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Berufsfeld Elektro · Duale Ausbildung

Informationselektroniker/in

Du planst, installierst und reparierst Informations-, Kommunikations-, Medien- und Sicherheitssysteme. Netzwerk, Elektronik, Software, Messung und Kundenservice treffen direkt beim Auftrag zusammen.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.017 € im 1. Jahr
  • Meist mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.017 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellenprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in informationstechnischen Handwerksbetrieben, Systemhäusern, Sicherheits- und Medientechnik, Kommunikation, Veranstaltung, Gebäudetechnik oder Kundendienst.

  • Kundenanforderungen aufnehmen und Systeme planen
  • Netzwerk-, Kommunikations- und Medientechnik installieren
  • Sicherheits-, Empfangs- und Gebäudesysteme einrichten
  • Geräte, Server und Komponenten konfigurieren
  • Störungen mit Software und Messgeräten diagnostizieren
  • Kunden einweisen und Leistungen dokumentieren

Ein Tag als Informationselektroniker/in

So läuft dein Tag

Du klärst beim Kunden, welches System benötigt wird und prüfst vorhandene Anschlüsse und Netze. Danach montierst du Geräte, ziehst Leitungen oder richtest Netzwerkkomponenten ein. Software, Benutzer, Sicherheit und Funktionen werden konfiguriert. Bei einer Störung untersuchst du Stromversorgung, Signalweg, Netzwerk und Programm nacheinander. Zum Abschluss erklärst du Bedienung und dokumentierst die Anlage.

Auftragsliste durchgehen.

Drei Kunden, drei völlig verschiedene Probleme.

7:30 Uhr

Netzwerk in einer Arztpraxis erweitern: Dosen setzen, Switch tauschen, messen.

8:30 Uhr

Störung: Die Telefonanlage nimmt keine externen Anrufe an.

Ursache liegt beim Anbieter, das muss man erst nachweisen.

11:00 Uhr

Videoanlage montieren und einrichten, mit Blick auf Datenschutz und Blickwinkel.

13:30 Uhr

Kunden einweisen und dokumentieren.

15:30 Uhr

Ersatzteile nachbestellen und den nächsten Tag planen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du fährst viel, und die Fahrzeit ist nicht überall Arbeitszeit.
  • Kunden erwarten eine Lösung, auch wenn der Fehler nicht bei dir liegt.
  • Die Technik ändert sich schnell, und Weiterbildung passiert oft in der Freizeit.
  • Der Beruf ist unbekannt, und viele verwechseln ihn mit dem Fachinformatiker.

Besser als sein Ruf

  • Du deckst Hardware, Netzwerk und Montage ab, und das können reine IT-Leute nicht.
  • Kleine Betriebe suchen genau diesen Service und finden ihn kaum.
  • Der Meisterbrief führt zu einem eigenen Betrieb mit niedrigem Kapitalbedarf.
  • Jeder Tag ist anders, weil jeder Kunde anders ist.

Passt zu dir, wenn …

  • du IT, Elektronik und praktische Installation verbinden möchtest
  • du Kunden technische Zusammenhänge verständlich erklärst
  • du Störungen über mehrere Ebenen logisch eingrenzt
  • du wechselnde Einsatzorte und eigenständige Aufträge magst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1017 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1102 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1189 €
  • 4. Ausbildungsjahr 1237 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung im Handwerk
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellenprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Informatik, Physik, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Informations- und Kommunikationssysteme planen
  • elektrische und elektronische Komponenten montieren
  • Netzwerke, Server und Endgeräte einrichten
  • Medien-, Empfangs- und Sicherheitstechnik konfigurieren
  • Software und IT-Sicherheit anwenden
  • Mess- und Diagnosesysteme einsetzen
  • Kunden beraten, einweisen und Aufträge dokumentieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betriebe setzen Schwerpunkte bei Netzwerken, Sicherheit, Medien, Kommunikation, Empfang, Gebäudetechnik oder Service.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im Informationstechniker-HandwerkDer Handwerksweg zur Betriebsführung, zur Ausbildungsberechtigung und zur Selbstständigkeit.
  • Netzwerk- und ServiceunternehmenKleine und mittlere Betriebe brauchen jemanden, der Geräte, Netze und Software zusammen betreut. Genau dafür ist dieser Beruf gemacht.
  • Sicherheits- und VideotechnikKameras, Zutritt, Alarm: ein wachsender Markt mit eigenen Vorschriften und guten Sätzen.
  • Eigener Betrieb im IT-ServiceDer Kapitalbedarf ist niedrig, und der Bedarf an verlässlichem Service ist überall vorhanden.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Mit Meisterbrief oder Spezialisierung ca. 3.500–4.600 € brutto im Monat

Handwerksbetriebe sind selten tarifgebunden, deshalb entscheidet der Betrieb. Wer Sicherheits- und Netzwerktechnik beherrscht, verhandelt besser. Frag im Bewerbungsgespräch nach Vergütung und Fortbildungsunterstützung.

Wusstest du?

Der Beruf ist zulassungspflichtiges Handwerk: Wer sich damit selbstständig machen will, braucht den Meisterbrief oder eine gleichgestellte Qualifikation.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Informationselektroniker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung bei rund 1.020 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Bereich des Elektrohandwerks; mit dem Meisterbrief oder eigenem Betrieb steigt er.

Was macht ein/e Informationselektroniker/in?

Du installierst, vernetzt und wartest Geräte und Systeme der Informationstechnik: Rechner, Netzwerke, Telefonanlagen, Kommunikations-, Sicherheits- und Medientechnik. Dazu kommt Beratung und Reparatur beim Kunden.

Was ist der Unterschied zum Fachinformatiker?

Der Fachinformatiker arbeitet in IT-Abteilungen oder Systemhäusern, oft an größeren Umgebungen. Du bist Handwerker: Du montierst, verkabelst, nimmst in Betrieb und arbeitest beim Kunden vor Ort.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

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