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Berufsfeld Logistik & Verkehr · Schulische Ausbildung

Disponent/in - Integrierte Leitstelle

In dieser Ausbildung arbeitest du an Notrufabfrage, Einsatzmittel und koordinierte Gefahrenabwehr. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • Meist ohne Vergütung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Integrierten Leitstellen, Rettungsleitstellen oder Feuerwehrleitstellen.

  • Notrufe und Meldungen strukturiert abfragen
  • Einsatzart und Dringlichkeit beurteilen
  • Rettungsdienst, Feuerwehr oder weitere Kräfte disponieren
  • Einsatzkräfte mit Informationen versorgen
  • Lageentwicklung auf digitalen Systemen verfolgen
  • Gespräche und Einsatzentscheidungen dokumentieren

Ein Tag als Disponent/in - Integrierte Leitstelle

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Notrufabfrage, Einsatzmittel und koordinierte Gefahrenabwehr, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Schichtübergabe: laufende Einsätze, Ausfälle, besondere Lagen.

6:00 Uhr

Erster Notruf.

Abfrageschema führt durch das Gespräch, parallel läuft die Alarmierung.

6:30 Uhr

Verkehrsunfall mit mehreren Beteiligten: Kräfte nachalarmieren, Rettungsmittel nachführen.

9:00 Uhr

Krankentransporte disponieren und Fahrzeuge im Gebiet neu verteilen.

12:00 Uhr

Feuermeldung: Feuerwehr alarmieren, Wasserversorgung und Zufahrt klären.

15:00 Uhr

Einsatzdokumentation abschließen, Übergabe vorbereiten.

17:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Wechselschicht rund um die Uhr, auch an Feiertagen.
  • Du hörst Menschen in ihrer schlimmsten Minute und musst ruhig bleiben.
  • Entscheidungen fallen in Sekunden und haben Folgen.
  • Belastende Einsätze bleiben hängen; Nachsorge ist wichtig und wird angeboten.

Besser als sein Ruf

  • Sehr sinnvolle Arbeit: Die erste Hilfe beginnt am Telefon.
  • Öffentlicher Dienst mit Tarif, Zulagen und sicherer Stelle.
  • Anspruchsvolle Technik und ständige Weiterbildung.
  • Ein eingespieltes Team, das in schweren Lagen zusammensteht.

Passt zu dir, wenn …

  • du ruhig und klar telefonierst
  • du mehrere Informationen gleichzeitig ordnen kannst
  • du schnelle Entscheidungen nachvollziehbar triffst
  • du Schichtdienst und hohe Verantwortung akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Fachschul- oder Spezialausbildung mit intensiven Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Je nach Schule

Gut zu wissen

Dauer: landesabhängig; häufig aufbauender Bildungsgang

Was gilt, hängt vom Bundesland ab. Meist bringst du eine abgeschlossene Ausbildung im Rettungsdienst oder in der Feuerwehrtechnik mit, dazu Berufserfahrung.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Notrufgespräche strukturiert führen
  • medizinische und feuerwehrtechnische Lagen einordnen
  • Leitstellen- und Geoinformationssysteme bedienen
  • Einsatzmittel taktisch disponieren
  • Kommunikations- und Funkverfahren nutzen
  • rechtliche und organisatorische Vorgaben anwenden
  • Belastungssituationen professionell bewältigen

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Schichtführung in der LeitstelleWer eine Schicht führt, verantwortet Personal, Lagebild und die Zusammenarbeit mit den Behörden.
  • Ausbilder und PraxisanleiterNeue Kolleginnen und Kollegen einzuarbeiten ist in Leitstellen eine eigene, gefragte Rolle.
  • FührungsdienstÜber feuerwehrtechnische oder rettungsdienstliche Fortbildungen geht es in den Einsatzführungsdienst.
  • Qualitätsmanagement und EinsatzauswertungEinsätze auswerten und Abfrageschemata verbessern ist Arbeit, die im nächsten Notruf Leben rettet.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg in der Leitstelle ca. 3.100–3.600 € brutto im Monat
  • Mit Schichtführung ca. 3.800–4.600 € brutto im Monat

Leitstellen sind fast immer bei Kommunen, Kreisen oder Hilfsorganisationen angesiedelt; bezahlt wird nach TVöD oder vergleichbarem Tarif, dazu Schicht- und Wechselschichtzulagen.

Wusstest du?

Bei einem Herzstillstand beginnt die Wiederbelebung nicht mit dem Rettungswagen, sondern am Telefon: Der Disponent erkennt die Lage am Atemmuster und leitet den Anrufer beim Drücken an. Diese Telefonreanimation gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen der Notfallrettung überhaupt.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Disponent/in in der Integrierten Leitstelle?

Du nimmst Notrufe an und entscheidest, was passiert: Meldung strukturiert abfragen, Dringlichkeit beurteilen, Rettungsdienst und Feuerwehr alarmieren, Einsatzkräfte informieren, die Lage verfolgen und alles dokumentieren.

Wie wird man Disponent/in in einer Integrierten Leitstelle?

Der Weg ist landesrechtlich geregelt und setzt in der Regel eine abgeschlossene rettungsdienstliche oder feuerwehrtechnische Ausbildung samt Berufserfahrung voraus. Zugang, Dauer und Bezeichnung unterscheiden sich zwischen den Bundesländern.

Gibt es eine Ausbildungsvergütung?

Meist nicht als eigene Ausbildungsvergütung: Häufig arbeitest du bereits bei einem Träger und wirst dort weiterqualifiziert. Frag beim Träger nach, wie es in deinem Bundesland läuft.

Muss man im Rettungsdienst gearbeitet haben?

In den meisten Ländern ja. Wer schon draußen war, weiß, was eine Meldung am Telefon für die Einsatzkräfte bedeutet.

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