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Berufsfeld Landwirtschaft, Natur & Tiere · Duale Ausbildung

Umwelttechnologe/-technologin - Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Du sorgst dafür, dass Abfälle und Wertstoffe sicher erfasst, sortiert, behandelt, verwertet oder beseitigt werden. Stoffkenntnis, Gefahrgut, Logistik, Anlagensteuerung und Kundenberatung gehören zusammen.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.167 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.167 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei kommunalen und privaten Entsorgern, Recyclinganlagen, Wertstoffhöfen, Deponien, Industrie- und Sonderabfallbetrieben.

  • Abfälle und Wertstoffe annehmen und deklarieren
  • Stoffe nach Eigenschaften und Risiken beurteilen
  • Sammlung, Transport und Lagerung organisieren
  • Sortier-, Behandlungs- und Verwertungsanlagen bedienen
  • Proben, Mengen und Qualitätsdaten kontrollieren
  • Kunden beraten und Entsorgungsnachweise dokumentieren

Ein Tag als Umwelttechnologe/-technologin - Kreislauf- und Abfallwirtschaft

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Abfälle und Wertstoffe annehmen und deklarieren; Stoffe nach Eigenschaften und Risiken beurteilen; Sammlung, Transport und Lagerung organisieren. Später kommen hinzu: Sortier-, Behandlungs- und Verwertungsanlagen bedienen; Proben, Mengen und Qualitätsdaten kontrollieren; Kunden beraten und Entsorgungsnachweise dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Anlieferungen annehmen.

Was hereinkommt, wird gewogen, geprüft und eingestuft.

6:00 Uhr

Sortieranlage fahren.

Bandgeschwindigkeit, Abscheider, Störstoffe im Blick behalten.

8:00 Uhr

Störung beheben: Etwas hat sich in einer Presse verklemmt, und das passiert täglich.

10:30 Uhr

Probenahme und Einstufung eines gefährlichen Abfalls.

12:30 Uhr

Nachweise führen: Entsorgungsnachweise, Begleitscheine, Mengen.

14:00 Uhr

Anlagenkontrolle und Übergabe.

15:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Staub, Geruch und Lärm gehören zum Arbeitsplatz.
  • Schichtbetrieb in vielen Anlagen, und im Winter ist der Annahmebereich kalt.
  • Das Abfallrecht ist umfangreich und wird kontrolliert; eine falsche Einstufung hat Folgen.
  • Der Beruf hat ein Ansehensproblem, das er nicht verdient.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt, und kommunale Betriebe zahlen nach Tarif.
  • Kreislaufwirtschaft ist ein Wachstumsfeld: Was heute Abfall heißt, ist morgen Rohstoff.
  • Der Beruf verbindet Anlagentechnik, Chemie und Recht.
  • Der Arbeitsplatz ist krisenfest: Abfall fällt in jeder Konjunkturlage an.

Passt zu dir, wenn …

  • du Umweltschutz und industrielle Prozesse verbinden möchtest
  • du Stoffe, Mengen und Nachweise sehr genau behandelst
  • du Maschinen und Logistik magst
  • du Gerüche, Schmutz und Schutzkleidung akzeptierst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.167 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.253 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.304 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Private Entsorger und öffentliche Arbeitgeber können unterschiedlich vergüten.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und öffentlichem Dienst
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Biologie, Mathematik, Geografie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Abfälle, Wertstoffe und gefährliche Stoffe unterscheiden
  • Kreislauf- und Entsorgungswege planen
  • Logistik, Lagerung und Dokumentation bearbeiten
  • Sortier- und Behandlungsanlagen betreiben
  • Stoffgemische herstellen und trennen
  • Gefahrgut-, Hygiene- und Sicherheitsregeln anwenden
  • Kunden beraten und Angebote unterstützen

Monoberuf

Die seit 2024 geltende Ausbildung ist ein Monoberuf. Sammlung, Logistik, Sortierung, Verwertung, Behandlung oder Beseitigung werden je nach Betrieb unterschiedlich vertieft.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in für Kreislauf- und AbfallwirtschaftDie Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du eine Anlage oder eine Schicht und verantwortest Genehmigungen und Nachweise.
  • Sortier- und AufbereitungstechnikAus Gemisch wird Rohstoff. Wer Sortieranlagen einstellt und die Ausbeute verbessert, arbeitet an der Stelle, an der sich das Geschäft entscheidet.
  • Gefährliche AbfälleAnnahme, Einstufung, Nachweisführung: ein Feld mit strengem Recht, wenigen Fachleuten und entsprechender Bezahlung.
  • Techniker/in oder StudiumÜber Fachschule oder Hochschule kommst du in Betriebsführung, Planung und in die Überwachung bei Behörden.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.300 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder Anlagenverantwortung ca. 3.700–4.600 € brutto im Monat

Kommunale Entsorger zahlen nach TVöD mit Zusatzversorgung; private Betriebe unterschiedlich, oft mit Schichtzuschlägen. Frag im Bewerbungsgespräch nach Träger und Tarifwerk.

Wusstest du?

Jeder gefährliche Abfall bekommt eine sechsstellige Abfallschlüsselnummer, und an ihr hängt, wohin er darf und wer ihn transportieren muss. Die Einstufung vorzunehmen gehört zu den Aufgaben dieses Berufs.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei kommunalen Betrieben bei rund 1.170 € im ersten Jahr und damit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung gilt bei kommunalen Entsorgern der TVöD.

Was macht ein/e Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Du nimmst Abfälle an, stufst sie ein, betreibst Sortier-, Behandlungs- und Verwertungsanlagen, überwachst Prozesse, führst Nachweise und hältst die Anlagen instand.

Hieß der Beruf nicht anders?

Ja. Bis 2024 hieß er Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Die neue Ordnung fasst vier Umweltberufe unter einem Namen zusammen.

Ist der Beruf schmutzig?

Ja, und dagegen gibt es Schutzkleidung, Hygieneregeln und Impfschutz. Der größere Teil der Arbeit ist Anlagenbetrieb und Dokumentation.

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