Berufsfeld Metall & Maschinenbau · Duale Ausbildung
Feinpolierer/in
- 3 Jahre
- ca. 1.304–1.373 € im 1. Jahr
- Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
3 Jahre
Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule
ab 1.304 €
Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif
Abschlussprüfung
Abschluss vor der zuständigen Kammer
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in Schmuck-, Uhren-, Edelmetall-, Metallwaren- und Präzisionsteileunternehmen. Arbeitsorte sind Schleiferei, Poliererei und Qualitätskontrolle.
- Werkstücke und Oberflächen auf Fehler prüfen
- Schleif-, Polier- und Läppmittel auswählen
- Werkstücke manuell und maschinell vorschleifen
- Oberflächen polieren, mattieren, bürsten und strukturieren
- empfindliche Kanten und Vertiefungen schützen
- Qualität, Glanz, Form und Oberflächenbild kontrollieren
Ein Tag als Feinpolierer/in
So läuft dein Tag
Du prüfst ein Werkstück auf Kratzer, Gussnähte oder Unebenheiten und entscheidest, welche Bearbeitungsschritte nötig sind. Mit Schleifkörpern und Maschinen entfernst du Fehler schrittweise, ohne Form und Kanten zu verändern. Danach folgen Feinpolitur, Bürsten oder Mattieren. Du reinigst das Teil und kontrollierst es bei geeignetem Licht. Je nach Produkt sind spiegelnde, seidenmatte oder strukturierte Flächen gefordert.
Auftrag prüfen: Werkstoff, Zielglanz, Stückzahl.
Vorschleifen und Kanten brechen.
Feinschliff in mehreren Stufen, Riefen vollständig entfernen.
Polieren mit Schwabbelscheibe und Paste.
Reinigen und Oberfläche unter Licht prüfen.
Teile schützen und für die Beschichtung verpacken.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Poliermittel und Metallstaub verlangen Absaugung und Schutz.
- Wiederholende Bewegungen belasten Arme und Schultern.
- Ein übersehener Kratzer macht das ganze Teil zunichte.
- Der Beruf ist wenig bekannt und regional konzentriert.
Besser als sein Ruf
- Sehr hohe tarifliche Ausbildungsvergütung.
- Das Ergebnis ist sofort sichtbar und beeindruckend.
- Fachleute für Oberflächen sind in vielen Branchen gefragt.
- Sauberer Einstieg in die Schmuck- und Metallverarbeitung.
Passt zu dir, wenn …
- du sehr genau an sichtbaren Oberflächen arbeiten kannst
- du Maschinen und feine Handarbeit verbinden möchtest
- du Kratzer und Formabweichungen schnell erkennst
- du auch wiederkehrende Arbeitsschritte konzentriert ausführst
Gehalt und Ausbildung
Was du verdienst
Vergütung pro Monat
- 1. Ausbildungsjahr ca. 1.304–1.373 €
- 2. Ausbildungsjahr ca. 1.378–1.408 €
- 3. Ausbildungsjahr ca. 1.443–1.489 €
Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab April 2026, brutto pro Monat
Tarifgebiet, Branche und Ausbildungsbetrieb bestimmen die genaue Vergütung.
Ausbildung im Überblick
- Art Duale Ausbildung in der Industrie
- Dauer 3 Jahre
- Lernorte Unternehmen und Berufsschule
- Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
- Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
Was du lernst
- Metalle und Oberflächenzustände beurteilen
- Schleif-, Läpp- und Poliermittel auswählen
- Werkstücke manuell und maschinell bearbeiten
- Kanten, Vertiefungen und Dekore erhalten
- glänzende, matte und strukturierte Oberflächen herstellen
- Maschinen, Werkzeuge und Absaugung pflegen
- Qualität und Arbeitsschutz kontrollieren
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Produkte und Werkstoffe des Betriebs bestimmen Verfahren und Oberflächen.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- HochglanzpoliturSpiegelnde Oberflächen an Schmuck und Uhren sind Facharbeit mit sehr feinem Ergebnis.
- Galvanik und VorbehandlungWer versteht, wie eine Oberfläche später beschichtet wird, poliert anders.
- QualitätsprüfungOberflächenfehler früh zu erkennen spart teure Nacharbeit.
- IndustriemeisterDie Aufstiegsfortbildung führt in Gruppen- und Fertigungsleitung.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.600–3.000 € brutto im Monat
- Mit Erfahrung oder Gruppenverantwortung ca. 3.200–4.000 € brutto im Monat
Tarifgebundene Betriebe der Schmuck- und Metallindustrie zahlen deutlich besser als kleine Zulieferer.
Wusstest du?
Beim Polieren wird kaum Material abgetragen. Die oberste Schicht wird verschmiert und geglättet. Deshalb entfernt Polieren keine Kratzer, sondern versteckt sie höchstens: Wer sauber arbeiten will, muss vorher schleifen.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Feinpolierer/in?
Du bringst Metalloberflächen auf Hochglanz: schleifen, mattieren, bürsten und polieren, Werkstücke vorbereiten, Poliermittel und Scheiben auswählen, Oberflächen prüfen.
Wie viel verdient man als Feinpolierer/in?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.304 bis 1.373 € im ersten Jahr und damit hoch. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Fertigungsberufe.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Ist Polieren nicht einfach Schleifen?
Nein. Jede Stufe hat ihr eigenes Mittel und ihre eigene Scheibe, und die Reihenfolge ist entscheidend. Wer eine Stufe überspringt, sieht das am Endergebnis.
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