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Berufsfeld Logistik & Verkehr · Duale Ausbildung

Fachkraft im Fahrbetrieb

Du fährst Bus, Straßenbahn oder U-Bahn und arbeitest zugleich im Kundenservice und im Betrieb. Du kontrollierst Fahrzeuge, informierst Fahrgäste, verkaufst Tickets und unterstützt Planung und Organisation des öffentlichen Verkehrs.
  • 3 Jahre
  • ca. 825–1.368 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 825 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei kommunalen und privaten Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Unternehmen. Arbeitsorte sind Fahrzeug, Betriebshof, Leitstelle, Kundenzentrum und Büro.

  • Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen sicher führen
  • Fahrzeuge vor dem Einsatz kontrollieren
  • Fahrgäste informieren, beraten und bei Störungen unterstützen
  • Tickets verkaufen und Tarife erklären
  • bei Unfällen und Notfällen richtig handeln
  • Dienst-, Fahrzeug- und Angebotsplanung unterstützen

Ein Tag als Fachkraft im Fahrbetrieb

So läuft dein Tag

Vor Dienstbeginn übernimmst du Fahrzeug und Fahrplan und prüfst Sicherheit und Funktion. Während der Fahrt beachtest du Verkehr, Signale, Haltestellen und Fahrgäste. Bei einer Störung informierst du verständlich und stimmst dich mit Leitstelle und Betrieb ab. Während der Ausbildung lernst du zusätzlich Kundenzentrum, Werkstatt, Leitstelle und Planung kennen. Du wertest Betriebsdaten aus und hilfst, Dienstpläne oder Angebote zu verbessern.

Dienstantritt im Depot, Fahrzeug übernehmen und prüfen.

4:45 Uhr

Erste Fahrt.

Der Fahrplan gilt ab der ersten Haltestelle.

5:20 Uhr

Berufsverkehr: volle Bahn, Anschlüsse im Blick, Durchsagen machen.

8:00 Uhr

Wendezeit, kurze Pause, danach Dienstwechsel auf eine andere Linie.

10:30 Uhr

Straßensperrung: Umleitung fahren und die Leitstelle informieren.

13:00 Uhr

Fahrzeug abstellen, Schäden melden, Dienstschluss.

14:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtdienst mit sehr frühen und sehr späten Diensten.
  • Fahrgäste sind nicht immer freundlich, besonders bei Verspätung.
  • Konzentration im Verkehr über Stunden, dazu enge Fahrpläne.
  • Feiertagsdienste gehören dazu.

Besser als sein Ruf

  • Öffentlicher Dienst: sichere Stelle, Tarif, planbare Schichtpläne.
  • Führerscheine im Wert mehrerer tausend Euro kommen mit der Ausbildung.
  • Der Nahverkehr wird ausgebaut; Personal wird dringend gesucht.
  • Verantwortung ab dem ersten Tag, mit direktem Kontakt zu Menschen.

Passt zu dir, wenn …

  • du Fahren und Menschenkontakt verbinden möchtest
  • du auch im dichten Verkehr ruhig bleibst
  • du Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit akzeptieren kannst
  • du Verantwortung und klare Regeln ernst nimmst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 825–1.270 € (Verkehrsgewerbe) bzw. 1.368 € (öffentlicher Dienst)
  • 2. Ausbildungsjahr 885–1.333 € bzw. 1.418 €
  • 3. Ausbildungsjahr 977–1.401 € bzw. 1.464 €

Beispielhafte Spannen nach Arbeitgeberbereich 2026, brutto pro Monat

Kommunale Verkehrsbetriebe und private Verkehrsunternehmen vergüten nach unterschiedlichen Tarifwerken.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Verkehrsbetrieben
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Mathematik, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr führen
  • Fahrzeuge und Betriebssicherheit kontrollieren
  • Tarife, Tickets und Fahrgastinformation anwenden
  • Kunden beraten und Konflikte deeskalieren
  • bei Störungen, Unfällen und Notfällen handeln
  • Leitstelle, Planung und Betriebsorganisation kennenlernen
  • Qualität, Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkung berücksichtigen

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der Betrieb bestimmt, ob Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder mehrere Verkehrsmittel ausgebildet werden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Fahrdienst und FahrausweisprüfungBus, Straßenbahn oder U-Bahn fahren ist der Kern, dazu kommen Kontrolle und Fahrgastbetreuung.
  • LeitstelleIn der Leitstelle steuerst du den Betrieb: Umleitungen, Anschlüsse, Störungen.
  • Ausbilder im FahrdienstNeue Kolleginnen und Kollegen einweisen ist eine gefragte Zusatzaufgabe.
  • Meister für VerkehrsserviceDie Aufstiegsfortbildung führt in Planung, Disposition und Führungsaufgaben im Verkehrsbetrieb.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Mit Erfahrung oder in der Leitstelle ca. 3.300–4.200 € brutto im Monat

Meist gilt der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes oder ein Nahverkehrstarif, dazu Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag.

Wusstest du?

Der Fahrplan im Nahverkehr ist auf Sekunden gerechnet, inklusive Haltezeiten und Ampelphasen. Viele Betriebe geben ihren Fahrzeugen an Ampeln Vorrang: Ein Signal im Fahrzeug meldet sich an, und die Ampel schaltet passend um.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht eine Fachkraft im Fahrbetrieb?

Du fährst und betreust den öffentlichen Nahverkehr: Fahrzeuge führen und prüfen, Fahrgäste informieren, Störungen melden, Anschlüsse sichern, Fahrpläne und Einsätze mitgestalten.

Wie viel verdient man als Fachkraft im Fahrbetrieb?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Träger bei rund 825 bis 1.368 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung gilt meist der Tarif des öffentlichen Dienstes mit Schicht- und Wochenendzuschlägen.

Bekommt man den Busführerschein?

Ja, die Klasse D gehört zur Ausbildung, ebenso die Fahrberechtigungen für Straßenbahn oder U-Bahn, je nach Betrieb.

Wann darf man Bus fahren?

Für den Linienverkehr im eigenen Betrieb gilt in der Ausbildung eine abgesenkte Altersgrenze. Der Betrieb erklärt im Bewerbungsgespräch genau, ab wann was möglich ist.

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