Berufsfeld Logistik & Verkehr · Duale Ausbildung
Eisenbahner/in im Betriebsdienst – Lokführer/in und Transport
- 3 Jahre
- ca. 1.324–1.531 € im 1. Jahr
- Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss möglich
3 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 1.324 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Abschlussprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest bei Eisenbahnverkehrsunternehmen im Personen- oder Güterverkehr. Der Hauptarbeitsplatz ist der Führerstand, dazu kommen Bahnhöfe, Abstellanlagen, Werkstätten und Rangierbereiche.
- Triebfahrzeuge übernehmen und vor der Fahrt kontrollieren
- Bremsproben, Fahrzeug- und Zugvorbereitung durchführen
- Personen- oder Güterzüge nach Fahrplan und Regelwerk führen
- Signale, Geschwindigkeit, Strecke und technische Anzeigen beobachten
- bei Abweichungen, Störungen und Notfällen richtig reagieren
- betriebliche Meldungen austauschen und Fahrten dokumentieren
Ein Tag als Eisenbahner/in im Betriebsdienst – Lokführer/in und Transport
So läuft dein Tag
Vor Dienstbeginn prüfst du Auftrag, Strecke und Besonderheiten. Du übernimmst das Triebfahrzeug, kontrollierst sicherheitsrelevante Einrichtungen und bereitest den Zug vor. Im Führerstand beobachtest du Signale, Fahrplandaten, Geschwindigkeit und technische Anzeigen. Bei Baustellen, Verspätungen oder Störungen wendest du das Regelwerk an und stimmst dich mit der Zugverkehrssteuerung ab. Im Güterverkehr kommen Rangier- und Zugbildungsaufgaben hinzu, im Personenverkehr auch Fahrgastinformationen.
Dienstantritt, Fahrplanunterlagen und Langsamfahrstellen durchgehen.
Fahrzeug übernehmen, Bremsprobe, Funktionsprüfungen.
Abfahrt.
Ab jetzt zählen Signale, Geschwindigkeitsprofil und Pünktlichkeit.
Wende im Zielbahnhof, kurze Pause, Fahrzeugwechsel.
Störung im Streckenabschnitt: Anweisung des Fahrdienstleiters abwarten und umsetzen.
Fahrzeug abstellen, Unregelmäßigkeiten melden, Dienstende.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtdienst rund um die Uhr, auch an Weihnachten.
- Allein im Führerstand über Stunden. Das mag nicht jeder.
- Hohe Verantwortung: Ein überfahrenes Signal ist ein meldepflichtiges Ereignis.
- Personenunfälle gehören zum Berufsrisiko und werden nachbetreut.
Besser als sein Ruf
- Die Ausbildungsvergütung ist eine der höchsten in Deutschland überhaupt.
- Der Beruf ist gesucht; die Übernahme ist praktisch sicher.
- Eisenbahnverkehr wächst politisch gewollt, die Aussichten sind gut.
- Sehr geregelte Abläufe: Was zu tun ist, steht im Regelwerk und nicht im Bauchgefühl.
Passt zu dir, wenn …
- du große Fahrzeuge und Technik magst
- du lange konzentriert und eigenverantwortlich arbeiten kannst
- du Regeln auch unter Zeitdruck exakt einhältst
- du mit Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit klarkommst
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr ab ca. 1.324 €
- 2. Ausbildungsjahr tariflich ansteigend innerhalb der DB-Spanne
- 3. Ausbildungsjahr bis ca. 1.531 €
Arbeitgeberbeispiel Deutsche Bahn, gültig ab 01.07.2026, brutto pro Monat
Die DB nennt eine Spanne von 1.324 bis 1.531 € je nach Ausbildungsjahr sowie Weihnachtsgeld. Andere Eisenbahnunternehmen können andere Tarifwerte haben.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung bei Eisenbahnverkehrsunternehmen
- Dauer 3 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss möglich
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben; konkrete Arbeitgeber legen ihre Anforderungen fest. Technik, Physik, Mathematik und sicheres Deutsch helfen dir beim Regelwerk und Fahrzeug. Zusätzlich wird die gesundheitliche und psychologische Eignung geprüft.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Seh- und Hörvermögen, Konzentration, Reaktion, Zuverlässigkeit und Bereitschaft zum Schichtdienst sind für die spätere Tätigkeit entscheidend.
Was du lernst
- Triebfahrzeuge und Züge vorbereiten und prüfen
- Regeln des sicheren Bahnbetriebs anwenden
- Züge führen, rangieren und bremsen
- Signale, Fahrplandaten und Sicherungssysteme nutzen
- Störungen erkennen und festgelegte Maßnahmen durchführen
- mit Zugverkehrssteuerung und weiteren Beteiligten kommunizieren
- im Einsatzgebiet Personenverkehr oder Güterverkehr vertiefen
Einsatzgebiete
Das Einsatzgebiet prägt Fahrzeuge, Abläufe und zusätzliche Aufgaben. Der gemeinsame Berufsabschluss bleibt derselbe.
– Personenverkehr
– Güterverkehr
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- Triebfahrzeugführer im FernverkehrNach Zusatzqualifikationen fährst du schnelle Fernzüge oder schwere Güterzüge über lange Strecken.
- Ausbilder und LehrlokführerWer Nachwuchs einweist, gibt Fahrpraxis weiter. Dringend gebraucht, weil viele Kollegen in Rente gehen.
- Disponent in der TransportsteuerungVon der Lok in die Leitstelle: Züge planen, umleiten und Anschlüsse sichern.
- Fachwirt für den BahnbetriebDie Aufstiegsfortbildung führt in Führungsaufgaben im Eisenbahnverkehrsunternehmen.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat
- Mit Erfahrung im Fernverkehr ca. 3.700–4.600 € brutto im Monat
Es gilt der jeweilige Bahn-Tarifvertrag, dazu kommen Schicht- und Wochenendzuschläge. Manche Tarifverträge lassen die Wahl zwischen mehr Geld und mehr freien Tagen.
Wusstest du?
Vor jeder Fahrt wird eine Bremsprobe gemacht: Der Zug wird durchgebremst und gelöst, während geprüft wird, ob jeder Wagen mitmacht. Erst danach gibt es die Bremszettel, und ohne den fährt kein Zug ab.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Eisenbahner/in im Betriebsdienst?
Du führst Triebfahrzeuge und stellst Züge zusammen: Fahrzeuge vorbereiten und prüfen, rangieren, Wagen kuppeln, Bremsproben durchführen, Züge nach Fahrplan und Signalen führen.
Wie viel verdient man als Eisenbahner/in im Betriebsdienst?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.324 bis 1.531 € im ersten Jahr und damit an der Spitze aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt, mit Zuschlägen für Nacht, Sonntag und Feiertag.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Lokführer und Transport sowie Fahrweg. In der ersten führst du Züge, in der zweiten steuerst du den Fahrweg über Stellwerke.
Arbeitet man im Schichtdienst?
Ja, rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Dafür gibt es Zuschläge und in vielen Tarifverträgen zusätzliche freie Tage.
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