Datenbedarf und digitale Verbesserungspotenziale ermitteln
  • Hard- und Software vergleichen und beschaffen
  • IT-Lösungen einführen und betreuen
  • Kosten, Nutzen und Verträge bewerten
  • Datenschutz, IT-Sicherheit und Qualität kontrollieren

Ein Tag als Kaufmann/-frau - Digitalisierungsmanagement

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Arbeits- und Geschäftsprozesse analysieren; Datenbedarf und digitale Verbesserungspotenziale ermitteln; Hard- und Software vergleichen und beschaffen. Später kommen hinzu: IT-Lösungen einführen und betreuen; Kosten, Nutzen und Verträge bewerten; Datenschutz, IT-Sicherheit und Qualität kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Prozessaufnahme in der Fachabteilung.

Wie läuft eine Bestellung wirklich, und nicht wie sie laufen soll.

8:30 Uhr

Anforderungen zusammenschreiben.

Was ist Pflicht, was ist Wunsch, was ist Gewohnheit.

10:00 Uhr

Anbietergespräch.

Eine Software wird vorgeführt, und du achtest auf das, was nicht gezeigt wird.

11:30 Uhr

Wirtschaftlichkeit rechnen: Lizenzkosten, Einführungsaufwand, eingesparte Zeit.

13:30 Uhr

Schulung vorbereiten.

Ohne sie benutzt niemand das neue System.

15:00 Uhr

Projektstand aktualisieren und offene Punkte verteilen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du änderst, wie Leute arbeiten, und das mögen viele nicht. Widerstand gehört zum Beruf.
  • Projekte dauern lange. Ein Ergebnis siehst du oft erst nach Monaten.
  • Zwischen Fachabteilung, Geschäftsführung und IT stehst du in der Mitte.
  • Ein großer Teil der Arbeit ist Dokumentation und Abstimmung, nicht Technik.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt der kaufmännischen Berufe.
  • Du bekommst einen Überblick über das ganze Unternehmen, den sonst kaum jemand hat.
  • Der Beruf ist jung und gesucht. Fast jedes Unternehmen hat hier offene Baustellen.
  • Prozess- und Projektwissen ist übertragbar. Du bist nicht an eine Branche gebunden.

Passt zu dir, wenn …

  • du Wirtschaft und IT gleich ernst nimmst
  • du Prozesse systematisch untersuchst und verbessern möchtest
  • du mit Daten, Kosten und Datenschutz sorgfältig umgehst
  • du technische Lösungen verständlich erklären kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.243–1.373 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.298–1.408 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.379–1.489 €

Beispielhafte Vergütungsspanne 2026, brutto pro Monat

Die Spanne unterscheidet sich nach Bundesland und Tarifgebiet.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Fachabitur, Abitur oder guter mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Fachabitur, Abitur oder guter mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Informatik, Wirtschaft/Recht, Mathematik, Deutsch.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse analysieren
  • Daten aufbereiten und wirtschaftlich nutzen
  • IT-Systeme und Dienstleistungen beurteilen
  • Beschaffungen und Verträge vorbereiten
  • digitale Lösungen entwickeln und einführen
  • kaufmännische Steuerung und Kontrolle anwenden
  • IT-Sicherheit und Datenschutz umsetzen

Einsatzgebiete

Das Einsatzgebiet richtet die praktische Ausbildung auf einen betrieblichen Schwerpunkt aus; der Berufsabschluss bleibt gemeinsam.

– Betriebliche Steuerung und Kontrolle

– IT-Systemlösungen

– Organisations- und Prozessentwicklung

– Produktentwicklung und Marketing

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • ProzessmanagementAbläufe im eigenen Haus aufnehmen, verstehen und neu bauen. Wer das kann, wird in jeder Abteilung gebraucht und hat den Überblick, den sonst niemand hat.
  • Projektleitung für DigitalisierungsvorhabenEin neues System einführen heißt Technik, Budget, Schulung und Widerstand gleichzeitig. Eine anspruchsvolle Rolle mit entsprechender Bezahlung.
  • Datenauswertung und ReportingWer Kennzahlen aufbereiten und erklären kann, arbeitet nah an der Geschäftsführung. Der Einstieg führt über Auswertungswerkzeuge und Datenverständnis.
  • IT-Fachwirt oder Operative ProfessionalDie IT-Fortbildungsordnung führt bis zum Operativen Professional, der dem Bachelor formal gleichgestellt ist, und ist berufsbegleitend machbar.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
  • In Prozess- oder Projektverantwortung ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat

Der Beruf sitzt an einer Stelle, an der Unternehmen gerade viel investieren, und das schlägt sich im Gehalt nieder. Der Unterschied zwischen Konzern und Mittelstand ist trotzdem groß. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, wer im Haus die Digitalisierung verantwortet.

Wusstest du?

Der Beruf wurde 2020 zusammen mit der neuen IT-Ausbildungsordnung eingeführt. Er ersetzt keinen älteren Beruf, sondern beantwortet eine Frage, die es vorher in dieser Form nicht gab.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 1.240 und 1.370 € im ersten Jahr und damit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg über dem vieler kaufmännischer Berufe.

Was macht ein/e Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement?

Du nimmst Geschäftsprozesse auf, findest heraus, wo sie hängen, und begleitest ihre Umstellung auf digitale Werkzeuge: Anforderungen sammeln, Anbieter vergleichen, Einführung und Schulung organisieren, Nutzen messen.

Was ist der Unterschied zum Fachinformatiker?

Der Fachinformatiker baut die Technik. Du entscheidest mit, welche Technik gebraucht wird, und sorgst dafür, dass die Leute damit arbeiten.

Muss ich programmieren können?

Nein. Du brauchst Prozessverständnis, Zahlenverständnis und die Fähigkeit, mit Fachabteilungen zu reden, die dir nicht erklären können, was sie eigentlich tun.

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