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Berufsfeld Wirtschaft & Verwaltung · Duale Ausbildung

Immobilienkaufmann/-frau

Du vermietest, verwaltest, kaufst oder entwickelst Immobilien. Mietverträge, Besichtigungen, Abrechnungen, Instandhaltung und Beratung verbinden Recht, Zahlen, Organisation und Menschenkontakt.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.170 € im 1. Jahr
  • Häufig Fachabitur oder Abitur, auch mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.170 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen, Maklern, Projektentwicklern, Banken, Versicherungen, Kommunen oder Immobilienabteilungen großer Unternehmen.

  • Wohnungen und Gewerberäume vermieten und übergeben
  • Miet- und Verwaltungsverträge bearbeiten
  • Nebenkosten, Mieten und Budgets abrechnen
  • Instandhaltung und Dienstleister koordinieren
  • Immobilien bewerten, vermarkten und besichtigen
  • Eigentümer, Mieter und Interessenten beraten

Ein Tag als Immobilienkaufmann/-frau

So läuft dein Tag

Du prüfst Anfragen, Termine, Verträge und offene Vorgänge. Bei einer Besichtigung erklärst du Objekt, Kosten und Voraussetzungen und dokumentierst den Zustand. Im Büro bearbeitest du Mietverträge, Rechnungen, Betriebskosten oder Eigentümerbeschlüsse. Für eine Reparatur stimmst du Handwerker, Bewohner und Budget ab. Fristen und rechtliche Vorgaben müssen bei jedem Vorgang eingehalten werden.

Mieteranfragen bearbeiten: Heizung defekt, Nachbarschaftsstreit, Kündigung.

8:00 Uhr

Handwerker beauftragen und Termine koordinieren.

9:30 Uhr

Nebenkostenabrechnung prüfen: Umlageschlüssel, Verbräuche, Fristen.

11:00 Uhr

Wohnungsbesichtigung mit drei Interessenten.

13:00 Uhr

Eigentümerversammlung vorbereiten: Tagesordnung, Beschlussvorlagen.

15:00 Uhr

Mietvertrag aufsetzen und Unterlagen prüfen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zwischen Eigentümern, Mietern und Handwerkern gibt es selten Einigkeit.
  • Konflikte gehören zum Alltag, und du bist die Anlaufstelle.
  • Nebenkostenabrechnungen sind fristgebunden und fehleranfällig.
  • Termine liegen auch am Abend, wenn Interessenten Zeit haben.

Besser als sein Ruf

  • Sehr abwechslungsreich: Recht, Technik, Kaufmännisches und Menschen.
  • Wohnen ist ein Dauerthema; der Arbeitsmarkt ist stabil.
  • Der Fachwirt ist ein klarer, anerkannter Aufstiegsweg.
  • Viel Eigenverantwortung schon nach kurzer Zeit.

Passt zu dir, wenn …

  • du Recht, Zahlen und Menschenkontakt verbinden möchtest
  • du auch bei Konflikten sachlich und klar bleibst
  • du Fristen, Verträge und Kosten sehr genau verwaltest
  • du Büroarbeit und Außentermine abwechseln möchtest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1170 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1278 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1390 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Fachabitur oder Abitur, auch mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Fachabitur oder Abitur ein, manche auch mit mittlerem Abschluss. Hilfreich sind besonders Wirtschaft/Recht, Deutsch, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Immobilien vermieten, verwalten und übergeben
  • Miet-, Wohnungseigentums- und Vertragsrecht anwenden
  • Betriebskosten, Mieten und Finanzierung kalkulieren
  • Instandhaltung und technische Dienstleistungen steuern
  • Immobilien vermarkten und Kunden beraten
  • Buchhaltung, Controlling und digitale Systeme nutzen
  • betriebliche Wahlqualifikationen vertiefen

Wahlqualifikationen

Betrieb und gewählte Wahlqualifikationen bestimmen, ob Verwaltung, Vermietung, Maklergeschäft, Technik oder Projektentwicklung stärker vorkommen.

– Steuerung und Kontrolle im Unternehmen

– Gebäudemanagement

– Maklergeschäft

– Bauprojektmanagement

– Wohnungseigentumsverwaltung

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • HausverwaltungMietverhältnisse, Nebenkosten, Instandhaltung: das Kerngeschäft vieler Betriebe.
  • Vermietung und VerkaufObjekte anbieten, besichtigen, verhandeln, mit Provision als Teil des Verdienstes.
  • ImmobilienfachwirtDie Aufstiegsfortbildung ist der Standardweg in Leitungsaufgaben.
  • ProjektentwicklungBauvorhaben von der Fläche bis zur Übergabe begleiten, mit Kalkulation und Genehmigungen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
  • Mit Fachwirt oder in der Projektentwicklung ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat

Wohnungsgenossenschaften und kommunale Gesellschaften zahlen nach Tarif, private Verwalter frei. Im Verkauf hängt viel an der Provision.

Wusstest du?

Die Betriebskostenabrechnung muss den Mietern binnen zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen. Danach kann der Vermieter Nachzahlungen in aller Regel nicht mehr verlangen. Ein verpasstes Datum kostet also bares Geld.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Immobilienkaufmann/-frau?

Du verwaltest und vermarktest Immobilien: Mietverträge schließen, Nebenkosten abrechnen, Instandhaltung beauftragen, Objekte vermieten oder verkaufen, Eigentümerversammlungen vorbereiten.

Wie viel verdient man als Immobilienkaufmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.170 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich oder betrieblich geregelt; im Vertrieb kommen Provisionen dazu.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Braucht man einen Führerschein?

Für Verwaltung und Vermietung praktisch ja: Objektbegehungen und Besichtigungen gehören zum Alltag.

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