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Berufsfeld Elektro · Duale Ausbildung

Mechatroniker/in - Kältetechnik

Du installierst und wartest Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen. Kältemittelkreislauf, Elektrik, Regelung, Dichtheit und Energieeffizienz müssen sicher zusammenarbeiten.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 933 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
  • Praktikum möglich
Dauer 3,5 Jahre
Arbeitssituation im Beruf Mechatroniker/in - Kältetechnik

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 933 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Kälteanlagenbauerbetrieben, Gebäudetechnik, Supermärkten, Industrie, Rechenzentren, Gastronomie oder bei Herstellern von Klima- und Wärmepumpentechnik.

  • Kälte- und Klimaanlagen planen und vorbereiten
  • Rohrleitungen verlegen, löten und abdichten
  • Verdichter, Wärmetauscher und Komponenten montieren
  • Elektrik, Sensoren und Regelungen anschließen
  • Anlagen evakuieren, befüllen und in Betrieb nehmen
  • Störungen suchen, Leckagen prüfen und Anlagen warten

Ein Tag als Mechatroniker/in - Kältetechnik

So läuft dein Tag

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Kälte- und Klimaanlagen planen und vorbereiten; Rohrleitungen verlegen, löten und abdichten; Verdichter, Wärmetauscher und Komponenten montieren. Später kommen hinzu: Elektrik, Sensoren und Regelungen anschließen; Anlagen evakuieren, befüllen und in Betrieb nehmen; Störungen suchen, Leckagen prüfen und Anlagen warten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wartungsauftrag in einem Supermarkt.

Kühlmöbel prüfen, Temperaturen protokollieren.

7:00 Uhr

Dichtheitsprüfung an der Anlage.

Vorschrift, und ein Leck kostet Kältemittel und Geld.

9:00 Uhr

Störung in einer Klimaanlage: Der Verdichter schaltet ab, und die Ursache liegt in der Regelung.

11:00 Uhr

Wärmepumpe im Neubau anschließen: Rohre löten, Anlage evakuieren, befüllen.

13:30 Uhr

Einregulieren und Übergabe an den Kunden.

15:30 Uhr

Protokolle schreiben und Kältemittelbestand dokumentieren.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Bereitschaftsdienst gehört dazu: Eine ausgefallene Kühlung verdirbt Ware, und zwar sofort.
  • Du arbeitest auf Dächern, in Technikräumen und in Kühlhäusern bei Minusgraden.
  • Löten und Arbeiten unter Druck verlangen Sorgfalt, und Kältemittel sind streng reguliert.
  • Der Termindruck ist hoch, weil der Bedarf größer ist als die Zahl der Fachkräfte.

Besser als sein Ruf

  • Die Wärmepumpe macht diesen Beruf zu einem der gesuchtesten im Handwerk.
  • Der Verdienst liegt über dem Durchschnitt der Handwerksberufe, und Betriebe zahlen um Leute zu halten.
  • Der Meisterbrief führt zu einem eigenen Betrieb in einem Markt mit Wartezeiten.
  • Du arbeitest an Technik, die exakt geregelt sein muss, und siehst sofort, ob sie stimmt.

Passt zu dir, wenn …

  • du Thermodynamik, Elektrik und Handwerk verbinden möchtest
  • du sorgfältig an dichten Rohrsystemen arbeitest
  • du Fehlersuche und Kundendienst magst
  • du wechselnde Einsatzorte und Bereitschaftsdienste akzeptieren kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 933 €
  • 2. Ausbildungsjahr 985 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.080 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1.156 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Region, Innung und Tarifbindung im Kälteanlagenbauer-Handwerk können abweichen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Handwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Werken/Technik, Chemie.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Thermodynamik und Kältekreisläufe verstehen
  • Kupfer- und Rohrleitungssysteme herstellen
  • Kälte-, Klima- und Wärmepumpenkomponenten montieren
  • Elektrotechnik und Regelung anwenden
  • Kältemittel sicher und umweltgerecht handhaben
  • Dichtheits-, Funktions- und Effizienzprüfungen durchführen
  • Anlagen warten, dokumentieren und Kunden einweisen

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im Kälteanlagenbauer-HandwerkDas Handwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und übernimmst Planung und Abnahme.
  • WärmepumpenEine Wärmepumpe ist eine Kälteanlage, die rückwärts läuft. Der Beruf sitzt damit mitten in der Heizungswende, und Fachkräfte fehlen überall.
  • Industriekälte und ProzesskühlungLebensmittelindustrie, Rechenzentren, Chemie: große Anlagen mit hoher Verantwortung und entsprechender Bezahlung.
  • Sachkunde für KältemittelDer Umgang mit fluorierten Kältemitteln setzt einen Sachkundenachweis voraus. Er ist Pflicht und zugleich ein Qualifikationsmerkmal.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder in der Industriekälte ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat

Fachkräfte sind so knapp, dass viele Betriebe über den Tarif hinausgehen. Bereitschaftsdienste werden zusätzlich vergütet. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung, Bereitschaft und Sachkundelehrgängen.

Wusstest du?

Eine Wärmepumpe ist technisch dieselbe Maschine wie ein Kühlschrank, nur andersherum genutzt: Sie entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie im Haus ab. Deshalb ist die Kältetechnik der Beruf, der sie einbaut.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Mechatroniker/in für Kältetechnik?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung bei rund 930 bis 1.200 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg über dem Durchschnitt der Handwerksberufe, weil Fachkräfte knapp sind.

Was macht ein/e Mechatroniker/in für Kältetechnik?

Du baust, wartest und reparierst Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen: Rohre löten, Kältemittel befüllen, Steuerungen einrichten, Anlagen einregulieren und Dichtheitsprüfungen durchführen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Ist der Beruf wegen der Wärmepumpen im Aufwind?

Ja. Eine Wärmepumpe ist technisch eine Kälteanlage, und für Einbau und Wartung braucht es genau diese Ausbildung. Der Bedarf übersteigt das Angebot deutlich.

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