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Berufsfeld Landwirtschaft, Natur & Tiere · Duale Ausbildung

Umwelttechnologe/-technologin - Wasserversorgung

Du gewinnst, bereitest und verteilst Trinkwasser. Brunnen, Filter, Pumpen, Speicher, Rohrnetze, Laborwerte und digitale Leittechnik müssen zuverlässig zusammenarbeiten und höchste Hygieneanforderungen erfüllen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.167–1.291 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.167 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Wasserwerken, bei kommunalen und privaten Versorgern, Brunnen- und Aufbereitungsanlagen sowie industriellen Wassersystemen.

  • Wasserressourcen, Brunnen und Schutzgebiete kontrollieren
  • Rohwasserproben nehmen und Qualität beurteilen
  • Filter-, Dosier- und Aufbereitungsanlagen betreiben
  • Pumpen, Behälter und Verteilnetze überwachen
  • Mess-, Steuer- und Regeltechnik bedienen
  • Anlagen warten, Störungen beheben und Werte dokumentieren

Ein Tag als Umwelttechnologe/-technologin - Wasserversorgung

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Wasserressourcen, Brunnen und Schutzgebiete kontrollieren; Rohwasserproben nehmen und Qualität beurteilen; Filter-, Dosier- und Aufbereitungsanlagen betreiben. Später kommen hinzu: Pumpen, Behälter und Verteilnetze überwachen; Mess-, Steuer- und Regeltechnik bedienen; Anlagen warten, Störungen beheben und Werte dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Messwerte der Nacht prüfen: Drücke, Durchflüsse, Behälterstände.

6:30 Uhr

Probenahme im Netz.

Vorschrift, und die Ergebnisse gehen an die Behörde.

7:30 Uhr

Wartung an der Aufbereitung: Filter spülen, Dosierung prüfen.

9:30 Uhr

Rohrbruch gemeldet.

Absperren, Bereich informieren, Schaden aufgraben lassen.

11:30 Uhr

Hausanschluss setzen und dokumentieren.

14:00 Uhr

Nachweise führen und Bereitschaft übergeben.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Rufbereitschaft gehört dazu: Ein Rohrbruch nachts wartet nicht bis Montag.
  • Arbeiten im Graben, in Schächten und Behältern, oft bei Nässe und Kälte.
  • Die Nachweispflichten sind umfangreich, und eine Probe außerhalb der Grenzwerte löst sofort Meldeketten aus.
  • Der Beruf ist unbekannt, obwohl ihn jeder täglich benutzt.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten überhaupt, und danach gilt Tarif.
  • Der Arbeitsplatz ist so sicher wie wenige: Trinkwasser wird immer gebraucht.
  • Der Beruf verbindet Verfahrenstechnik, Chemie, Mechanik und Netzbetrieb.
  • Du bist dafür verantwortlich, dass aus dem Hahn etwas kommt, das man trinken kann.

Passt zu dir, wenn …

  • du Umwelt und technische Anlagen verbinden möchtest
  • du Hygiene und Messwerte äußerst genau behandelst
  • du kritische Infrastruktur verantwortungsvoll betreibst
  • du Außeneinsätze und Bereitschaftsdienst akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.167–1.291 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.253–1.341 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.304–1.387 €

Branchenorientierung für private Umweltwirtschaft und öffentlichen Dienst 2025, veröffentlicht 2026

Wasserversorger können kommunal, öffentlich oder privat organisiert sein.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und öffentlichem Dienst
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Biologie, Physik, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Wasserressourcen und Wasserschutz verstehen
  • Wasserbeschaffenheit untersuchen
  • Aufbereitungsprozesse betreiben
  • Förderung, Speicherung und Verteilung sichern
  • Pumpen und elektrische Anlagen bedienen
  • Mess-, Steuer- und Regeltechnik anwenden
  • Trinkwasserhygiene und Kundenanlagen beurteilen

Monoberuf

Die seit 2024 geltende Ausbildung ist ein Monoberuf. Wassergewinnung, Aufbereitung, Speicherung, Netze und Kundenanlagen werden je nach Versorger unterschiedlich vertieft.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in für WasserversorgungstechnikDie Aufstiegsfortbildung. Danach führst du Anlagen und Netz, planst Personal und verantwortest die Trinkwasserqualität.
  • Netz- und LeckortungEin Rohrnetz verliert Wasser, und die undichte Stelle liegt unter der Straße. Wer sie findet, spart dem Versorger sechsstellige Beträge.
  • AufbereitungstechnikEnthärtung, Entsäuerung, Filtration, Aufbereitung von Uferfiltrat: Verfahren mit eigener Chemie und strengen Grenzwerten.
  • Techniker/in oder StudiumÜber Fachschule oder Hochschule kommst du in Planung, Betriebsführung und Überwachung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg im öffentlichen Dienst ca. 3.000–3.400 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder Netzverantwortung ca. 3.800–4.700 € brutto im Monat

Die Arbeitgeber sind Stadtwerke, Zweckverbände und Kommunen, deshalb ist die Bezahlung tariflich geregelt, mit Zusatzversorgung und Bereitschaftszulagen. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Bereitschaftsmodell.

Wusstest du?

Trinkwasser ist in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Die Proben dafür nimmt und dokumentiert genau dieser Beruf, und zwar nach einem Plan, der behördlich festgelegt ist.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei kommunalen Versorgern zwischen rund 1.170 und 1.290 € im ersten Jahr und damit weit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung gilt der TVöD oder ein Haustarif.

Was macht ein/e Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung?

Du gewinnst, bereitest auf und verteilst Trinkwasser: Brunnen und Aufbereitung betreiben, Netz und Behälter überwachen, Proben nehmen, Hausanschlüsse setzen, Störungen beheben und alles nachweisen.

Was ist der Unterschied zur Abwasserbewirtschaftung?

Dieselbe Ausbildungsordnung, andere Richtung: Du machst Wasser trinkbar und bringst es zu den Leuten. Die Abwasserseite nimmt es hinterher wieder auf.

Wie streng sind die Vorschriften?

Sehr streng. Trinkwasser ist das am strengsten überwachte Lebensmittel in Deutschland, und jede Probe und jede Arbeit am Netz ist nachweispflichtig.

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