Berufsfeld Medien & Gestaltung · Schulische Ausbildung
Musiker/in - Kirchenmusik
- 4 Jahre
- Meist ohne Vergütung
4 Jahre
Dauer der Ausbildung
Meist ohne Vergütung
Finanzierung der schulischen Ausbildung
Schulischer Abschluss
Abschluss der schulischen Ausbildung
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest an Bühnen, Theatern, Orchestern, Kirchen, Studios, Schulen, Ensembles oder als freischaffende künstlerische Fachkraft.
- Technik, Stimme, Körper oder Instrument täglich trainieren
- Rollen, Programme oder Darbietungen erarbeiten
- Proben mit Ensemble und Leitung durchführen
- Ausdruck, Timing und Präsenz verfeinern
- Aufführungen und Prüfungen vorbereiten
- eigene Entwicklung dokumentieren und Feedback umsetzen
Ein Tag als Musiker/in - Kirchenmusik
So läuft dein Tag
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Orgel, Chorleitung, Liturgie und kirchenmusikalische Praxis, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Orgel üben: Literatur für den Sonntag.
Programm für ein Konzert zusammenstellen.
Kinderchor: Stimmbildung und Einstudierung.
Verwaltung: Noten bestellen, Termine abstimmen.
Kantoreiprobe mit dem Erwachsenenchor.
Notenmaterial für die Woche vorbereiten.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Kein Verdienst während des Studiums.
- Arbeit an Wochenenden und Feiertagen. Genau dann, wenn Kirche stattfindet.
- Stellen werden gekürzt, viele sind Teilzeit.
- Viel ehrenamtliche Struktur drumherum, die Geduld verlangt.
Besser als sein Ruf
- Feste Anstellungen mit tariflicher Bezahlung sind in der Musik selten. Hier gibt es sie.
- Es fehlt Nachwuchs; ausgebildete Kirchenmusiker finden Stellen.
- Du arbeitest an Instrumenten, die es sonst nirgends gibt.
- Chorarbeit verbindet Musik mit Menschen jedes Alters.
Passt zu dir, wenn …
- du täglich diszipliniert trainierst
- du dich vor Publikum ausdrücken möchtest
- du Kritik als Teil der Entwicklung annimmst
- du unregelmäßige Arbeitszeiten und Konkurrenz akzeptierst
Gehalt und Ausbildung
Was die Ausbildung kostet
Finanzierung
Modell: schulische Ausbildung; öffentliche und private Anbieter Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung Schulgeld: private Schulen können erhebliche Gebühren verlangen; öffentliche Angebote sind häufig günstiger oder schulgeldfrei Förderung: Schüler-BAföG oder weitere Förderung kann abhängig von Schule und Anerkennung möglich sein
Vor Vertragsabschluss Kosten, staatliche Anerkennung und Förderfähigkeit genau prüfen.
Ausbildung im Überblick
- Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
- Regelung Landesrechtlich geregelt
- Dauer Landes- und schulabhängig meist 24–48 Monate
- Lernorte Schule und Praxis
- Prüfung Schulischer Abschluss
- Schulabschluss Je nach Schule
Gut zu wissen
Der Zugang läuft über die Schule. Dazu kommt eine Aufnahmeprüfung, ein Vorspiel, ein Eignungstest oder eine Mappe mit künstlerischen Arbeiten.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Lernorte: staatliche oder private Berufsfachschule, Konservatorium, Akademie und Bühne
Praxisanteil: tägliches Training, Proben, Aufführungen und öffentliche Präsentationen
Abschluss: schulischer beziehungsweise staatlich anerkannter künstlerischer Berufsabschluss; schulabhängig
Was du lernst
- künstlerische Grundlagen und Technik trainieren
- Körper, Stimme, Instrument oder Ausdruck entwickeln
- Werke, Rollen oder Choreografien interpretieren
- Ensemble- und Probenarbeit gestalten
- Bühnen-, Aufführungs- und Produktionsabläufe verstehen
- Selbstmanagement und Vorsorge lernen
- Prüfungen, Vorspiele oder öffentliche Präsentationen absolvieren
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- KirchenmusikerstelleA- und B-Stellen sind feste Anstellungen bei Kirchengemeinden und Landeskirchen.
- Chor- und EnsembleleitungChöre aufbauen und leiten ist der Kern vieler Stellen.
- Orgelspiel und KonzertKonzerte, Aufnahmen und Gastspiele als zweites Standbein.
- MusikpädagogikUnterricht an Musikschulen ergänzt die Kirchenstelle.
Nach der Ausbildung
- B-Stelle bei einer Landeskirche ca. 3.400–4.000 € brutto im Monat
- A-Stelle oder Kirchenmusikdirektion ca. 4.200–5.500 € brutto im Monat
Kirchen zahlen nach eigenen, an den öffentlichen Dienst angelehnten Tarifen. Teilzeitstellen sind häufig; viele kombinieren mit Unterricht.
Wusstest du?
Die Abschlüsse in der Kirchenmusik sind gestuft: C, B und A. Die C-Prüfung lässt sich schon nebenberuflich ablegen und berechtigt zu kleineren Stellen. Deshalb beginnen viele Kirchenmusiker ihre Laufbahn lange vor dem Studium.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Musiker/in in der Kirchenmusik?
Du gestaltest Gottesdienste und Konzerte musikalisch: Orgel und Klavier spielen, Chöre und Ensembles leiten, Programme zusammenstellen, Proben führen, musikalische Arbeit in der Gemeinde aufbauen.
Wie wird man Musiker/in in der Kirchenmusik?
Über ein Studium an einer Musikhochschule oder kirchlichen Hochschule, in der Regel vier Jahre, mit Aufnahmeprüfung. Es gibt gestufte Abschlüsse von der C-Prüfung bis zum A-Examen.
Gibt es eine Ausbildungsvergütung?
Nein. Es ist ein Studium; an staatlichen Hochschulen fallen Semesterbeiträge an.
Wird der Beruf gebraucht?
Ja, und es fehlt Nachwuchs: Viele Stellen bleiben unbesetzt, weil zu wenige ausgebildet werden. Gleichzeitig werden Stellen wegen sinkender Kirchenmitgliederzahlen gekürzt.
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