Berufsfeld Medien & Gestaltung · Duale Ausbildung
Medienkaufmann/-frau Digital und Print
- 3 Jahre
- ca. 1.056 € im 1. Jahr
- Häufig Fachabitur oder Abitur
3 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 1.056 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Abschlussprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in Buch-, Zeitschriften- und Digitalverlagen, Medienhäusern, Pressevertrieben, Onlineplattformen oder mediennahen Dienstleistungsunternehmen.
- Märkte, Zielgruppen und Medienprodukte analysieren
- Herstellung und Veröffentlichung kaufmännisch begleiten
- Rechte, Lizenzen und Verträge bearbeiten
- Marketing- und Vertriebsmaßnahmen planen
- Kunden, Handel und Werbepartner betreuen
- Auflagen, Erlöse, Kosten und Kennzahlen auswerten
Ein Tag als Medienkaufmann/-frau Digital und Print
So läuft dein Tag
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Märkte, Zielgruppen und Medienprodukte analysieren; Herstellung und Veröffentlichung kaufmännisch begleiten; Rechte, Lizenzen und Verträge bearbeiten. Später kommen hinzu: Marketing- und Vertriebsmaßnahmen planen; Kunden, Handel und Werbepartner betreuen; Auflagen, Erlöse, Kosten und Kennzahlen auswerten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Anzeigenbuchungen prüfen und Platzierungen abstimmen.
Kundengespräch: Werbepaket für das nächste Quartal.
Herstellungskosten kalkulieren: Umfang, Papier, Auflage.
Abo-Kündigungen auswerten und Rückgewinnung planen.
Kennzahlen der digitalen Angebote ansehen.
Angebote schreiben und nachfassen.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Die Branche steht wirtschaftlich unter Druck.
- Anzeigenverkauf ist Vertrieb, mit allem, was dazugehört.
- Auflagenrückgänge sind ein Dauerthema in jeder Besprechung.
- Termindruck vor Redaktionsschluss.
Besser als sein Ruf
- Kaufmännisches Handwerk in einer Branche mit Substanz.
- Digitale Erlösmodelle sind ein echtes Wachstumsfeld.
- Tarifgebundene Verlage zahlen besser als der Ruf vermuten lässt.
- Du siehst, wie ein Medium wirtschaftlich funktioniert, von innen.
Passt zu dir, wenn …
- du Medien liebst und ihre wirtschaftliche Seite verstehen möchtest
- du Sprache, Markt und Zahlen verbinden kannst
- du Projekte mit Redaktion, Herstellung und Vertrieb koordinierst
- du digitale Geschäftsmodelle spannend findest
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr 1.056 €
- 2. Ausbildungsjahr 1.133 €
- 3. Ausbildungsjahr 1.215 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Verlag, Medienhaus und Tarifbindung können abweichen.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung in Industrie und Handel
- Dauer 3 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Fachabitur oder Abitur
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Fachabitur oder Abitur. Hilfreich sind besonders Deutsch, Wirtschaft/Recht, Englisch, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
Was du lernst
- Medienmärkte und Produkte verstehen
- Programme und Veröffentlichungen planen
- Rechte, Lizenzen und Verträge anwenden
- Herstellung und Dienstleister koordinieren
- Marketing, Vertrieb und Anzeigen bearbeiten
- Kalkulation, Controlling und Abrechnung durchführen
- digitale Geschäftsmodelle und Daten nutzen
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- AnzeigenverkaufWerbeplätze zu verkaufen ist in Verlagen das Geschäft, das trägt.
- Vertrieb und AbonnementsLeserbindung und Abomodelle sind ein eigener Bereich.
- Digitale ProduktePaywalls, Newsletter und Apps sind das Wachstumsfeld der Branche.
- MedienfachwirtDie Aufstiegsfortbildung führt in Leitungsaufgaben im Verlag.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.600–3.100 € brutto im Monat
- Im Anzeigenverkauf oder mit Fachwirt ca. 3.300–4.500 € brutto im Monat
Im Verkauf kommen erfolgsabhängige Anteile dazu. Tarifgebundene Verlage zahlen zusätzlich Sonderzahlungen.
Wusstest du?
Der Anzeigenpreis richtet sich nach der geprüften Auflage: Verlage lassen ihre Verbreitung von einer unabhängigen Stelle prüfen, damit Werbekunden vergleichen können. Ohne diese Prüfzahl ließe sich eine Anzeige kaum verhandeln.
In deiner Nähe
Unternehmen mit diesem Beruf
Ihr Unternehmen bildet Medienkaufmann/-frau Digital und Print aus?
Ähnliche Berufe
Ähnliche Berufe im Blick
-
Handel & Verkauf
Buchhändler/in
Du berätst Menschen zu Büchern und weiteren Medien, stellst Sortimente zusammen und organisierst Bestellungen. Je nach Betrieb arbeitest du in einer Buchhandlung, einem Verlag oder Antiquariat. Lesen gehört dazu – der Alltag besteht aber genauso aus Handel, Recherche und digitalen Systemen.- 3 Jahre
-
Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien
-
Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Medienkaufmann/-frau Digital und Print?
Du arbeitest kaufmännisch im Verlag: Anzeigen und Werbeplätze verkaufen, Herstellung und Vertrieb planen, Abonnements betreuen, Kosten kalkulieren, digitale Angebote mit aufbauen.
Wie viel verdient man als Medienkaufmann/-frau Digital und Print?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.056 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst in tarifgebundenen Verlagen ordentlich, im Vertrieb häufig mit Provision.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Ist die Medienbranche nicht im Niedergang?
Print schrumpft, digitale Erlöse wachsen. Verlage suchen genau die Leute, die beides verstehen. Deshalb heißt der Beruf seit der Neuordnung „Digital und Print".
Finde es heraus