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Berufsfeld Gesundheit & Medizin · Schulische Ausbildung

Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an Arzneimittel, Rezeptur, Prüfung und pharmazeutische Beratung. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 2,5 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 2,5 Jahre

2,5 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in öffentlichen oder Krankenhausapotheken, pharmazeutischen Laboren, Industrie oder weiteren Arzneimittelbereichen.

  • Arzneimittel und Ausgangsstoffe prüfen
  • Rezepturen im Labor herstellen
  • Qualitätsprüfungen und Berechnungen durchführen
  • Arzneimittel und Medizinprodukte bereitstellen
  • Kunden im fachlichen Rahmen informieren
  • Bestände und Dokumentation bearbeiten

Ein Tag als Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Arzneimittel, Rezeptur, Prüfung und pharmazeutische Beratung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Apotheke öffnen, Kühlware und Betäubungsmittel prüfen.

8:00 Uhr

Rezepte bearbeiten: Verordnung prüfen, Rabattverträge beachten.

8:30 Uhr

Beratung im Handverkauf, Wechselwirkungen im Blick behalten.

10:30 Uhr

Rezeptur herstellen: einwiegen, mischen, dokumentieren.

12:30 Uhr

Ausgangsstoffe prüfen und Prüfprotokolle schreiben.

14:30 Uhr

Bestellungen aufgeben, Lieferungen einräumen.

17:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Kein Gehalt während der schulischen Zeit, an privaten Schulen Schulgeld.
  • Lieferengpässe kosten täglich Zeit und Nerven.
  • Der Verdienst ist gemessen an der Verantwortung eher niedrig.
  • Notdienste in der Apotheke gehören dazu.

Besser als sein Ruf

  • Fachlich anspruchsvoll: Arzneimittelkunde ist echtes Wissen.
  • Apotheken suchen bundesweit; eine Stelle findet man überall.
  • Rezeptur und Klinik sind spannende Spezialbereiche.
  • Der Beruf verbindet Beratung, Chemie und Sorgfalt.

Passt zu dir, wenn …

  • du Chemie, Gesundheit und Beratung verbinden möchtest
  • du extrem genau rechnest und dokumentierst
  • du Verantwortung für Arzneimittel ernst nimmst
  • du freundlich und verständlich erklärst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Bundesrechtlich geregelt
  • Dauer 30 Monate: 24 Monate Schule plus 6 Monate Praktikum
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Ein Gesundheitsnachweis und weitere Unterlagen können dazukommen.

Bundesweit einheitliche Berufs- und Prüfungsregelung; Schulstandorte und Bewerbungsfristen unterscheiden sich regional.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: praktische Ausbildung beziehungsweise Praktika in Praxen, Kliniken oder Apotheken

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Arzneistoffe, Wirkungen und Risiken verstehen
  • Rezepturen und Defekturen herstellen
  • chemische und physikalische Prüfungen durchführen
  • Dosierungen und Mengen berechnen
  • Arzneimittelrecht und Qualität anwenden
  • Beratung und Kommunikation üben
  • Praktikum in einer Apotheke absolvieren

Ausbildungsvarianten

Der Berufsabschluss ist bundesrechtlich geregelt. Schulen können Lernangebote und Praxiskonzepte unterschiedlich organisieren, der staatliche Abschluss bleibt bundesweit vergleichbar.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Offizin-ApothekeBeratung und Abgabe in der öffentlichen Apotheke ist der häufigste Weg.
  • Rezeptur und DefekturIndividuell hergestellte Arzneimittel sind Facharbeit mit hoher Verantwortung.
  • KrankenhausapothekeKlinikversorgung und Zytostatikaherstellung sind eigene Bereiche mit Zulagen.
  • PharmaindustrieHerstellung, Qualitätskontrolle und Zulassung beschäftigen PTA.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg nach Tarif ca. 2.600–2.900 € brutto im Monat
  • Mit Berufsjahren oder in der Klinik ca. 3.100–3.900 € brutto im Monat

Der Tarifvertrag steigt nach Berufsjahren. Krankenhausapotheken zahlen häufig nach TVöD und damit besser.

Wusstest du?

Jede Rezeptur wird dokumentiert: Wer sie hergestellt hat, mit welchen Chargen und in welcher Menge. Diese Protokolle werden Jahre aufbewahrt, bei einer Rückfrage muss nachvollziehbar sein, was genau in einer Salbe von vorletztem Monat war.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in?

Du arbeitest in der Apotheke: Arzneimittel abgeben und beraten, Rezepturen herstellen, Ausgangsstoffe prüfen, Bestände und Verfallsdaten überwachen, Rezepte bearbeiten.

Wie viel verdient man als Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in?

In der Ausbildung gibt es meist keine Vergütung, weil sie schulisch ist; das anschließende Halbjahrespraktikum wird vergütet. Nach der Ausbildung gilt der Tarifvertrag für PTA mit Stufen nach Berufsjahren.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zweieinhalb Jahre: zwei Jahre Schule und ein halbes Jahr Praktikum in der Apotheke.

Darf man Arzneimittel abgeben?

Ja, unter Aufsicht eines Apothekers. Verantwortung und Beratung gehören zum Beruf; die abschließende Verantwortung liegt beim Apotheker.

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