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Berufsfeld Elektro · Duale Ausbildung

Elektroniker/in – Gebäude- und Infrastruktursysteme

Du sorgst dafür, dass große Gebäude und Infrastrukturanlagen technisch funktionieren. Du integrierst Energieversorgung, Beleuchtung, Sicherheit, Kommunikation und Gebäudeleittechnik und überwachst die Systeme im laufenden Betrieb.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.304–1.373 € im 1. Jahr
  • Meist mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.304 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei technischen Gebäudeausrüstern, Facility-Management-Unternehmen, Industrie- und Infrastrukturbetreibern. Einsatzorte sind große Gebäude, Leitstellen, Technikzentralen und Außenanlagen.

  • Anforderungen und Gefahren in Gebäuden und Anlagen analysieren
  • Energie-, Kommunikations-, Sicherheits- und Versorgungssysteme installieren
  • Gebäudeleit- und Automationssysteme konfigurieren
  • technische Anlagen überwachen und Betriebsdaten auswerten
  • Störungen diagnostizieren und Instandsetzungen koordinieren
  • Nutzer einweisen und Arbeiten verschiedener Gewerke abstimmen

Ein Tag als Elektroniker/in – Gebäude- und Infrastruktursysteme

So läuft dein Tag

Ein Auftrag kann in einem Krankenhaus, Bürokomplex oder Verkehrsbauwerk beginnen. Du prüfst Pläne und Betriebsdaten, kontrollierst Anlagen vor Ort und arbeitest an Verteilungen, Sensoren oder Gebäudeleitsystemen. Bei einer Störung vergleichst du Meldungen, Messwerte und technische Unterlagen und koordinierst bei Bedarf weitere Fachfirmen. Nach Installation oder Änderung testest du die Funktionen, dokumentierst den Zustand und erklärst dem Betreiber, wie das System überwacht und sicher genutzt wird.

Störmeldungen der Nacht durchgehen und priorisieren.

6:30 Uhr

Rundgang durch die Technikzentralen: Verteiler, Notstrom, Lüftung, Aufzugstechnik.

8:00 Uhr

Wiederkehrende Prüfung an einer Sicherheitsbeleuchtung, Protokoll ausfüllen.

10:00 Uhr

Störung: Ein Verteiler löst wiederholt aus.

Messen, Verbraucher eingrenzen, Ursache finden.

12:30 Uhr

Fremdfirma einweisen und Arbeiten freigeben.

14:30 Uhr

Anlagenbuch fortschreiben und Übergabe an die Bereitschaft.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Bereitschaft und Schichtdienst greifen in die Freizeit ein.
  • Ein großer Teil der Arbeit ist Prüfen und Dokumentieren, und das ist Pflicht, nicht Kür.
  • Bei einem Ausfall stehen viele Menschen im Dunkeln oder ohne Technik, und der Druck ist entsprechend.
  • Du arbeitest oft in Kellern, Schächten und Technikzentralen ohne Tageslicht.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten überhaupt, und Bereitschaft wird zusätzlich vergütet.
  • Der Beruf ist krisenfest: Gebäude müssen betrieben werden, unabhängig von der Konjunktur.
  • Du kennst am Ende ein ganzes Gebäude technisch von innen.
  • Rechenzentren und Kliniken sind Arbeitgeber, die Ausfälle nicht zulassen und entsprechend investieren.

Passt zu dir, wenn …

  • du Gebäude als zusammenhängendes technisches System verstehen möchtest
  • du Elektrotechnik, IT und Organisation verbinden kannst
  • du bei Störungen ruhig und systematisch bleibst
  • du dich mit Betreibern und anderen Gewerken klar abstimmst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.304–1.373 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.378–1.408 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.443–1.489 €
  • 4. Ausbildungsjahr ca. 1.478–1.563 €

Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab April 2026, brutto pro Monat

Tarifgebiet, Branche und Ausbildungsbetrieb bestimmen die genaue Vergütung.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Informatik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • elektrische Energieversorgung und Schutzmaßnahmen anwenden
  • gebäudetechnische Systeme montieren und vernetzen
  • Steuerungen und Gebäudeleittechnik konfigurieren
  • Daten, Meldungen und Energieverbräuche auswerten
  • Störungen systematisch eingrenzen und beheben
  • Wartung, Instandhaltung und Fremdleistungen koordinieren
  • Datenschutz, IT-Sicherheit und nachhaltigen Anlagenbetrieb berücksichtigen

Einsatzgebiete

Das Einsatzgebiet bestimmt, welche Gebäudetypen und technischen Systeme du besonders intensiv kennenlernst. Der gemeinsame Berufsabschluss bleibt gleich.

– Betriebsgebäude

– Funktionsgebäude und -anlagen

– Infrastrukturanlagen

– Industrieanlagen

– Wohn- und Geschäftsgebäude

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Technisches GebäudemanagementGanze Liegenschaften betreuen: Betrieb, Wartung, Störungsdienst, Prüfungen. Wer den Überblick behält, führt später ein Objektteam.
  • Meister/in im Elektrotechniker-HandwerkDer Weg zur Betriebsführung und zur verantwortlichen Elektrofachkraft.
  • Sicherheits- und BrandmeldetechnikAnlagen, die im Ernstfall funktionieren müssen, unterliegen eigenen Prüfpflichten. Wer diese Technik betreut, hat eine gesuchte Qualifikation.
  • Rechenzentren und kritische InfrastrukturNotstrom, unterbrechungsfreie Versorgung, Kälte: Betriebe, in denen ein Ausfall keine Option ist, zahlen dafür entsprechend.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.100–3.600 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder in kritischer Infrastruktur ca. 4.000–5.200 € brutto im Monat

Bereitschaftszulagen und Schichtzuschläge machen in diesem Beruf einen spürbaren Teil aus. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Bereitschaftsmodell.

Wusstest du?

Sicherheitstechnische Anlagen wie Notbeleuchtung und Brandmeldeanlagen unterliegen wiederkehrenden Prüfpflichten mit festen Fristen. Wer sie versäumt, riskiert nicht nur die Anlage, sondern den Versicherungsschutz des Gebäudes.

In deiner Nähe

Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben zwischen rund 1.300 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg über dem Durchschnitt, in kritischer Infrastruktur mit Bereitschaftszulagen noch darüber.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme?

Du betreibst und wartest die technischen Anlagen großer Gebäude: Energieversorgung, Beleuchtung, Sicherheitstechnik, Förderanlagen, Notstrom. Dazu kommen Prüfungen, Störungsdienst und Dokumentation.

Was ist der Unterschied zur Gebäudesystemintegration?

Die Systemintegration plant und vernetzt. Du sorgst dafür, dass die Anlagen im laufenden Betrieb funktionieren, geprüft sind und im Störfall schnell wieder laufen.

Gibt es Bereitschaftsdienst?

In großen Liegenschaften ja. Ein Ausfall in einem Krankenhaus oder Rechenzentrum wartet nicht bis Montag; Bereitschaft wird gesondert vergütet.

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