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Berufsfeld Fahrzeugtechnik · Duale Ausbildung

Fahrradmonteur/in

Du montierst, wartest und reparierst Fahrräder und E-Bikes. Du prüfst Bremsen, Schaltung, Räder und elektrische Antriebskomponenten, baust Zubehör an und erklärst Kunden die sichere Nutzung.
  • 2 Jahre
  • ab 724 € im 1. Jahr
  • Häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 2 Jahre

2 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellen- oder Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Fahrradwerkstätten, Fachgeschäften, Fahrradherstellern, Verleihsystemen oder Mobilitätsdiensten. Arbeitsorte sind Werkstatt, Verkaufsraum und teilweise Außeneinsatz.

  • Fahrräder und E-Bikes montieren und fahrbereit machen
  • Bremsen, Schaltungen, Reifen und Laufräder warten
  • Fehler an mechanischen und elektrischen Systemen suchen
  • Verschleißteile austauschen und Einstellungen vornehmen
  • Zubehör und Komponenten montieren
  • Fahrzeuge prüfen und Kunden über Bedienung und Pflege informieren

Ein Tag als Fahrradmonteur/in

So läuft dein Tag

Du übernimmst ein Fahrrad, hörst dir das Problem an und führst einen Sicherheitscheck durch. Danach prüfst du Bremsen, Antrieb, Laufräder und bei E-Bikes Display, Akku und elektrische Komponenten. Du tauschst Teile, stellst Systeme ein und kontrollierst das Ergebnis auf dem Montageständer und bei einer Probefahrt. Neuräder werden aufgebaut, dokumentiert und an den Kunden übergeben.

Neuräder aus der Kiste montieren: Lenker, Pedale, Laufräder, Einstellungen, Endkontrolle.

8:00 Uhr

Inspektion nach Checkliste.

Bremsen, Schaltung, Speichenspannung, Reifendruck.

10:00 Uhr

Reparatur: Kette und Ritzel sind verschlissen und werden zusammen getauscht.

12:00 Uhr

E-Bike-Wartung.

Antriebseinheit prüfen, Software aktualisieren, Akku testen.

13:30 Uhr

Kundenrad abnehmen und die Arbeiten erklären.

15:00 Uhr

Werkstatt aufräumen und Ersatzteile nachbestellen.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Zwei Jahre Ausbildung heißen auch: ein Abschluss, der weniger Türen öffnet als der dreieinhalbjährige.
  • Der Beruf ist stark saisonal. Im Frühjahr ist es voll, im Winter wird es ruhig.
  • Viel gebückte Arbeit an kleinen Teilen, und im Handel gehören Samstage dazu.
  • Die Bezahlung liegt am unteren Rand der technischen Berufe.

Besser als sein Ruf

  • Der Einstieg ist kurz, und der Weg zum Zweiradmechatroniker steht offen.
  • E-Bikes haben aus dem Fahrrad ein technisches Gerät gemacht, und die Arbeit daran ist anspruchsvoller geworden.
  • Fahrradbetriebe suchen Personal. Eine Stelle zu finden ist selten das Problem.
  • Du siehst am Ende jedes Auftrags ein Rad, das wieder fährt.

Passt zu dir, wenn …

  • du Fahrräder und praktische Reparaturen magst
  • du bei Bremsen und Sicherheit genau bleibst
  • du mechanische und elektrische Systeme verstehen möchtest
  • du einen zweijährigen Werkstatteinstieg suchst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr mind. 724 €
  • 2. Ausbildungsjahr mind. 854 €

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie
  • Dauer 2 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellen- oder Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, häufig Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

Was du lernst

  • Fahrräder und E-Bikes montieren
  • Bremsen, Schaltungen und Antriebe einstellen
  • Reifen, Schläuche und Laufräder bearbeiten
  • elektrische Antriebssysteme und Akkus prüfen
  • Fehler diagnostizieren und Verschleißteile ersetzen
  • Zubehör montieren und Fahrzeuge sicher prüfen
  • Kunden informieren und Aufträge dokumentieren

Monoberuf

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Nach der Ausbildung kann häufig die Ausbildung Zweiradmechatroniker/in – Fahrradtechnik fortgesetzt werden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Drittes Jahr zum ZweiradmechatronikerDer naheliegendste Schritt. Die Ausbildungsordnungen sind aufeinander abgestimmt, und mit anderthalb weiteren Jahren hast du den vollen Abschluss in der Fachrichtung Fahrradtechnik.
  • Spezialisierung auf E-Bike-AntriebeElektrische Antriebe, Akkus und Diagnosesoftware sind das Feld, in dem gerade am meisten Arbeit liegt.
  • Montage und Endkontrolle in der IndustrieFahrradhersteller und Importeure montieren und prüfen in großer Stückzahl. Dort ist der Beruf ein Industriearbeitsplatz mit festen Schichten.
  • Werkstattleitung im HandelGrößere Fahrradhäuser haben eigene Werkstätten mit mehreren Leuten. Wer sauber arbeitet und den Überblick behält, führt sie nach einigen Jahren.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.100–2.500 € brutto im Monat
  • Nach dem Aufstieg zum Zweiradmechatroniker ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat

Die Betriebe sind klein und selten tarifgebunden. In der Industriemontage liegt der Verdienst häufig höher als im Fachhandel. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, ob der Betrieb das dritte Jahr anbietet.

Wusstest du?

Fahrradmonteur/in ist eine der wenigen zweijährigen Ausbildungen, die direkt in eine dreieinhalbjährige übergeht: Die Zeit wird auf den Zweiradmechatroniker angerechnet.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fahrradmonteur/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb meist bei rund 720 bis 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg niedrig; mit dem Aufstieg zum Zweiradmechatroniker steigt er.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Fahrradmonteur/in?

Zwei Jahre. Sie ist so angelegt, dass du danach zum Zweiradmechatroniker in der Fachrichtung Fahrradtechnik weitermachen kannst.

Was ist der Unterschied zum Zweiradmechatroniker?

Der Fahrradmonteur montiert, wartet und repariert nach Vorgabe. Der Zweiradmechatroniker deckt zusätzlich Diagnose, Elektronik und Kundenberatung ab und darf mit dem Meisterbrief einen Betrieb führen.

Arbeite ich nur an einfachen Rädern?

Nein. Auch ein Fahrradmonteur montiert E-Bikes, hydraulische Bremsen und elektronische Schaltungen. Die Diagnose komplexer Fehler bleibt aber beim Mechatroniker.

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