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Berufsfeld Gesundheit & Medizin · Schulische Ausbildung

Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in

In dieser Ausbildung arbeitest du an Atmung, Stimme, Sprechen und therapeutische Übungsarbeit. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.
  • 3 Jahre
  • Meist ohne Vergütung
Dauer 3 Jahre

3 Jahre

Dauer der Ausbildung

Meist ohne Vergütung

Finanzierung der schulischen Ausbildung

Staatlich anerkannt

Abschluss der schulischen Ausbildung

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in spezialisierten Praxen, Kliniken, Reha-, Seh-, Sprach- oder Bildungseinrichtungen.

  • Funktionen und Einschränkungen systematisch untersuchen
  • Befunde und Therapieziele ableiten
  • Übungen und Behandlungseinheiten vorbereiten
  • Patienten individuell anleiten
  • Fortschritte messen und dokumentieren
  • mit Ärzten, Pädagogik und Angehörigen abstimmen

Ein Tag als Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in

So läuft dein Tag

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Atmung, Stimme, Sprechen und therapeutische Übungsarbeit, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Einzelstunde: Stimmgebrauch analysieren, Atemführung üben.

9:00 Uhr

Klientin mit heiserer Stimme: Spannungsmuster lösen.

10:30 Uhr

Seminar für Lehrkräfte: Stimme im Unterricht schonen.

13:00 Uhr

Vorbereitung: Übungsreihen für die nächste Gruppe zusammenstellen.

15:00 Uhr

Abendkurs Sprecherziehung.

17:00 Uhr

Termine und Abrechnung führen.

19:00 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Kein Gehalt in der Ausbildung, dazu Schulgeld über drei Jahre.
  • Die Ausbildung ist nicht bundeseinheitlich anerkannt.
  • Feste Stellen sind selten; Selbstständigkeit ist der Normalfall.
  • Abendkurse und unregelmäßige Zeiten gehören dazu.

Besser als sein Ruf

  • Sehr individuelle Arbeit mit sichtbaren Veränderungen.
  • Stimme ist für viele Berufsgruppen das Arbeitsmittel. Der Bedarf ist echt.
  • Kurse und Seminare lassen sich gut mit Einzelarbeit verbinden.
  • Ein Beruf, in dem Erfahrung und Ruf mehr zählen als jeder Titel.

Passt zu dir, wenn …

  • du Sprache, Stimme, Sehen oder Wahrnehmung genau beobachtest
  • du geduldig und kreativ übst
  • du sehr klar kommunizierst
  • du individuelle Fortschritte systematisch beurteilst

Gehalt und Ausbildung

Was die Ausbildung kostet

Finanzierung

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Ausbildung im Überblick

  • Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
  • Regelung Landesrechtlich geregelt
  • Dauer Landes- oder schulabhängig meist 24–36 Monate
  • Lernorte Schule und Praxis
  • Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
  • Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Ein Gesundheitsnachweis und weitere Unterlagen können dazukommen.

Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

Praxisanteil: praktische Ausbildung beziehungsweise Praktika in Praxen, Kliniken oder Apotheken

Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

Was du lernst

  • Anatomie und Funktion des jeweiligen Systems verstehen
  • Diagnostische Verfahren anwenden
  • Therapie- und Übungskonzepte entwickeln
  • Kommunikation und Motivation gestalten
  • Hilfsmittel und digitale Medien einsetzen
  • Behandlungsverlauf dokumentieren
  • interdisziplinär zusammenarbeiten

Ausbildungsvarianten

Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • StimmtherapieMenschen mit Stimmstörungen behandeln, oft auf ärztliche Verordnung.
  • Berufssprecher und BühneSchauspieler, Sänger, Lehrkräfte und Vortragende zu begleiten ist ein eigener Markt.
  • Eigene PraxisViele arbeiten selbstständig, in einer Mischung aus Therapie und Kursen.
  • Lehre an HochschulenSprecherziehung wird an Musik- und Theaterhochschulen unterrichtet.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg angestellt ca. 2.300–2.800 € brutto im Monat
  • Selbstständig mit Kursen und Therapie stark schwankend, je nach Auslastung

Der Verdienst hängt fast vollständig am Geschäftsmodell. Eine feste Anstellung ist in diesem Beruf die Ausnahme, nicht die Regel.

Wusstest du?

Die Stimme entsteht nicht im Hals allein: Atemführung, Haltung und Spannung im ganzen Körper bestimmen den Klang mit. Deshalb beginnt Stimmarbeit fast immer beim Atem und bei der Haltung, und erst danach beim Ton.

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Unternehmen mit diesem Beruf

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in?

Du arbeitest an Atmung, Stimme und Sprechen: Stimmgebrauch analysieren, Atem- und Stimmübungen anleiten, Haltung und Spannung verändern, Berufssprecher schulen, Stimmstörungen behandeln.

Wie wird man Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in?

Über eine schulische Ausbildung an einer Fachschule, meist drei Jahre. Die Ausbildung ist nicht bundeseinheitlich geregelt; Schule und Bundesland bestimmen Zugang und Abschluss.

Gibt es eine Ausbildungsvergütung?

Nein. Es ist eine schulische Ausbildung, und die Schulen erheben in der Regel Schulgeld.

Was ist der Unterschied zur Logopädie?

Die Logopädie ist ein staatlich anerkannter Gesundheitsberuf mit gesetzlich geregelter Ausbildung und Kassenabrechnung. Diese Ausbildung liegt stärker auf Stimmbildung und Sprecherziehung.

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