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Berufsfeld Gesundheit & Medizin · Schulische Ausbildung

Medizinische/r Technologe/Technologin - Veterinärmedizin

In dieser Ausbildung arbeitest du an Laboranalytik für Tiergesundheit, Lebensmittel und Seuchenüberwachung. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 3 Jahre
  • Vergütung nach Träger und Tarif
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Dauer der Ausbildung

Vergütung nach Träger und Tarif

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatliche Prüfung

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Kliniken, medizinischen Laboren, Praxen, Diagnostikzentren, Forschung oder veterinärmedizinischen Einrichtungen.

  • Patienten, Proben oder Untersuchung vorbereiten
  • medizinisch-technische Geräte einrichten
  • Messungen, Analysen oder Bildgebung durchführen
  • Qualitätskontrollen und Kalibrierungen anwenden
  • Auffälligkeiten erkennen und fachgerecht weitergeben
  • Ergebnisse und Prozessschritte dokumentieren

Ein Tag als Medizinische/r Technologe/Technologin - Veterinärmedizin

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Laboranalytik für Tiergesundheit, Lebensmittel und Seuchenüberwachung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Proben annehmen, Begleitscheine prüfen, Aufträge anlegen.

7:30 Uhr

Kulturen anlegen und Vortagsplatten beurteilen.

8:30 Uhr

Blutwerte bestimmen und auffällige Ergebnisse nachmessen.

10:30 Uhr

Parasitologische Untersuchung unter dem Mikroskop.

12:30 Uhr

Molekularbiologischer Nachweis, Ansatz und Auswertung.

14:00 Uhr

Befunde erstellen und Qualitätsdaten dokumentieren.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Umgang mit infektiösem Material verlangt strenge Disziplin.
  • Ein sehr kleiner Beruf mit wenigen Ausbildungsplätzen.
  • Genauigkeit ist Pflicht: Befunde entscheiden über Bestände und Maßnahmen.
  • Wenig Kontakt zu Tieren, wenn man den erwartet hat.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest an Tiergesundheit und am Verbraucherschutz zugleich.
  • Seit der Reform gibt es eine Ausbildungsvergütung.
  • Untersuchungsämter bieten sichere Stellen nach Tarif.
  • Sehr wenige Bewerber bei stabilem Bedarf.

Passt zu dir, wenn …

  • du Medizin und Hightech verbinden möchtest
  • du Messwerte kritisch prüfst
  • du bei Patienten oder Proben sehr genau arbeitest
  • du komplexe Geräte sicher beherrschst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vergütete schulisch-praktische Ausbildung mit Ausbildungsvertrag Ausbildungsvergütung: Ausbildungsvergütung ist vorgesehen; Höhe richtet sich nach Träger und Tarif Schulgeld: kein Schulgeld bei gesetzlich geregelter Ausbildung; Lernmittelregelungen beachten Förderung: ergänzende Unterstützung kann abhängig von persönlicher Situation möglich sein

Die Ausbildung ist bezahlt; konkrete Monatsbeträge werden nicht als allgemeingültig versprochen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Schulische und praktische Ausbildung mit Ausbildungsvertrag
  • Regelung Bundesrechtlich geregelt
  • Dauer 36 Monate (3 Jahre)
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatliche Prüfung
  • Schulabschluss Meist hauptschul- oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung. Dazu kommt der Nachweis, dass du gesundheitlich geeignet bist.

Bundesweit einheitliche Berufs- und Prüfungsregelung; Schulstandorte und Bewerbungsfristen unterscheiden sich regional.

Lernorte: staatlich anerkannte Schule und kooperierende Klinik beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: umfangreiche praktische Ausbildung in kooperierenden Einrichtungen

Abschluss: bundesrechtlich geregelte staatliche Prüfung

Was du lernst

  • medizinische und naturwissenschaftliche Grundlagen anwenden
  • Geräte, Analysensysteme und Software bedienen
  • Untersuchungen oder Analysen standardisiert durchführen
  • Proben, Patienten und Daten sicher zuordnen
  • Qualität und Plausibilität prüfen
  • Hygiene, Strahlen- oder Arbeitsschutz einhalten
  • Befunde technisch dokumentieren und kommunizieren

Ausbildungsvarianten

Der Berufsabschluss ist bundesrechtlich geregelt. Schulen können Lernangebote und Praxiskonzepte unterschiedlich organisieren, der staatliche Abschluss bleibt bundesweit vergleichbar.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • DiagnostiklaborTierärztliche Labore untersuchen Proben aus Praxen im ganzen Land.
  • LebensmittelüberwachungUntersuchungsämter prüfen Fleisch, Milch und Futtermittel.
  • ForschungUniversitäten und Institute beschäftigen MTV in Versuchs- und Diagnostikeinrichtungen.
  • SpezialisierungMikrobiologie, Parasitologie oder Molekularbiologie sind eigene Fachgebiete.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.300 € brutto im Monat
  • Mit Spezialisierung oder im öffentlichen Dienst ca. 3.500–4.500 € brutto im Monat

Untersuchungsämter zahlen nach TVöD mit Sonderzahlung und Zusatzversorgung.

Wusstest du?

Bei Tierseuchen zählt jede Stunde: Ein positiver Befund löst behördliche Maßnahmen aus, die ganze Bestände betreffen. Deshalb arbeiten Untersuchungsämter mit festgelegten Meldewegen. Der Befund geht nicht nur an den Tierarzt, sondern auch an die Behörde.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Medizinische/r Technologe/Technologin für Veterinärmedizin?

Du untersuchst Proben von Tieren: Blut, Kot und Gewebe analysieren, Erreger nachweisen, Kulturen anlegen, Geräte bedienen, Befunde erstellen und dokumentieren.

Wie viel verdient man als Medizinische/r Technologe/Technologin für Veterinärmedizin?

In der Ausbildung wird seit der Reform vergütet; die Sätze orientieren sich am TVAöD. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im öffentlichen Dienst nach TVöD, in privaten Laboren betrieblich.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre. Der Beruf hieß früher MTA-V.

Wo arbeitet man?

In veterinärmedizinischen Laboren, Untersuchungsämtern, Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen, nicht in der Tierarztpraxis am Tier.

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