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Berufsfeld Elektro · Duale Ausbildung

Industrieelektriker/in

Du montierst, verdrahtest und prüfst elektrische Systeme in zwei Jahren. Je nach Fachrichtung arbeitest du an industriellen Anlagen oder an Geräten und Baugruppen und kannst anschließend in einen längeren Elektronikerberuf wechseln.
  • 2 Jahre
  • ca. 1.173 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.173 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Elektroindustrie, Maschinenbau, Energieversorgung, Anlagenbau, Gerätefertigung oder industrieller Instandhaltung.

  • elektrische Baugruppen und Betriebsmittel montieren
  • Leitungen verlegen, bearbeiten und anschließen
  • Schaltpläne und technische Unterlagen nutzen
  • elektrische Größen messen und Schutzmaßnahmen prüfen
  • Geräte oder Anlagen in Betrieb nehmen
  • Störungen eingrenzen und Arbeiten dokumentieren

Ein Tag als Industrieelektriker/in

So läuft dein Tag

Du prüfst Auftrag, Schaltplan und Sicherheitsmaßnahmen und stellst Material und Messgeräte zusammen. Danach montierst und verdrahtest du Baugruppen, Leitungen oder Betriebsmittel. Vor dem Einschalten kontrollierst du Anschlüsse und führst Schutz- und Funktionsmessungen durch. Bei Abweichungen vergleichst du Messwert und Plan und suchst den Fehler. Alle Prüfungen werden dokumentiert.

Schichtbeginn.

Aufträge übernehmen und Material zusammenstellen.

6:00 Uhr

Schaltschrank verdrahten nach Plan.

Sauber und nachvollziehbar, damit die Prüfung durchgeht.

7:00 Uhr

Baugruppen montieren und anschließen.

10:00 Uhr

Prüfen und messen: Durchgang, Isolationswiderstand, Schutzleiter.

12:30 Uhr

Unterstützung bei einer Störungssuche an der Linie.

14:00 Uhr

Dokumentation und Übergabe.

15:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zwei Jahre heißen: ein Abschluss, der weniger trägt als der dreieinhalbjährige.
  • Du arbeitest oft zu und weniger eigenverantwortlich.
  • Schichtbetrieb ist in vielen Werken die Regel.
  • Elektrische Arbeiten sind streng geregelt, und was du allein machen darfst, ist am Anfang begrenzt.

Besser als sein Ruf

  • Der Einstieg ist kurz und führt in eine Branche, die nach Tarif zahlt.
  • Der Aufstieg zum Elektroniker steht offen und wird oft vom Betrieb bezahlt.
  • Schon die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt vieler dreijähriger Berufe.
  • Elektrofachkräfte werden überall gesucht, auch mit zweijährigem Abschluss.

Passt zu dir, wenn …

  • du Elektrotechnik praktisch anwenden möchtest
  • du einen zweijährigen Einstieg mit Anschlussmöglichkeit suchst
  • du bei Messung und Schutz sehr genau arbeitest
  • du gerne mit Schaltplänen und Bauteilen arbeitest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1173 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1283 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Werken/Technik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • elektrische Grundlagen und Schutzmaßnahmen anwenden
  • Bauteile, Leitungen und Baugruppen montieren
  • Schaltpläne lesen und Verdrahtungen herstellen
  • Mess- und Prüfgeräte sicher einsetzen
  • Geräte oder Anlagen in Betrieb nehmen
  • Fehler eingrenzen und Komponenten austauschen
  • eine der beiden Fachrichtungen vertiefen

Fachrichtungen

Betriebstechnik arbeitet stärker an Anlagen und Energieverteilung. Geräte und Systeme konzentriert sich auf elektronische Baugruppen und Geräte.

– Betriebstechnik

– Geräte und Systeme

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Aufstieg zum ElektronikerDer vorgesehene nächste Schritt. Die zweijährige Ausbildung wird auf die dreieinhalbjährige angerechnet, und viele Betriebe bieten den Anschluss von sich aus an.
  • Fachrichtung vertiefenBetriebstechnik oder Geräte und Systeme: Die Fachrichtung der zweijährigen Ausbildung bestimmt, welcher Elektronikerberuf am nächsten liegt.
  • Feste Stelle in Montage oder InstandhaltungIndustriebetriebe stellen Industrieelektriker fest an, mit Tarifvertrag und Schichtzulagen.
  • Elektrofachkraft für festgelegte TätigkeitenMit Erfahrung und Nachweisen darfst du bestimmte Arbeiten eigenverantwortlich übernehmen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.800–3.200 € brutto im Monat
  • Nach Aufstieg zum Elektroniker ca. 3.300–3.900 € brutto im Monat

Die Metall- und Elektroindustrie zahlt nach Flächentarif, deshalb liegt schon der Einstieg über dem vieler anderer Berufe. Schichtzulagen kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch, ob der Betrieb den Aufstieg anbietet.

Wusstest du?

Der Beruf wurde ausdrücklich als Einstieg gebaut: Die zweijährige Ausbildung ist inhaltlich so zugeschnitten, dass das dritte Jahr eines Elektronikerberufs direkt darauf aufbaut.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Industrieelektriker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.170 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg unter dem der dreieinhalbjährigen Elektronikerberufe, mit dem Aufstieg steigt er.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Industrieelektriker/in?

Zwei Jahre. Sie ist so angelegt, dass du anschließend in das dritte Jahr eines Elektronikerberufs einsteigen kannst.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Zwei: Betriebstechnik sowie Geräte und Systeme. Der Betrieb legt sie mit dem Ausbildungsvertrag fest.

Ist das ein vollwertiger Abschluss?

Ja, es ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Er ist zugleich als Einstieg gedacht, von dem aus der volle Elektronikerabschluss erreichbar bleibt.

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