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Berufsfeld Fahrzeugtechnik · Duale Ausbildung

Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in

Du stellst Sitze, Türverkleidungen, Dachhimmel, Teppiche und weitere Innenraumteile für Fahrzeuge her. Du schneidest, nähst, klebst, laminierst und montierst verschiedene Materialien und prüfst Komfort, Optik und Qualität.
  • 3 Jahre
  • ca. 1.304–1.373 € im 1. Jahr
  • Häufig mittlerer Abschluss
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.304 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest bei Automobilherstellern, Fahrzeugzulieferern, Sitz- und Interieurherstellern oder spezialisierten Reparatur- und Ausbaubetrieben. Arbeitsorte sind Zuschnitt, Näherei, Montage, Entwicklung und Qualitätskontrolle.

  • Textilien, Leder, Kunststoffe und Schaumstoffe prüfen
  • Schnittbilder erstellen und Materialien zuschneiden
  • Bezüge und Bauteile nähen, kleben, schweißen und laminieren
  • Polster, Heizungen, Sensoren und weitere Komponenten integrieren
  • Innenraumteile montieren und an Fahrzeuge anpassen
  • Qualität, Funktion und Oberflächen kontrollieren

Ein Tag als Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in

So läuft dein Tag

Du prüfst Produktionsauftrag, Material und Schnittdaten. Danach schneidest du Stoffe, Leder oder Verbundmaterialien mit Maschinen zu und bereitest die Teile für Näherei, Kaschierung oder Montage vor. Bei einem Sitzbezug werden Nähte und Funktionsbereiche genau kontrolliert, bevor Polster, Heizung oder Sensorik montiert werden. In der Fahrzeugmontage passt du die Teile ein und prüfst Spalt, Oberfläche und Funktion.

Auftrag durchgehen: Ein Sitz soll neu bezogen werden, das Material liegt bereit.

7:30 Uhr

Alten Bezug abnehmen und Schaum beurteilen.

Was durchgesessen ist, wird ersetzt.

8:30 Uhr

Zuschnitt nach Schablone.

Bei Leder entscheidet die Lage über das spätere Bild.

10:00 Uhr

Nähen an der Industriemaschine.

Naht für Naht, und die Linie muss stimmen.

12:00 Uhr

Beziehen und Montieren.

Falten fallen sofort auf.

14:00 Uhr

Innenraum zusammenbauen, Verkleidungen setzen, Endkontrolle.

16:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Feine Handarbeit über Stunden, oft in gebückter Haltung im Fahrzeug.
  • Klebstoffe und Kunststoffe riechen, und Absaugung ist nicht überall Standard.
  • Ein Fehler im Zuschnitt kostet teures Material, und Leder verzeiht nichts.
  • Der Beruf ist unbekannt, und du wirst ihn oft erklären müssen.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt der Fahrzeugberufe.
  • Du siehst das Ergebnis unmittelbar, und es ist der Teil des Fahrzeugs, den der Kunde jeden Tag anfasst.
  • Sonderfahrzeugbau und Oldtimer sind Märkte mit Einzelstücken und guten Preisen.
  • Handwerkliche Innenausbaukenntnisse sind übertragbar, auch in Bootsbau und Möbelbau.

Passt zu dir, wenn …

  • du Fahrzeuge, Materialien und präzise Verarbeitung verbinden möchtest
  • du Maschinen und Handarbeit gleichermaßen magst
  • du bei Nähten, Oberflächen und Passungen genau bleibst
  • du industrielle Team- und Schichtarbeit akzeptieren kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.304–1.373 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.378–1.408 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.443–1.489 €

Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab April 2026, brutto pro Monat

Tarifgebiet, Branche und Ausbildungsbetrieb bestimmen die genaue Vergütung.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Fahrzeuginterieur und Materialien beurteilen
  • Schnittdaten und digitale Fertigungsunterlagen nutzen
  • Textilien, Leder, Kunststoffe und Schäume verarbeiten
  • nähen, kleben, schweißen, laminieren und kaschieren
  • Polster, Sensorik und elektrische Komponenten integrieren
  • Innenraumteile montieren und reparieren
  • Qualität, Nachhaltigkeit und Serienprozesse sichern

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Produkt bestimmen, ob Sitze, Dachhimmel, Teppiche, Türverkleidungen oder Sonderfahrzeuge dominieren.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Spezialisierung auf Polster und LederSitze neu beziehen, Leder reparieren, Sonderanfertigungen: Wer das beherrscht, arbeitet für Werkstätten, Oldtimerbetriebe und den Fahrzeugausbau.
  • Fahrzeugausbau und SonderfahrzeugeWohnmobile, Rettungsfahrzeuge, Behindertengerechte Umbauten: ein Markt mit Einzelstücken statt Serienarbeit.
  • Cabrioverdecke und SonnenschutzVerdecke sind teure Bauteile und werden repariert statt getauscht. Betriebe, die das können, sind selten.
  • Meisterprüfung im Raumausstatter- oder SattlerhandwerkDie verwandten Handwerke bieten Meisterwege, die auf diese Ausbildung aufbauen und zur Selbstständigkeit führen.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.500–3.000 € brutto im Monat
  • Mit Spezialisierung oder im Sonderfahrzeugbau ca. 3.100–4.000 € brutto im Monat

Industriebetriebe zahlen tarifgebunden und damit meist besser als kleine Werkstätten. Im Sonderfahrzeugbau und bei Oldtimern sind die Sätze höher, weil die Arbeit Einzelanfertigung ist.

Wusstest du?

Der Beruf ist eine der jüngeren Ausbildungsordnungen im Fahrzeugbereich. Er fasst zusammen, was vorher auf Sattlerei, Polsterei und Fahrzeugausbau verteilt war.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben zwischen rund 1.300 und 1.370 € im ersten Jahr und damit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark daran, ob du in der Industrie oder im Handwerk arbeitest.

Was macht ein/e Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in?

Du fertigst und montierst alles, was den Innenraum eines Fahrzeugs ausmacht: Sitze, Verkleidungen, Himmel, Teppiche, Verdecke, Planen und Sonderausbauten.

Ist der Beruf neu?

Ja, er ist einer der jüngeren Ausbildungsberufe im Fahrzeugbereich und fasst zusammen, was vorher auf Sattler, Polsterer und Fahrzeugausbau verteilt war.

Nähe ich viel?

Ja. Industrienähmaschinen, Zuschnitt und Materialkunde sind ein zentraler Teil der Ausbildung, dazu Kleben, Kaschieren und Montieren.

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