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Berufsfeld Planung & Vermessung · Duale Ausbildung

Technische/r Systemplaner/in

Du planst technische Systeme für Gebäude, Stahlbau oder Elektrotechnik am CAD-Arbeitsplatz. Leitungen, Anlagen, Bauteile, Räume, Normen und Kollisionsfreiheit werden in Plänen und Modellen zusammengeführt.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 794 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 794 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Ingenieur- und Planungsbüros, Elektro-, Stahlbau-, Heizungs-, Klima-, Sanitär- und Anlagenbauunternehmen.

  • Planungsgrundlagen und Anforderungen auswerten
  • Anlagen und Systeme in 2D und 3D konstruieren
  • Leitungswege, Bauteile und Anschlüsse planen
  • Berechnungen, Mengen und Stücklisten erstellen
  • Kollisionen und Normvorgaben prüfen
  • Planstände dokumentieren und mit Projektbeteiligten abstimmen

Ein Tag als Technische/r Systemplaner/in

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Planungsgrundlagen und Anforderungen auswerten; Anlagen und Systeme in 2D und 3D konstruieren; Leitungswege, Bauteile und Anschlüsse planen. Später kommen hinzu: Berechnungen, Mengen und Stücklisten erstellen; Kollisionen und Normvorgaben prüfen; Planstände dokumentieren und mit Projektbeteiligten abstimmen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Planbesprechung.

Der Architekt hat die Grundrisse geändert, und die Leitungsführung passt jetzt nicht mehr.

8:00 Uhr

Am CAD: Trassen neu legen, Kollisionen mit Lüftung und Statik prüfen.

9:00 Uhr

Berechnung.

Rohrdurchmesser, Druckverlust, Leistungsbedarf. Zahlen, an denen später eine Anlage hängt.

11:30 Uhr

Stückliste und Ausschreibungstexte für das Gewerk zusammenstellen.

13:30 Uhr

Baustelle: Aufmaß nehmen, weil der Bestand nicht dem Plan entspricht.

Das ist der Normalfall.

15:00 Uhr

Planstand sichern und an die Beteiligten verteilen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du sitzt fast den ganzen Tag am Bildschirm, und das über Jahre.
  • Pläne ändern sich ständig. Was du gestern gezeichnet hast, kann heute hinfällig sein.
  • Du arbeitest zwischen Architekt, Statiker und ausführendem Betrieb, und jeder hat andere Vorstellungen.
  • Ein Fehler in der Planung wird auf der Baustelle teuer, und dann wird gesucht, wer ihn gemacht hat.

Besser als sein Ruf

  • Der Beruf ist gesucht. Ohne Systemplaner kommt kein Gebäude durch die Planungsphase.
  • Energiewende, Wärmepumpen und Nachrüstung sorgen dafür, dass die Auftragsbücher voll sind.
  • Du arbeitest am Rechner und siehst das Ergebnis trotzdem als gebautes Haus.
  • Der Weg über Techniker oder Studium ist gut ausgebaut und wird von vielen Büros unterstützt.

Passt zu dir, wenn …

  • du Gebäude und Technik räumlich planen möchtest
  • du lange konzentriert am Computer arbeiten kannst
  • du Normen, Maße und Schnittstellen genau prüfst
  • du dich mit vielen Projektbeteiligten abstimmst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 794 €
  • 2. Ausbildungsjahr 946 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.128 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.538 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die starke Spannweite entsteht durch unterschiedliche Fachrichtungen, Branchen und Tarifgebiete.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Planungsbüros und technischen Unternehmen
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Mathematik, Informatik, Physik, Werken/Technik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • CAD- und BIM-Systeme anwenden
  • technische Systeme und Bauteile planen
  • Normen, Maße und Berechnungen nutzen
  • Leitungs- und Trassenwege entwickeln
  • Ausführungs-, Montage- und Detailpläne erstellen
  • Daten und Planstände koordinieren
  • eine Fachrichtung vertiefen

Fachrichtungen

Die Fachrichtung bestimmt, ob Strom- und Kommunikationssysteme, Stahlkonstruktionen oder Heizungs-, Klima-, Sanitär- und weitere Versorgungstechnik geplant werden.

– Elektrotechnische Systeme

– Stahl- und Metallbautechnik

– Versorgungs- und Ausrüstungstechnik

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Techniker/in in der jeweiligen FachrichtungÜber eine Fachschule kommst du in Planung und Projektleitung: eigene Anlagen auslegen, Ausschreibungen schreiben, Baustellen begleiten.
  • BIM-KoordinationGebäude werden zunehmend als dreidimensionales Modell geplant, in dem alle Gewerke zusammenlaufen. Wer BIM beherrscht, koordiniert diese Modelle und ist in Planungsbüros stark gefragt.
  • Spezialisierung auf GebäudetechnikWärmepumpen, Lüftung, Kälte, Sprinkleranlagen, Ladeinfrastruktur: Die Gebäudetechnik ist das Feld, das durch Energiewende und Nachrüstung am schnellsten wächst.
  • Studium Versorgungstechnik oder ElektrotechnikMit Fachhochschulreife oder über den Technikerabschluss kannst du studieren und danach als Ingenieur planen und verantworten.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Mit Technikerabschluss oder BIM-Verantwortung ca. 3.500–4.600 € brutto im Monat

Große Planungsbüros und Industrieunternehmen zahlen deutlich besser als kleine Betriebe, und in der Gebäudetechnik ist die Nachfrage derzeit hoch. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, mit welcher Software gearbeitet wird.

Wusstest du?

Der Beruf heißt erst seit 2011 so. Vorher hießen die drei Fachrichtungen Technische Zeichner, und der neue Name sagt, was sich geändert hat: geplant wird ein System, nicht eine Zeichnung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Technische/r Systemplaner/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist bei rund 800 bis 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark daran, ob du in einem großen Planungsbüro oder in einem kleinen Handwerksbetrieb arbeitest.

Welche Fachrichtungen gibt es bei Technische/r Systemplaner/in?

Drei: Elektrotechnische Systeme, Stahl- und Metallbautechnik sowie Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Der Betrieb legt die Richtung mit dem Ausbildungsvertrag fest.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Bin ich den ganzen Tag am Rechner?

Weitgehend ja. Gezeichnet und gerechnet wird mit CAD-Software. Baustellenbesuche und Aufmaße vor Ort kommen dazu, machen aber den kleineren Teil aus.

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