Berufsfeld Gesundheit & Medizin · Schulische Ausbildung
Pflegefachassistent/in / Pflegefachassistenzperson
- 1,5 Jahre
- Vergütung nach Träger und Tarif
1,5 Jahre
Dauer der Ausbildung
Vergütung nach Träger und Tarif
Finanzierung der schulischen Ausbildung
Staatliche Prüfung
Abschluss der schulischen Ausbildung
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten, Tagespflege oder Einrichtungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf.
- Menschen bei Körperpflege und Mobilität unterstützen
- Vitalzeichen und Veränderungen beobachten
- Mahlzeiten und Alltagshandlungen begleiten
- Pflegemaßnahmen vorbereiten und dokumentieren
- Hygiene- und Schutzregeln einhalten
- mit Pflegefachkräften und Angehörigen kommunizieren
Ein Tag als Pflegefachassistent/in / Pflegefachassistenzperson
So läuft dein Tag
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um bundeseinheitliche Pflegefachassistenz ab Januar 2027, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Übergabe und Tagesplanung mit der Fachkraft.
Körperpflege und Ankleiden begleiten.
Frühstück, Trinkmengen und Appetit beobachten.
Mobilisation und Lagerung, Druckstellen kontrollieren.
Vitalzeichen messen und dokumentieren.
Beobachtungen weitergeben, Übergabe.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtdienst mit Wochenenden und Feiertagen.
- Körperlich schwere Arbeit.
- Der Handlungsspielraum ist gegenüber der Fachkraft begrenzt.
- Als Endabschluss bleibt der Verdienst darunter.
Besser als sein Ruf
- Achtzehn Monate bis zu einem bundesweit gültigen Abschluss.
- Anrechnung auf die Fachausbildung ist einheitlich geregelt.
- Sehr gute Übernahmechancen in jeder Region.
- Ein guter Weg, um Pflege kennenzulernen, bevor man sich drei Jahre bindet.
Passt zu dir, wenn …
- du Menschen geduldig und respektvoll unterstützt
- du Nähe, Pflege und körperliche Arbeit akzeptierst
- du Veränderungen aufmerksam bemerkst
- du zuverlässig im Team arbeitest
Gehalt und Ausbildung
Was die Ausbildung kostet
Finanzierung
Modell: vergütete bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung ab 2027 Ausbildungsvergütung: Ja; angemessene Ausbildungsvergütung ist gesetzlich vorgesehen Schulgeld: kein Schulgeld im gesetzlich geregelten Ausbildungssystem Förderung: ergänzende Förderung kann abhängig von persönlicher Situation möglich sein
Das Berufsbild startet bundesweit am 1. Januar 2027; 2026 werden Angebote aufgebaut.
Ausbildung im Überblick
- Art Schulische und praktische Ausbildung mit Ausbildungsvertrag
- Regelung Bundesrechtlich geregelt ab 1. Januar 2027
- Dauer 18 Monate in Vollzeit
- Lernorte Schule und Praxis
- Prüfung Staatliche Prüfung
- Schulabschluss Meist hauptschul- oder mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Dauer: 18 Monate in Vollzeit; bundesweiter Start 1. Januar 2027
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Dazu kommt der Nachweis, dass du gesundheitlich geeignet bist.
Die neue bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung startet am 1. Januar 2027 und löst schrittweise landesrechtliche Assistenzwege ab.
Lernorte: staatlich anerkannte Schule und kooperierende Klinik beziehungsweise Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: umfangreiche praktische Ausbildung in kooperierenden Einrichtungen
Abschluss: staatliche Prüfung als Pflegefachassistenzperson
Was du lernst
- Grundlagen von Anatomie und Pflege verstehen
- Menschen bei Körperpflege und Bewegung unterstützen
- Gesundheitszustand beobachten und weitergeben
- Hygiene und Infektionsschutz anwenden
- Pflegedokumentation führen
- Notfälle erkennen und Hilfe einleiten
- Menschen respektvoll und ressourcenorientiert begleiten
Ausbildungsvarianten
Der Berufsabschluss ist bundesrechtlich geregelt. Schulen können Lernangebote und Praxiskonzepte unterschiedlich organisieren, der staatliche Abschluss bleibt bundesweit vergleichbar.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- Ausbildung zur PflegefachkraftDer bundesweit einheitliche Abschluss wird auf die dreijährige Ausbildung angerechnet.
- Ambulante PflegeFeste Touren und mehr Eigenständigkeit als auf Station.
- BetreuungsangeboteZusatzqualifikationen für Alltagsbegleitung und Demenzbetreuung.
- LangzeitpflegeWohnbereiche in Pflegeeinrichtungen suchen Assistenzkräfte dauerhaft.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat
- Nach Anschluss der Fachausbildung ca. 3.300–3.700 € brutto im Monat
Schicht-, Nacht- und Wochenendzuschläge kommen dazu.
Wusstest du?
Bis zu dieser Reform hieß die Helferausbildung in fast jedem Bundesland anders und wurde unterschiedlich angerechnet. Ein Umzug konnte den Abschluss praktisch entwerten. Die bundeseinheitliche Pflegefachassistenz beendet genau das.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Pflegefachassistent/in?
Du unterstützt Pflegefachkräfte und pflegst mit: Körperpflege und Ernährung, Mobilisation, Vitalzeichen, festgelegte pflegerische Aufgaben, Beobachtung und Dokumentation.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Achtzehn Monate. Der Abschluss ist bundesweit einheitlich geregelt und löst die bisherigen Landesregelungen ab.
Wie viel verdient man als Pflegefachassistent/in?
In der Ausbildung wird bei tarifgebundenen Trägern vergütet, im Bereich der Pflegeausbildungen. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst zwischen Hilfskraft und Fachkraft.
Was ist neu an diesem Abschluss?
Er ist bundesweit einheitlich. Bisher hieß die Helferausbildung in jedem Bundesland anders und wurde unterschiedlich angerechnet. Genau das war das Problem.
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