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Berufsfeld Medien & Gestaltung · Duale Ausbildung

Fotograf/in

Du planst und produzierst Fotos für Menschen, Unternehmen, Produkte, Reportagen oder wissenschaftliche Anwendungen. Licht, Bildidee, Technik, Nachbearbeitung und die Abstimmung mit Auftraggebern gehören zusammen.
  • 3 Jahre
  • ab 724 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellen- oder Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Fotostudios, Werbe- und Medienagenturen, Industrieunternehmen, Redaktionen, wissenschaftlichen Einrichtungen oder selbstständigen Betrieben. Einsätze finden im Studio und vor Ort statt.

  • Kundenwünsche, Bildzweck und Produktionsaufwand klären
  • Bildideen, Motive, Licht und Aufnahmeablauf planen
  • Kameras, Objektive, Licht- und Aufnahmetechnik einsetzen
  • Personen, Produkte, Räume oder Ereignisse fotografieren
  • Bilddaten auswählen, bearbeiten, sichern und ausgeben
  • Nutzungsrechte, Datenschutz und Auftragsdaten berücksichtigen

Ein Tag als Fotograf/in

So läuft dein Tag

Du besprichst, wofür die Bilder gebraucht werden und welche Stimmung passen soll. Danach planst du Ort, Licht, Technik und Ablauf und bereitest Kamera und Hintergrund vor. Während der Aufnahme führst du Menschen an, ordnest Produkte oder reagierst auf eine Reportagesituation. Anschließend sicherst und sichtest du die Daten, korrigierst Farbe, Ausschnitt und Kontrast und exportierst passende Formate. Zum Auftrag gehören auch Auswahl, Rechte, Rechnung und Archiv.

Studio vorbereiten: Licht aufbauen, Hintergrund einrichten.

8:30 Uhr

Produktaufnahmen: Ausleuchtung anpassen, Reflexe kontrollieren.

9:30 Uhr

Porträttermin: Menschen führen, damit sie sich lösen.

12:00 Uhr

Bildauswahl treffen und mit dem Kunden abstimmen.

14:00 Uhr

Retusche und Farbanpassung.

15:30 Uhr

Daten übergeben, Nutzungsrechte klären, Rechnung schreiben.

17:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Der Markt ist überlaufen, und Preise stehen unter Druck.
  • Selbstständigkeit heißt: die Hälfte der Zeit ist Büro und Akquise.
  • Wochenendarbeit bei Hochzeiten und Veranstaltungen.
  • Kunden bringen Erwartungen mit, die aus sozialen Medien stammen.

Besser als sein Ruf

  • Du beherrschst Licht, und das kann kein Automatikmodus ersetzen.
  • Industrie- und Produktfotografie sind ein stabiler, gut bezahlter Markt.
  • Handwerk mit gestalterischer Freiheit und direktem Kundenkontakt.
  • Der Meisterbrief öffnet ein eigenes Studio mit Ausbildungsberechtigung.

Passt zu dir, wenn …

  • du Gestaltung und Kameratechnik verbinden möchtest
  • du Menschen anleiten und auf Auftraggeber eingehen kannst
  • du Bilddetails und Licht sehr genau wahrnimmst
  • du auch Auswahl, Nachbearbeitung und Organisation übernehmen möchtest

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ab 724 €
  • 2. Ausbildungsjahr ab 854 €
  • 3. Ausbildungsjahr ab 977 €

Gesetzliche Untergrenze 2026 bei fehlender belastbarer typischer Spanne

Für diesen seltenen Beruf liegt keine belastbare bundesweite typische Spanne vor. In vielen fotobetrieben dient die gesetzliche untergrenze als orientierung. Tarifgebundene oder öffentliche Betriebe können höher vergüten.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Handwerk und Medienwirtschaft
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellen- oder Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Kunst/Gestaltung, Informatik, Deutsch.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Bildideen und fotografische Konzepte entwickeln
  • Kamera-, Licht- und Aufnahmetechnik sicher einsetzen
  • Menschen und Motive professionell anleiten
  • Bilddaten auswählen, bearbeiten und farbverbindlich ausgeben
  • Aufträge kalkulieren und Produktionen organisieren
  • Urheberrecht, Datenschutz und Nutzungsrechte beachten
  • betriebliche Wahlqualifikationen nach Einsatzgebiet vertiefen

Wahlqualifikationen

Die seit 2025 modernisierte Ausbildung wird über betriebliche Wahlqualifikationen an den Einsatzbereich angepasst.

– Porträt und People

– Produkt und Werbung

– Reportage und Event

– Industrie, Architektur oder Wissenschaft

– digitale Bildproduktion und Ausgabe

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im FotografenhandwerkDer Meisterbrief führt zum eigenen Studio und zur Ausbildungsberechtigung.
  • SpezialisierungPorträt, Hochzeit, Produkt, Architektur oder Industrie. Jede Richtung hat ihre eigene Kundschaft.
  • Bildbearbeitung und RetuscheWer in der Postproduktion stark ist, arbeitet auch für andere Fotografen.
  • Industrie und UnternehmenGroße Firmen beschäftigen eigene Fotografen für Produkt und Dokumentation.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg angestellt ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat
  • In Industrie oder mit eigenem Studio ca. 2.900–4.200 € brutto im Monat

Produkt- und Industriefotografie zahlen verlässlicher als der Privatkundenmarkt. Der Meisterbrief ist für ein Ausbildungsstudio Voraussetzung.

Wusstest du?

Verkauft wird in der Fotografie nicht das Bild, sondern das Nutzungsrecht: Für welchen Zweck, wie lange und wo es verwendet werden darf, steht im Vertrag. Dieselbe Aufnahme kostet für eine Website etwas völlig anderes als für eine Plakatkampagne.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Fotograf/in?

Du fotografierst und bearbeitest Bilder: Aufnahmen planen, Licht setzen, Menschen oder Produkte in Szene setzen, Bilder auswählen und bearbeiten, Kunden beraten, Aufträge kalkulieren.

Wie viel verdient man als Fotograf/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, je nach Betrieb auch darüber. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark davon ab, ob angestellt oder selbstständig.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Fotografen?

Drei Jahre.

Kann man von Fotografie leben?

Angestellt in Industrie und Werbung ja. Selbstständig hängt es an Nische und Geschäftssinn. Die Konkurrenz ist groß, und Preisdruck ist real.

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