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Berufsfeld Logistik & Verkehr · Duale Ausbildung

Fachkraft für Hafenlogistik

Du organisierst, kontrollierst und bewegst Güter in See- und Binnenhäfen. Du prüfst Frachtpapiere, Container und Ladung, planst Umschlag und Lagerung und achtest auf Sicherheit, Zoll und Gefahrgut.
  • 3 Jahre
  • ab 724 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei See- und Binnenhafenbetrieben, Umschlagunternehmen, Reedereien, Speditionen und Logistikdienstleistern. Arbeitsorte sind Kai, Terminal, Lager, Freifläche und Büro.

  • ein- und ausgehende Güter und Frachtpapiere prüfen
  • Umschlag, Lagerung und Weitertransport planen
  • Container, Stückgut und Massengut kontrollieren
  • Kräne, Flurförderzeuge und Umschlagtechnik koordinieren
  • Ladung sichern und Gefahrgutregeln anwenden
  • Daten in Hafen- und Logistiksystemen dokumentieren

Ein Tag als Fachkraft für Hafenlogistik

So läuft dein Tag

Zu Schichtbeginn prüfst du Ankünfte, Ladepläne und verfügbare Flächen. Am Kai kontrollierst du Containerkennzeichnung, Siegel, Zustand und Papiere. Du stimmst ab, in welcher Reihenfolge Güter gelöscht, gelagert oder weiterverladen werden. Während des Umschlags beobachtest du Sicherheit und Zeitplan und meldest Schäden oder Abweichungen. Im Büro aktualisierst du Bestände und Transportdaten und bereitest Unterlagen für Zoll, Spedition oder Reederei vor.

Schichtübergabe: Welche Schiffe liegen, welche kommen?

6:00 Uhr

Container annehmen, Nummern und Zustand prüfen, Stellplätze zuweisen.

7:00 Uhr

Verladung ans Schiff begleiten, Reihenfolge mit dem Leitstand abstimmen.

9:30 Uhr

Zolldokumente für eine Sendung prüfen und freigeben.

12:00 Uhr

Bahnverladung: Waggons stellen, Ladung sichern.

14:00 Uhr

Bestände abgleichen, Abweichungen klären, Übergabe.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtdienst rund um die Uhr, auch am Wochenende.
  • Wind und Wetter auf freier Terminalfläche.
  • Hohe Betriebsamkeit: Großgeräte und Verkehr überall.
  • Fehler in Papieren halten ganze Sendungen auf.

Besser als sein Ruf

  • Tarifgebundene Hafenbetriebe zahlen überdurchschnittlich.
  • Weltweiter Handel wird im Hafen konkret; die Arbeit ist nie abstrakt.
  • Moderne Terminals sind hochautomatisiert und technisch spannend.
  • Aufstieg über Großgeräte, Leitstand und Meister ist klar geregelt.

Passt zu dir, wenn …

  • du große Logistikabläufe und Schiffe spannend findest
  • du draußen, im Schichtsystem und im Team arbeiten kannst
  • du bei Papieren, Gefahrgut und Ladung genau bleibst
  • du technische Geräte und digitale Planung verbinden möchtest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr mind. 724 €
  • 2. Ausbildungsjahr mind. 854 €
  • 3. Ausbildungsjahr mind. 977 €

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Mathematik, Deutsch, Englisch.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Hafen-, Schiffs- und Transportabläufe verstehen
  • Güter identifizieren und Frachtpapiere prüfen
  • Umschlag und Lagerung planen und überwachen
  • Container, Stück- und Massengut behandeln
  • Ladung sichern und Gefahrgutvorschriften anwenden
  • Umschlaggeräte und Flurförderzeuge einsetzen
  • digitale Hafen- und Logistiksysteme nutzen

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Hafenart und Betrieb bestimmen, ob Container, Stückgut, Fahrzeuge, Massengut oder Projektladung dominieren.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • TerminalsteuerungIm Leitstand planst du Stellplätze, Umfuhren und Verladungen für ein ganzes Terminal.
  • Gefahrgut im HafenGefährliche Güter unterliegen eigenen Regeln. Sachkunde dafür ist gesucht.
  • Meister für HafenlogistikDie Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Bereichsleitung.
  • GroßgerätefahrerVan Carrier, Reachstacker und Portalkran sind eigene Berechtigungen mit besserer Bezahlung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
  • Im Leitstand oder mit Großgerät ca. 3.500–4.600 € brutto im Monat

Die großen Hafenbetriebe sind tarifgebunden, dazu kommen Schicht-, Nacht- und Wochenendzuschläge.

Wusstest du?

Ein Containerschiff wird nach einem Stauplan beladen, der Gewicht, Ziel und Gefahrgut berücksichtigt. Container für den nächsten Hafen müssen obenauf liegen, sonst müsste man Hunderte Boxen umstapeln, nur um an eine einzige zu kommen.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht eine Fachkraft für Hafenlogistik?

Du steuerst den Umschlag im Hafen: Ladung annehmen und prüfen, Container und Stückgut lagern, Umfuhren planen, Verladung auf Schiff, Bahn und Lkw begleiten, Papiere und Zolldokumente führen.

Wie viel verdient man als Fachkraft für Hafenlogistik?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, in tarifgebundenen Hafenbetrieben deutlich darüber. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt, mit Schichtzuschlägen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Arbeitet man draußen oder im Büro?

Beides. Der Beruf verbindet Terminalfläche und Leitstand, und in der Ausbildung lernst du beide Seiten kennen.

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