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Berufsfeld Soziales & Erziehung · Schulische Ausbildung

Pädagogische Fachkraft - Grundschulkindbetreuung

In dieser Ausbildung arbeitest du an Ganztag, Freizeitpädagogik und Begleitung von Grundschulkindern. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 3 Jahre
  • PiA vergütet, sonst meist ohne
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Dauer der Ausbildung

PiA vergütet, sonst meist ohne

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Kitas, Schulen, Ganztag, Jugendhilfe, Wohngruppen, Familien- oder sozialen Einrichtungen.

  • Menschen im Alltag begleiten und beobachten
  • Bildungs-, Spiel- oder Unterstützungsangebote vorbereiten
  • Entwicklung und Bedürfnisse dokumentieren
  • Gruppen und Tagesabläufe organisieren
  • mit Familien und Fachkräften kommunizieren
  • Schutz, Teilhabe und Selbstständigkeit fördern

Ein Tag als Pädagogische Fachkraft - Grundschulkindbetreuung

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Ganztag, Freizeitpädagogik und Begleitung von Grundschulkindern, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Frühbetreuung.

Die ersten Kinder kommen, lange bevor der Unterricht beginnt.

7:00 Uhr

Übernahme nach der vierten Stunde.

Ankommen, Mittagessen, kurz durchatmen lassen.

11:30 Uhr

Hausaufgabenzeit.

Begleiten heißt nicht vorsagen, und das auszuhalten ist die eigentliche Arbeit.

13:00 Uhr

Angebot: Bewegung, Werken, Vorlesen, je nach Tag.

14:30 Uhr

Freispiel und Konfliktbegleitung auf dem Schulhof.

15:30 Uhr

Absprache mit der Lehrkraft und kurze Rückmeldung an die Eltern.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Teilzeit ist die Regel, und der Verdienst richtet sich danach.
  • Die Arbeitszeit ist zerrissen: früh morgens und nachmittags, dazwischen eine Lücke.
  • Du arbeitest in einer Schule, aber nicht als Lehrkraft. Diese Rolle muss man sich erarbeiten.
  • Der Lärmpegel nach dem Unterricht ist hoch, und die Kinder sind es auch.

Besser als sein Ruf

  • Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung sorgt für dauerhaft wachsenden Bedarf.
  • Die Arbeitszeiten passen gut zu eigenen Schulkindern.
  • Du begleitest Kinder in dem Teil des Tages, in dem sie nicht bewertet werden. Das ist eine andere Beziehung als im Unterricht.
  • Der Abschluss wird auf die Erzieherausbildung angerechnet und ist damit kein Endpunkt.

Passt zu dir, wenn …

  • du Menschen geduldig und wertschätzend begleitest
  • du kreativ Angebote entwickelst
  • du Grenzen und Schutzregeln sicher einhältst
  • du gerne im Team und mit Familien arbeitest

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: klassische schulische Ausbildung oder regional PiA Ausbildungsvergütung: PiA wird vergütet; klassische schulische Form meist ohne laufende Vergütung Schulgeld: öffentliche Fachschulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG oder Aufstiegs-BAföG kann je nach Bildungsgang möglich sein

Finanzierung hängt stark von klassischer Form, PiA, Bundesland und Träger ab.

Ausbildung im Überblick

  • Art Klassische schulische Form oder regional praxisintegrierte Ausbildung
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24–36 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist hauptschul- oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Je nach Bildungsgang reicht der Hauptschulabschluss, manche Schulen erwarten einen mittleren Abschluss. Manchmal kommt praktische Erfahrung oder eine Vorbildung dazu.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Fachschule oder Berufsfachschule und sozialpädagogische beziehungsweise pflegerische Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: mehrere längere Praxisphasen; bei PiA kontinuierliche Beschäftigung in einer Einrichtung

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Entwicklung, Pädagogik und soziale Lebenslagen verstehen
  • Beziehungen professionell gestalten
  • Angebote planen und durchführen
  • Beobachtung und Dokumentation anwenden
  • Schutzauftrag und rechtliche Grundlagen beachten
  • mit Familien und Netzwerken kooperieren
  • Praxisphasen reflektieren und fachlich auswerten

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Leitung einer BetreuungsgruppeNach einigen Jahren übernimmst du eine Gruppe oder den ganzen Betreuungsbereich einer Schule, mit Planung, Team und Elternarbeit.
  • Weiterbildung zum ErzieherDer Abschluss wird in vielen Ländern auf die Erzieherausbildung angerechnet und öffnet damit die ganze Jugendhilfe.
  • Ferienbetreuung und GanztagskonzepteWer Ferienprogramme und Ganztagsangebote entwickeln kann, wird von Schulträgern gesucht, die den Rechtsanspruch umsetzen müssen.
  • Sprachförderung und LernbegleitungZusatzqualifikationen, die genau dort ansetzen, wo Grundschulkinder Unterstützung brauchen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.300 € brutto im Monat bei voller Stelle

Der Verdienst hängt an der Eingruppierung des Trägers und daran, wie viele Stunden zusammenkommen. Teilzeit ist in diesem Feld die Regel, und das gehört zur ehrlichen Auskunft dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Stundenumfang und Ferienregelung.

Wusstest du?

Seit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule wächst der Bedarf an genau dieser Qualifikation schneller, als Fachkräfte ausgebildet werden.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Pädagogische Fachkraft für Grundschulkindbetreuung eine Ausbildungsvergütung?

Das hängt vom Bundesland und vom Träger ab. Berufsbegleitende und praxisintegrierte Modelle werden vergütet, rein schulische nicht. Frag an der Schule oder beim Träger konkret nach.

Wie viel verdient man als Pädagogische Fachkraft für Grundschulkindbetreuung?

Nach der Ausbildung liegt der Einstieg bei tarifgebundenen Trägern im Bereich von rund 2.900 bis 3.300 € brutto. Viele Stellen sind Teilzeitstellen, weil die Betreuung um den Unterricht herum liegt.

Was macht ein/e Pädagogische Fachkraft für Grundschulkindbetreuung?

Du betreust Grundschulkinder vor und nach dem Unterricht: Hausaufgaben begleiten, Mittagessen, Angebote und Freispiel gestalten, Konflikte begleiten und mit Lehrkräften und Eltern zusammenarbeiten.

Ist das eine Vollzeitstelle?

Oft nicht. Die Betreuung liegt vor dem Unterricht und am Nachmittag, deshalb sind Teilzeitstellen die Regel. Ferienbetreuung kann die Stunden aufstocken.

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