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Berufsfeld Ausbau & Gebäudetechnik · Duale Ausbildung

Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten

Du schützt Gebäude vor Feuchtigkeit, Pilzen und holzzerstörenden Schädlingen. Du untersuchst Schäden, trocknest Bauteile, dichtest Flächen ab und reparierst betroffene Bereiche.
  • 2 Jahre
  • ab 724 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellen- oder Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Holz- und Bautenschutz-, Sanierungs-, Trockenlegungs- oder Schädlingsbekämpfungsbetrieben. Arbeitsorte sind Gebäude, Keller, Dächer, Baustellen und teilweise enge Bereiche.

  • Feuchte-, Pilz- und Schädlingsschäden untersuchen
  • Arbeitsbereiche sichern und Schutzmaßnahmen vorbereiten
  • Holzbauteile behandeln und geschädigte Teile ersetzen
  • Mauerwerk und Bauteile gegen Feuchtigkeit abdichten
  • Trocknungsgeräte aufstellen und überwachen
  • Sanierungsarbeiten dokumentieren und Flächen wiederherstellen

Ein Tag als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten

So läuft dein Tag

Du untersuchst einen Keller, Dachstuhl oder eine Wand und misst Feuchte oder prüfst sichtbare Schäden. Danach grenzt du den Bereich ab, entfernst geschädigtes Material und bereitest Untergrund und Schutzmaßnahmen vor. Je nach Auftrag behandelst du Holz, dichtest Mauerwerk ab oder stellst Trocknungsgeräte auf. Messwerte und Fortschritt werden kontrolliert, bis der Bereich wieder sicher und nutzbar ist.

Keller vermessen und Feuchtewerte aufnehmen.

7:30 Uhr

Alten Putz abschlagen, Wand freilegen und trocknen lassen.

9:00 Uhr

Bohrlöcher setzen und Sperrmittel einbringen.

11:00 Uhr

Im Dachstuhl befallene Balkenköpfe freilegen und beurteilen.

13:00 Uhr

Holzschutzmittel nach Vorgabe auftragen, Schutzausrüstung tragen.

15:00 Uhr

Arbeiten dokumentieren, Material auffüllen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Feuchte Keller und staubige Dachböden sind der Arbeitsplatz.
  • Chemische Mittel verlangen Disziplin beim Arbeitsschutz.
  • Schmutzige Abbrucharbeit gehört dazu, bevor saniert werden kann.
  • Zwei Jahre sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.

Besser als sein Ruf

  • Ein schneller Einstieg in ein kleines Gewerk mit guter Auftragslage.
  • Das dritte Jahr steht offen und führt zum vollen Abschluss.
  • Du erhältst Bausubstanz, die sonst abgerissen würde.
  • Nachfrage aus dem Bestand: Alte Häuser gibt es reichlich.

Passt zu dir, wenn …

  • du Schäden gern praktisch untersuchst und behebst
  • du mit Schmutz, Feuchtigkeit und wechselnden Gebäuden klarkommst
  • du körperlich arbeiten und Schutzregeln einhalten kannst
  • du genau misst und nicht nur sichtbare Stellen behandelst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr mind. 724 €
  • 2. Ausbildungsjahr mind. 854 €

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellen- oder Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Biologie, Chemie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Bauschäden und Feuchtigkeit erkennen
  • Holzschädlinge und Pilzbefall beurteilen
  • Holz und Holzbauteile schützen und sanieren
  • Mauerwerk, Fugen und Flächen abdichten
  • Bauteile technisch trocknen
  • Werkzeuge, Geräte und Schutzstoffe sicher einsetzen
  • Arbeitsergebnisse dokumentieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Nach der zweijährigen Ausbildung kann häufig die dreijährige Ausbildung Holz- und Bautenschützer/in fortgesetzt werden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Drittes AusbildungsjahrDer Beruf dauert zwei Jahre. Wer weitermacht, wird Holz- und Bautenschützer mit vollem Abschluss und Fachrichtung.
  • Sachkunde für HolzschutzmittelDer Umgang mit Schutzmitteln verlangt einen eigenen Nachweis, und er ist der Schlüssel zu besseren Aufträgen.
  • BauwerkstrockenlegungInjektionsverfahren und Sanierputz sind eine Spezialisierung mit stetiger Nachfrage.
  • MeisterwegNach dem dritten Jahr steht die Meisterprüfung offen und mit ihr der eigene Betrieb.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat
  • Nach dem dritten Jahr oder mit Sachkunde ca. 3.000–3.900 € brutto im Monat

Die Sätze richten sich nach Tarif oder betrieblicher Regelung. Sanierungsbetriebe zahlen für Fachkräfte mit Nachweisen mehr.

Wusstest du?

Feuchte in einer Wand wird nicht geschätzt, sondern gemessen, und zwar an Bohrmehl aus verschiedenen Tiefen. Erst der Vergleich zeigt, ob die Nässe von außen eindringt, aufsteigt oder nur Kondensat von innen ist. Danach richtet sich die ganze Sanierung.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht eine Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten?

Du führst Schutz- und Sanierungsarbeiten aus: befallenes Holz behandeln und ersetzen, Bauteile trockenlegen, Abdichtungen und Beschichtungen aufbringen, Untergründe vorbereiten.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zwei Jahre. Sie ist als Grundstufe angelegt, an die sich die dreijährige Ausbildung zum Holz- und Bautenschützer anschließen kann.

Wie viel verdient man als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, je nach Betrieb auch darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Bauhandwerke.

Braucht man einen Sachkundenachweis?

Für den Umgang mit Holzschutzmitteln ja. Die Betriebe organisieren die Lehrgänge, und ohne sie darf man bestimmte Arbeiten nicht ausführen.

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