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Berufsfeld Elektro · Duale Ausbildung

Elektroniker/in – Maschinen und Antriebstechnik (HwO)

Du baust, wartest und reparierst elektrische Motoren, Generatoren und Antriebssysteme im Handwerk. Dazu gehören Wicklungen, Steuerungen, Umrichter, mechanische Bauteile und die Arbeit direkt beim Kunden.
  • 3,5 Jahre
  • ab 724 € im 1. Jahr
  • Meist mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Elektromaschinenbauer- und Antriebstechnikbetrieben, Reparaturwerkstätten oder bei handwerklichen Serviceunternehmen. Einsatzorte sind Werkstatt, Industrieanlage und Kundenbetrieb.

  • Kundenaufträge und technische Unterlagen prüfen
  • elektrische Maschinen zerlegen, reinigen und beurteilen
  • Wicklungen herstellen, einbauen und anschließen
  • Motoren, Generatoren, Umrichter und Steuerungen montieren
  • Antriebe aufstellen, ausrichten und in Betrieb nehmen
  • Störungen suchen, reparieren und Kunden beraten

Ein Tag als Elektroniker/in – Maschinen und Antriebstechnik (HwO)

So läuft dein Tag

Ein defekter Motor kommt in die Werkstatt oder du fährst zur Anlage des Kunden. Du misst elektrische und mechanische Werte, zerlegst die Maschine und prüfst Wicklung, Lager, Welle und weitere Teile. Beschädigte Komponenten werden repariert oder ersetzt. Nach Montage und Ausrichtung parametrierst du Steuerung oder Umrichter und führst Schutz- und Funktionsprüfungen durch. Du dokumentierst die Arbeit und erklärst dem Kunden, was repariert wurde und wie die Anlage weiter betrieben werden kann.

Kundenmotor annehmen und Schaden aufnehmen.

Was der Kunde beschreibt, ist selten die Ursache.

7:00 Uhr

Zerlegen, messen, Wicklung beurteilen.

Danach entscheidet sich Reparatur oder Ersatz.

9:00 Uhr

Angebot rechnen und mit dem Kunden telefonieren.

11:00 Uhr

Wickeln nach Schema, imprägnieren, trocknen.

13:00 Uhr

Montageeinsatz beim Kunden: Antrieb ausrichten und in Betrieb nehmen.

15:00 Uhr

Auftrag dokumentieren, Werkstatt aufräumen.

17:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schmutzige, schwere Arbeit an sperrigen Maschinen.
  • Kundendruck ist unmittelbar: Ein stehender Antrieb kostet den Kunden Geld pro Stunde.
  • Montageeinsätze kommen kurzfristig und dauern manchmal länger als geplant.
  • Die Bezahlung liegt im Einstieg unter der Industrie.

Besser als sein Ruf

  • Du beherrschst eine Fachkunst, die immer weniger können.
  • Der Meisterbrief führt zu einem eigenen Betrieb in einem Markt mit wenig Konkurrenz.
  • Kleine Betriebe heißen kurze Wege und viel Eigenverantwortung von Anfang an.
  • Windkraft und Industrie halten den Bedarf an Instandsetzung dauerhaft hoch.

Passt zu dir, wenn …

  • du Motoren und Generatoren praktisch reparieren möchtest
  • du Elektrotechnik, Mechanik und Kundenservice verbinden kannst
  • du bei Wicklungen und Messungen sehr genau bleibst
  • du wechselnde Aufträge und Einsatzorte magst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr mind. 724 €
  • 2. Ausbildungsjahr mind. 854 €
  • 3. Ausbildungsjahr mind. 977 €
  • 4. Ausbildungsjahr mind. 1.014 €

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Elektrohandwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Werken/Technik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • elektrische Maschinen und Antriebssysteme beurteilen
  • Wicklungen herstellen, isolieren und prüfen
  • mechanische und elektrische Bauteile montieren
  • Steuerungen, Umrichter und Energiespeicher integrieren
  • Maschinen aufstellen, ausrichten und in Betrieb nehmen
  • Messungen und Sicherheitsprüfungen durchführen
  • Kundenaufträge, Wartung und Reparaturen abwickeln

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im Elektromaschinenbauer-HandwerkDer Handwerksweg. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und übernimmst Kalkulation und Kundengespräche.
  • Instandsetzung vor OrtGroße Antriebe werden dort repariert, wo sie stehen: im Kraftwerk, im Windpark, in der Papierfabrik. Ein Feld mit Reisetätigkeit und guten Sätzen.
  • Wickeltechnik und SonderanfertigungenÄltere Maschinen ohne Ersatzteil werden nachgebaut. Wer das kann, hat Kundschaft, die keine Wahl hat.
  • Eigener BetriebElektromaschinenbaubetriebe gibt es in jeder Region nur wenige, und viele suchen Nachfolger.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder im Außendienst ca. 3.600–4.800 € brutto im Monat

Handwerksbetriebe zahlen im Einstieg weniger als die Industrie, dafür ist der Weg zum eigenen Betrieb kürzer. Montageeinsätze werden mit Auslösen vergütet. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Montageanteil.

Wusstest du?

Denselben Beruf gibt es zweimal: einmal nach Berufsbildungsgesetz in der Industrie und einmal nach Handwerksordnung im Handwerk. Der Unterschied liegt nicht im Inhalt, sondern in der Kammer, dem Betriebstyp und dem Meisterweg.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik im Handwerk?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 720 und 1.050 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg unter dem in der Industrie, mit dem Meisterbrief steigt er deutlich.

Was ist der Unterschied zur Version nach Berufsbildungsgesetz?

Der Inhalt ist weitgehend derselbe. Diese Fassung wird im Handwerk ausgebildet, mit Handwerkskammer, Handwerksmeister und meist kleineren Betrieben mit direktem Kundenkontakt.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?

Du baust, wickelst, prüfst und setzt elektrische Maschinen instand: Motoren, Generatoren, Transformatoren, dazu Antriebsregelung und Inbetriebnahme.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

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