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Berufsfeld Elektro · Duale Ausbildung

Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

Du sorgst dafür, dass Produktionsanlagen, Roboter, Sensoren und Antriebe automatisch zusammenarbeiten. Dafür montierst und verdrahtest du Komponenten, programmierst Steuerungen und testest den gesamten Ablauf. Bei Störungen prüfst du Hardware, Software, Netzwerk und Prozess.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 1.304–1.373 € im 1. Jahr
  • Meist mittlerer Abschluss, häufig auch Fachabitur/Abitur
Dauer 3,5 Jahre

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 1.304 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Maschinen- und Anlagenbau, Automobil-, Chemie-, Lebensmittel-, Elektro- oder Verfahrenstechnikunternehmen sowie bei Automatisierungsdienstleistern. Arbeitsorte sind Produktionshallen, Entwicklungsbereiche, Werkstätten und Kundenanlagen.

  • Automatisierungssysteme planen und technische Unterlagen erstellen
  • Sensoren, Aktoren, Steuerungen, Antriebe und Schaltschränke montieren
  • SPS, Bussysteme, Netzwerke und Bedienoberflächen programmieren und konfigurieren
  • Anlagen in übergeordnete Produktions- und IT-Systeme integrieren
  • Sicherheitsfunktionen, Signale und automatische Abläufe testen
  • Störungen diagnostizieren, Programme optimieren und Anlagen instand halten

Ein Tag als Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

So läuft dein Tag

Du arbeitest an einer neuen oder bestehenden Produktionsanlage. Zuerst prüfst du Schaltplan, Programm und gewünschten Ablauf. Du montierst Sensoren und Aktoren, verdrahtest Komponenten und überträgst das Steuerungsprogramm. Bei der Inbetriebnahme testest du Schritt für Schritt, ob Signale und Bewegungen stimmen. Tritt eine Störung auf, prüfst du Messwerte, Netzwerk, Software und Mechanik gemeinsam mit anderen Fachbereichen. Änderungen werden dokumentiert und gegen unbefugten Zugriff abgesichert.

Schaltplan und Funktionsbeschreibung der neuen Anlage durchgehen.

7:00 Uhr

Schaltschrank verdrahten und Sensorik anschließen.

8:30 Uhr

SPS-Programm einspielen und Ein- und Ausgänge einzeln prüfen.

11:00 Uhr

Erster Probelauf im Handbetrieb.

Jede Bewegung einzeln, bevor etwas automatisch läuft.

13:00 Uhr

Sicherheitsfunktionen prüfen: Not-Halt, Schutztüren, Lichtgitter.

Ohne Nachweis geht nichts weiter.

15:00 Uhr

Dokumentation und Übergabestand festhalten.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Inbetriebnahmen laufen unter Termindruck, und der Kunde wartet daneben.
  • Reisetätigkeit heißt Wochen außer Haus, je nach Betrieb auch im Ausland.
  • Fehler in einer Steuerung können Maschinen beschädigen oder Menschen gefährden.
  • Die Technik ändert sich ständig. Wer nicht weiterlernt, hängt in wenigen Jahren hinterher.

Besser als sein Ruf

  • Vergütung und Einstiegsgehalt gehören zu den höchsten unter den dualen Berufen.
  • Du bringst Anlagen zum Laufen, die vorher nur auf Papier existierten.
  • Automatisierungsfachkräfte werden überall gesucht, in jeder Branche.
  • Der Beruf verbindet Elektrotechnik, Programmierung und Mechanik.

Passt zu dir, wenn …

  • du Elektrotechnik und Programmierung gleich spannend findest
  • du komplexe Fehler geduldig und logisch untersuchst
  • du mit Maschinen, Robotern und industriellen Netzwerken arbeiten möchtest
  • du dich im Team mit Mechanik, IT und Produktion abstimmen kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 1.304–1.373 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 1.378–1.408 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 1.443–1.489 €
  • 4. Ausbildungsjahr ca. 1.478–1.563 €

Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie ab 01.04.2026, brutto pro Monat

Die Werte zeigen Beispiele aus Baden-Württemberg und Nordwest-Niedersachsen. Tarifgebiet und Betrieb bestimmen die genaue Vergütung.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in der Industrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, meist mittlerer Abschluss, häufig auch Fachabitur/Abitur

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Industriebetriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Informatik, Physik und Mathematik sind besonders wichtig.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Programmiererfahrung, technisches Praktikum, logisches Denken und Ausdauer bei Fehlersuche können stark überzeugen.

Was du lernst

  • Automatisierungsanlagen planen und Komponenten auswählen
  • elektrische Baugruppen montieren, verdrahten und prüfen
  • SPS, Steuerungen, Regelkreise und Bedienoberflächen programmieren
  • Bussysteme, industrielle Netzwerke und IT-Sicherheit einrichten
  • Sensoren, Aktoren, Antriebe und Roboter integrieren
  • Anlagen in Betrieb nehmen, optimieren und instand halten
  • Fehler systematisch diagnostizieren und technische Daten dokumentieren

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • SPS-Programmierung und InbetriebnahmeAnlagen zum Laufen bringen, oft beim Kunden und oft im Ausland. Der anspruchsvollste und am besten bezahlte Teil des Berufsfelds.
  • Industriemeister/in oder Techniker/inBeide Wege führen in Projektierung, Planung und Führung. Berufsbegleitend machbar und von vielen Betrieben unterstützt.
  • Robotik und AntriebstechnikRoboterzellen einrichten, Achsen abstimmen, Sicherheitstechnik auslegen. Ein Feld, in dem Fachkräfte durchgehend fehlen.
  • Industrielle Kommunikation und IT-SicherheitProduktionsanlagen hängen am Netz, und das schafft eine neue Aufgabe: Anlagen absichern, ohne sie anzuhalten.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 3.300–3.900 € brutto im Monat
  • In der Inbetriebnahme oder mit Techniker ca. 4.300–5.800 € brutto im Monat

Inbetriebnehmer bekommen zusätzlich Auslösen und Reisezeiten vergütet, und das macht einen erheblichen Unterschied. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung, Reiseanteil und Auslöseregelung.

Wusstest du?

Vor der ersten automatischen Bewegung wird jede Sicherheitsfunktion einzeln geprüft und dokumentiert: Not-Halt, Schutztür, Lichtgitter. Erst dieser Nachweis erlaubt den Automatikbetrieb.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Elektroniker/in für Automatisierungstechnik?

In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Industriebetrieben zwischen rund 1.300 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg deutlich über dem Durchschnitt, mit Inbetriebnahme-Erfahrung noch darüber.

Was ist der Unterschied zwischen Elektroniker/in für Automatisierungstechnik und Betriebstechnik?

Die Betriebstechnik hält den elektrischen Betrieb eines Werks am Laufen. Du baust, programmierst und optimierst die Steuerungen, die eine Anlage überhaupt erst automatisch machen.

Muss ich programmieren können?

Du lernst es in der Ausbildung. Gearbeitet wird mit speicherprogrammierbaren Steuerungen und ihren eigenen Sprachen, nicht mit klassischer Softwareentwicklung.

Reise ich viel?

Bei Anlagenbauern ja: Inbetriebnahmen finden beim Kunden statt, teils im Ausland. In der werkseigenen Automatisierung bleibst du am Standort.

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