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Berufsfeld Gastronomie & Hotel · Schulische Ausbildung

Haus- und Familienpfleger/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an Unterstützung von Familien, Haushalt, Betreuung und Versorgung. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 3 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in sozialen Einrichtungen, Schulen, Pflege, Gemeinschaftsverpflegung, Hotels, Haushalten oder Versorgungsbetrieben.

  • Mahlzeiten und Versorgungsabläufe planen
  • Lebensmittel auswählen und verarbeiten
  • Räume, Wäsche oder Materialien organisieren
  • Menschen im Alltag unterstützen
  • Hygiene und Qualität kontrollieren
  • Kosten, Bestände und Arbeitsschritte dokumentieren

Ein Tag als Haus- und Familienpfleger/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Unterstützung von Familien, Haushalt, Betreuung und Versorgung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Erste Familie.

Die Mutter ist im Krankenhaus, zwei Kinder müssen in die Schule.

7:30 Uhr

Haushalt: Wäsche, Küche, aufräumen.

Ordnung ist hier keine Nebensache, sondern Entlastung.

9:00 Uhr

Einkauf und Mittagessen vorbereiten, mit Rücksicht auf das, was die Familie sonst isst.

11:00 Uhr

Zweiter Einsatz: ältere Frau nach einem Sturz, Alltag stabilisieren, Termine ordnen.

13:00 Uhr

Kinderbetreuung: Hausaufgaben, Spielen, Zuhören.

15:00 Uhr

Dokumentation und Rückmeldung an die Einsatzleitung.

17:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du kommst in Familien in Ausnahmesituationen. Das ist nah, und es geht mit nach Hause.
  • Jeder Haushalt ist anders, und du arbeitest nach fremden Regeln, nicht nach deinen.
  • Körperlich fordernd, dazu Wegezeiten zwischen den Einsätzen.
  • Wochenend- und Feiertagsdienste kommen vor, weil Krisen sich nicht an den Kalender halten.

Besser als sein Ruf

  • Der Beruf ist bei kirchlichen und kommunalen Trägern tariflich geregelt und damit besser bezahlt als sein Ruf vermuten lässt.
  • Du siehst unmittelbar, dass deine Arbeit hilft. Das ist selten so eindeutig.
  • Der Bedarf ist da und wächst mit der Zahl älterer Menschen.
  • Der Abschluss ist ein Sprungbrett in Pflege und Sozialpädagogik, wenn du später wechseln willst.

Passt zu dir, wenn …

  • du praktische Versorgung und Organisation magst
  • du hygienisch und sorgfältig arbeitest
  • du Menschen freundlich unterstützt
  • du abwechslungsreiche praktische Aufgaben suchst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landesabhängig meist 24–36 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Die genauen Voraussetzungen erfährst du direkt bei der Schule, sie unterscheiden sich je nach Bundesland.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Ernährungs- und Lebensmittelgrundlagen anwenden
  • Speisen planen und zubereiten
  • Hygiene und Reinigung organisieren
  • Textilien, Räume und Materialien versorgen
  • Menschen serviceorientiert unterstützen
  • Bestände und Kosten berücksichtigen
  • Praxisabläufe dokumentieren

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Feste Anstellung bei einem SozialträgerDiakonie, Caritas, Wohlfahrtsverbände und kommunale Dienste stellen Haus- und Familienpfleger fest an. Das ist der übliche Weg nach dem Abschluss.
  • Fachhauswirtschafter/in oder Meister/in der HauswirtschaftAufstiegsfortbildungen, die zu Leitungsaufgaben und zur Ausbildungsberechtigung führen.
  • Wechsel in die Pflege oder in die ErziehungDer Abschluss wird auf Ausbildungen in Pflege und Sozialpädagogik teilweise angerechnet. Wer in eine dieser Richtungen will, verliert nicht bei null.
  • Leitung eines EinsatzbereichsBei größeren Trägern gibt es Koordinierungsstellen: Einsätze planen, Familien zuordnen, Kolleginnen anleiten.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.500–2.900 € brutto im Monat

Die meisten Stellen liegen bei kirchlichen oder kommunalen Trägern, dort gilt ein Tarifvertrag und das Gehalt ist planbar. Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsdienste kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Tarifwerk des Trägers.

Wusstest du?

Der Beruf ist Landesrecht: Bezeichnung, Zugang und Dauer unterscheiden sich zwischen den Bundesländern, und in manchen heißt der Abschluss Familienpfleger/in ohne den Zusatz Haus.

In deiner Nähe

Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Bekommt man als Haus- und Familienpfleger/in eine Ausbildungsvergütung?

Das hängt vom Bundesland und vom Träger ab. Ein Teil der Ausbildungen läuft rein schulisch und ohne Vergütung, ein anderer Teil an Trägern mit Praxisvertrag und Bezahlung. Frag an der jeweiligen Schule konkret nach.

Was macht ein/e Haus- und Familienpfleger/in?

Du übernimmst einen Haushalt, wenn die Familie es selbst nicht kann: bei Krankheit, nach einer Geburt, in einer Krise. Kochen, Reinigung, Wäsche, Einkauf, Kinderbetreuung und Begleitung im Alltag.

Ist das dasselbe wie Pflege?

Nein. Pflegerische Aufgaben können vorkommen, der Schwerpunkt liegt aber auf Haushalt, Betreuung und Alltagsorganisation.

Wo arbeite ich danach?

Bei sozialen Trägern, in der Familienpflege, in ambulanten Diensten, in Wohngruppen und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe.

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