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Berufsfeld Fahrzeugtechnik · Duale Ausbildung

Fahrzeuglackierer/in

Du reparierst und gestaltest Fahrzeugoberflächen. Du entfernst Schäden und Rost, bereitest Untergründe vor, mischst Farbtöne und trägst Lackschichten so auf, dass Übergänge, Glanz und Schutz stimmen.
  • 3 Jahre
  • ca. 900–1.373 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 900 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Fahrzeuglackierereien, Karosserie- und Autohäusern, Fahrzeugbau, Industrie oder Spezialbetrieben für Nutz- und Schienenfahrzeuge. Arbeitsorte sind Werkstatt, Vorbereitungsbereich und Lackierkabine.

  • Fahrzeuge und Schäden beurteilen und Arbeitsbereiche abkleben
  • Bauteile demontieren und Untergründe schleifen, spachteln und grundieren
  • Farbtöne digital und visuell bestimmen und mischen
  • Lacke mit Spritztechnik mehrschichtig auftragen
  • Designs, Beschriftungen und Effektlackierungen umsetzen
  • Oberflächen polieren, prüfen und Kundenaufträge dokumentieren

Ein Tag als Fahrzeuglackierer/in

So läuft dein Tag

Du prüfst Schaden und Lackaufbau und schützt nicht zu bearbeitende Bereiche. Dellen und Kratzer werden vorbereitet, Rost entfernt und die Fläche gespachtelt, geschliffen und grundiert. Danach bestimmst du den Farbton und stellst die Lackierkabine ein. Du trägst Basis- und Klarlack gleichmäßig auf und kontrollierst Trocknung, Farbe und Oberfläche. Zum Schluss polierst du Übergänge, montierst Bauteile und prüfst das Ergebnis bei unterschiedlichem Licht.

Fahrzeug übernehmen und Untergrund beurteilen.

Was nicht sauber vorbereitet ist, sieht man später im Lack.

7:30 Uhr

Spachteln und Schleifen.

Der Teil, der über das Ergebnis entscheidet und den niemand sieht.

8:30 Uhr

Farbton bestimmen, mischen und Musterblech spritzen.

Erst wenn das passt, geht es weiter.

10:30 Uhr

Abkleben und Grundieren.

12:30 Uhr

Lackieren in der Kabine.

Von hier an entscheidet Gleichmäßigkeit.

14:00 Uhr

Trocknung, Politur, Montage der Anbauteile.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Lösungsmittel und Lackierstaub. Atemschutz und Absaugung sind Pflicht und nicht bequem.
  • Schleifen ist monoton und macht den größten Teil der Vorbereitung aus.
  • In der Kabine ist es warm, und die Schutzkleidung macht es nicht besser.
  • Ein Fehler im Lack ist sofort sichtbar und bedeutet meist von vorn anfangen.

Besser als sein Ruf

  • Das Ergebnis ist sichtbar und zählbar: vorher beschädigt, nachher wie neu.
  • Farbtonbestimmung ist eine echte Fachkunst, die keine Maschine allein übernimmt.
  • Folierung und Sonderlackierung sind ein wachsender Markt mit besseren Preisen.
  • Industriebetriebe zahlen gut, und sie suchen Lackierer.

Passt zu dir, wenn …

  • du Fahrzeuge, Farbe und sichtbare Präzision magst
  • du Oberflächen geduldig vorbereitest statt Schritte zu überspringen
  • du mit Schutzkleidung und technischen Anlagen arbeiten kannst
  • du ein gutes Auge für Farbtöne und Fehler hast

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 900 € (Handwerk) bzw. 1.243–1.373 € (Industrie)
  • 2. Ausbildungsjahr 985 € bzw. 1.298–1.408 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.150 € bzw. 1.379–1.489 €

Beispielhafte Spannen für Handwerk und Industrie 2026, brutto pro Monat

Handwerksbetriebe und tarifgebundene Industriebetriebe unterscheiden sich bei der Vergütung deutlich.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Handwerk
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Chemie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Schäden, Untergründe und Lackaufbauten beurteilen
  • Fahrzeugteile demontieren und Oberflächen vorbereiten
  • Farbtöne messen, mischen und angleichen
  • Lackier- und Trocknungsanlagen bedienen
  • Mehrschicht-, Effekt- und Designlackierungen ausführen
  • Fahrzeugverglasung und Anbauteile bearbeiten
  • Umwelt-, Gesundheits- und Qualitätsanforderungen einhalten

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Fahrzeugart prägen Reparaturlackierung, Industrie, Design oder Nutzfahrzeuge.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im Maler- und LackiererhandwerkMit dem Meisterbrief führst du einen eigenen Betrieb, bildest aus und kalkulierst Aufträge.
  • Farbtonbestimmung und MischtechnikDen richtigen Ton zu treffen ist die Königsdisziplin. Wer messen, mischen und angleichen kann, wird im Betrieb zur Ansprechperson.
  • Sonderlackierungen und FolierungFahrzeugbeschriftung, Effektlacke, Vollfolierung: ein Markt mit besseren Preisen als die reine Schadenreparatur.
  • Industrielackierung und BeschichtungNutzfahrzeuge, Schienenfahrzeuge, Maschinen: Industriebetriebe zahlen häufig besser als Handwerksbetriebe und arbeiten mit anderen Verfahren.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder in der Industrielackierung ca. 3.100–4.000 € brutto im Monat

Industriebetriebe zahlen in der Regel besser als kleine Handwerksbetriebe, und tarifgebundene besser als nicht gebundene. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und nach der Ausstattung der Lackierkabine.

Wusstest du?

Für viele Farbtöne gibt es je nach Baujahr und Werk mehrere Varianten. Deshalb wird der Ton am Fahrzeug gemessen, ein Musterblech lackiert und angeglichen, bevor überhaupt Lack auf das Fahrzeug kommt.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fahrzeuglackierer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 900 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Handwerk; in der Industrielackierung und mit dem Meisterbrief steigt er.

Was macht ein/e Fahrzeuglackierer/in?

Du bereitest Oberflächen vor, spachtelst und schleifst, mischst Farbtöne, trägst Grundierung und Lack auf, polierst und beschriftest Fahrzeuge oder folierst sie.

Ist das gesundheitlich bedenklich?

Lacke und Lösungsmittel sind nicht harmlos. Deshalb sind Lackierkabinen, Absaugung und Atemschutz vorgeschrieben. Wer sich daran hält, arbeitet sicher.

Muss ich künstlerisch begabt sein?

Nein. Gefragt sind ein gutes Auge für Farbe, Geduld und sauberes Arbeiten. Gestaltung kommt nur bei Sonderlackierungen ins Spiel.

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