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Berufsfeld Bau · Duale Ausbildung

Gleisbauer/in

Du baust und erneuerst Gleise, Weichen und Bahnübergänge. Schotter, Schwellen, Schienen, Geometrie und Sicherung müssen exakt stimmen, damit Züge sicher und ruhig fahren können.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.122 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.122 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellen- oder Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Gleisbauunternehmen, Bahn-Infrastrukturbetreibern, Verkehrsbetrieben oder Spezialtiefbauern. Arbeitsorte sind Bahnstrecken, Bahnhöfe, Tunnel, Depots und Werkplätze.

  • Baustellen im Gleisbereich einrichten und sichern
  • Unterbau, Schotterbett und Entwässerung herstellen
  • Schwellen, Schienen und Befestigungen verlegen
  • Weichen und Bahnübergänge montieren
  • Gleislage, Spurweite und Höhe messen und richten
  • Gleise warten, Schäden beheben und Maschinen einsetzen

Ein Tag als Gleisbauer/in

So läuft dein Tag

Vor Arbeitsbeginn wird der Gleisbereich gesichert und der Bauablauf mit Bahn- und Maschinenteams abgestimmt. Du löst alte Bauteile, bereitest Untergrund und Schotter vor und verlegst Schwellen und Schienen. Messgeräte zeigen, ob Spur, Höhe und Richtung stimmen. Große Gleisbaumaschinen übernehmen Heben, Stopfen oder Richten, trotzdem bleibt viel körperliche Montagearbeit. Nach Prüfung und Dokumentation wird der Abschnitt wieder freigegeben.

Einweisung: Sperrpause, Sicherungsplan, Fluchtwege.

19:00 Uhr

Sperrung wird wirksam.

Ab jetzt läuft die Uhr.

20:30 Uhr

Alte Schwellen ausbauen, Schotter aufnehmen, Planum herrichten.

21:00 Uhr

Neue Schwellen und Schienen einbauen, Befestigungen setzen.

0:30 Uhr

Stopfen und Richten, Gleislage messen und protokollieren.

3:00 Uhr

Gleis freigeben.

Der erste Zug fährt über deine Nacht.

5:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Nacht- und Wochenendarbeit ist die Regel, nicht die Ausnahme.
  • Die Sperrpause endet zur festgelegten Minute. Verzug ist keine Option.
  • Schwere Bauteile, Lärm, Staub und Vibration.
  • Wechselnde Baustellen im ganzen Land, oft mit Auslöse.

Besser als sein Ruf

  • Bautarif plus Nacht- und Wochenendzuschläge. Der Verdienst liegt spürbar über vielen Bauberufen.
  • Die Bahn baut aus und saniert; Aufträge sind auf Jahre gesichert.
  • Der Beruf ist maschinenreich: Stopfmaschinen und Gleisbaukräne sind beeindruckende Technik.
  • Ein klarer Anfang und ein klares Ende: Um fünf ist die Strecke wieder frei.

Passt zu dir, wenn …

  • du große Infrastruktur und Maschinen spannend findest
  • du nachts, am Wochenende und draußen arbeiten kannst
  • du körperlich belastbar und im Team zuverlässig bist
  • du Maße und Sicherheitsregeln sehr genau einhältst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr 1.122 €
  • 2. Ausbildungsjahr 1.351 €
  • 3. Ausbildungsjahr 1.610 €

Tarifwerte der Bauwirtschaft 2026

Die Werte gelten für gewerbliche Auszubildende der tarifgebundenen Bauwirtschaft.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellen- oder Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Gleisbaustellen und Verkehrswege sichern
  • Unterbau, Schotter und Entwässerung herstellen
  • Schwellen, Schienen und Befestigungen montieren
  • Weichen und Bahnübergänge bauen
  • Gleisgeometrie messen, richten und dokumentieren
  • Gleisbaumaschinen und Geräte bedienen
  • Störungen, Verschleiß und Instandhaltung bearbeiten

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Projekte bestimmen, ob Neubau, Instandhaltung, Weichen, Straßenbahn oder Hochgeschwindigkeitsstrecken überwiegen.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Vorarbeiter und PolierGleisbaustellen laufen in engen Sperrpausen. Wer sie führt, plant Minuten, nicht Stunden.
  • Schweißen im GleisbauSchienen werden verschweißt, und dafür braucht es geprüfte Verfahren. Ein Nachweis, der sich lohnt.
  • Sicherungsposten und BahnübergangspostenWer für die Sicherheit der Kolonne im Gleis verantwortlich ist, hat eine Rolle mit eigener Ausbildung und eigenem Nachweis.
  • GleisbaumaschinenStopfmaschine, Schotterpflug, Portalkran: Großgeräte sind eine Spezialisierung mit eigener Qualifikation.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
  • Als Vorarbeiter oder mit Schweißnachweisen ca. 3.600–4.600 € brutto im Monat

Es gilt der Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes mit Mindestlöhnen, dazu Auslöse sowie Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag. Der Nachtanteil macht am Monatsende einen deutlichen Unterschied.

Wusstest du?

Durchgehend verschweißte Schienen haben keine Stoßlücken mehr. Das typische „Tack-tack" alter Strecken kommt genau daher. Damit sich der Stahl bei Hitze nicht verwirft, wird er beim Einbau auf eine festgelegte Spannung gebracht.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Gleisbauer/in?

Du baust und erhältst Bahnstrecken: Schotterbett herstellen, Schwellen und Schienen verlegen, Gleise richten und stopfen, Weichen einbauen, Schienen schweißen.

Wie viel verdient man als Gleisbauer/in?

In der Ausbildung gilt der Bautarif mit rund 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt, dazu kommen Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

Warum arbeitet man nachts?

Gleise werden gesperrt, wenn keine Züge fahren. Deshalb liegen viele Arbeiten nachts und am Wochenende, mit entsprechenden Zuschlägen.

Ist die Arbeit im Gleis gefährlich?

Sie ist streng geregelt. Ohne Sicherungsplan, Sicherungsposten und Warnsystem geht niemand ins Gleis, und daran wird nicht gerüttelt.

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