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Berufsfeld Wirtschaft & Verwaltung · Duale Ausbildung

Bankkaufmann/-frau

Du hilfst Menschen bei Konten, Geldanlagen, Krediten und weiteren Finanzfragen. Dabei erklärst du Möglichkeiten und Risiken, prüfst Unterlagen und bearbeitest Verträge. Der Beruf ist deutlich digitaler als früher – persönliche Beratung und Verantwortung bleiben trotzdem zentral.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.400–1.496 € im 1. Jahr
  • Meist mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur
Dauer 3 Jahre
Arbeitssituation im Beruf Bankkaufmann/-frau

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.400 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Banken, Sparkassen, Bausparkassen, Direktbanken oder anderen Finanzdienstleistern. Arbeitsorte sind Beratungsräume, Büros und zunehmend digitale Servicebereiche. Je nach Einsatzgebiet hast du viel persönlichen Kundenkontakt oder arbeitest stärker in der Sachbearbeitung.

  • Kundinnen und Kunden zu Konten, Karten und Zahlungsverkehr beraten
  • Spar-, Anlage- und Vorsorgemöglichkeiten verständlich erklären
  • Kredit- und Finanzierungsanfragen aufnehmen und Unterlagen prüfen
  • Verträge, Kontodaten und Geschäftsvorgänge bearbeiten
  • wirtschaftliche Entwicklungen und Finanzmärkte beobachten
  • gesetzliche Vorgaben, Datenschutz und interne Sicherheitsregeln einhalten

Ein Tag als Bankkaufmann/-frau

So läuft dein Tag

Du prüfst zuerst Termine, Nachrichten und offene Vorgänge. In einem Beratungsgespräch geht es vielleicht um ein neues Konto, eine Geldanlage oder die Finanzierung einer Wohnung. Du fragst nach Zielen und finanzieller Situation, erklärst verschiedene Möglichkeiten und hältst die Angaben im System fest. Danach bearbeitest du Unterlagen, prüfst Daten oder stimmst dich mit einer Fachabteilung ab. Ein Teil der Arbeit läuft per Telefon, Video, E-Mail oder App. Du lernst außerdem interne Bereiche kennen, zum Beispiel Kreditbearbeitung, Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäft oder Rechnungswesen.

Tagesübersicht: Termine, Wiedervorlagen, offene Anträge.

8:00 Uhr

Beratungsgespräch zur Baufinanzierung, Unterlagen prüfen.

9:00 Uhr

Kreditantrag aufbereiten: Einkommen, Sicherheiten, Rating.

11:00 Uhr

Zahlungsverkehr klären, Rücklastschriften bearbeiten.

13:00 Uhr

Kundengespräch zur Altersvorsorge, Angebot erstellen.

14:30 Uhr

Dokumentation der Gespräche, Nachweise ablegen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Vertriebsziele gehören zum Alltag, auch in der Beratung.
  • Regulierung bedeutet viel Dokumentation für jedes Gespräch.
  • Filialschließungen prägen die Branche; Standorte verändern sich.
  • Du berätst zu Geld, und das ist für viele Menschen ein heikles Thema.

Besser als sein Ruf

  • Eine der höchsten Ausbildungsvergütungen überhaupt.
  • Gute Tarifbindung mit dreizehntem Gehalt und geregelten Zeiten.
  • Fortbildungen werden häufig bezahlt und bringen echte Sprünge.
  • Finanzwissen, von dem du privat ein Leben lang profitierst.

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne mit Menschen über wichtige Entscheidungen sprichst
  • du Zahlen und wirtschaftliche Zusammenhänge interessant findest
  • du vertrauliche Informationen zuverlässig behandelst
  • du verständlich erklären und trotzdem genau dokumentieren kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.400–1.496 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.470–1.558 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.550–1.620 €

Beispielwerte 2026, brutto pro Monat

Die genaue Vergütung hängt von Arbeitgeber, Tarifvertrag und Einsatzbereich ab.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Kreditgewerbe
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen Banken häufig Jugendliche mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Mathematik, Deutsch und Wirtschaft helfen dir besonders.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Banken achten auch auf zuverlässiges Auftreten, Lernbereitschaft, Diskretion und ein gutes Praktikum.

Was du lernst

  • Konten eröffnen und Zahlungsverkehr bearbeiten
  • Kundinnen und Kunden bedarfsgerecht beraten
  • Spar-, Anlage-, Vorsorge- und Versicherungsprodukte einordnen
  • Kredite und Baufinanzierungen vorbereiten und begleiten
  • wirtschaftliche Zusammenhänge und Finanzmärkte verstehen
  • Verträge, Risiken und rechtliche Vorgaben prüfen
  • digitale Bank- und Beratungssysteme sicher nutzen

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Im Laufe der Ausbildung lernst du verschiedene Bereiche kennen. Später kannst du dich zum Beispiel auf Privatkunden, Firmenkunden, Kredite, Wertpapiere, Baufinanzierung oder interne Bankprozesse konzentrieren.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Beratung von PrivatkundenKonto, Kredit, Vorsorge: der klassische Weg mit direktem Kundenkontakt.
  • FirmenkundengeschäftUnternehmen zu finanzieren verlangt Bilanzverständnis und Verhandlungsgeschick.
  • Bankfachwirt und BankbetriebswirtDie Aufstiegsfortbildungen sind in der Branche etabliert und werden häufig vom Arbeitgeber bezahlt.
  • SpezialbereicheWertpapiere, Immobilienfinanzierung, Compliance oder Risikomanagement.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.200–3.800 € brutto im Monat
  • In der Beratung mit Erfahrung oder als Fachwirt ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat

Es gilt der Tarifvertrag des privaten oder öffentlichen Bankgewerbes, dazu kommen dreizehntes Gehalt und vermögenswirksame Leistungen.

Wusstest du?

Vor jeder Anlageberatung wird geprüft, ob das Produkt zum Kunden passt. Kenntnisse, Erfahrung, Anlageziel und Risikobereitschaft werden erfasst und dokumentiert. Diese Geeignetheitsprüfung ist gesetzlich vorgeschrieben, und ohne sie darf nichts empfohlen werden.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Bankkaufmann/-frau?

Du berätst und wickelst ab: Konten und Zahlungsverkehr, Kredite prüfen und vergeben, Geldanlagen und Vorsorge erklären, Kundenwünsche aufnehmen und Angebote erstellen.

Wie viel verdient man als Bankkaufmann/-frau?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.400 bis 1.496 € im ersten Jahr und damit an der Spitze der kaufmännischen Berufe. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt deutlich über dem Durchschnitt.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Bankkaufmann?

Drei Jahre, Verkürzung auf zweieinhalb ist bei guten Leistungen üblich.

Braucht man Abitur?

Nicht zwingend, viele Institute stellen mit mittlerem Abschluss ein. Ein guter Umgang mit Zahlen und mit Menschen zählt mehr.

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