Berufsfeld Medien & Gestaltung · Schulische Ausbildung
Assistent/in - Produktdesign
- 2 Jahre
- Meist ohne Vergütung
2 Jahre
Dauer der Ausbildung
Meist ohne Vergütung
Finanzierung der schulischen Ausbildung
Staatlich anerkannt
Abschluss der schulischen Ausbildung
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in Agenturen, Ateliers, Studios, Medienhäusern, Designbüros, Museen, Mode- oder Produktunternehmen.
- Briefing, Zielgruppe und Gestaltungsaufgabe analysieren
- Ideen, Skizzen und Konzepte entwickeln
- Layouts, Modelle, Fotos oder Entwürfe digital umsetzen
- Materialien und Produktionsverfahren auswählen
- Entwürfe präsentieren und überarbeiten
- Daten, Modelle oder Produkte final kontrollieren
Ein Tag als Assistent/in - Produktdesign
So läuft dein Tag
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Produktideen, Modelle, CAD und fertigungsgerechte Gestaltung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Entwurfsreihe skizzieren und Varianten sammeln.
3D-Modell aufbauen und Proportionen prüfen.
Prototyp drucken und nacharbeiten.
Material und Fertigungsverfahren recherchieren.
Modell fotografieren und Präsentation vorbereiten.
Rückmeldungen einarbeiten und Dateien ordnen.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Kein Gehalt, oft Schulgeld.
- Zuarbeit statt eigener Verantwortung, jedenfalls anfangs.
- Der Designmarkt ist eng und stark umkämpft.
- Ohne Praxis oder Studium bleibt der Aufstieg begrenzt.
Besser als sein Ruf
- Zwei Jahre, häufig mit Fachhochschulreife.
- Modellbau- und CAD-Kenntnisse sind in der Industrie gefragt.
- Sehr guter Startpunkt für ein Designstudium.
- Anrechnung auf eine duale Ausbildung ist möglich.
Passt zu dir, wenn …
- du eigene Ideen entwickelst und Kritik verarbeiten kannst
- du Farben, Formen und Details genau wahrnimmst
- du digitale Werkzeuge und praktische Gestaltung verbindest
- du selbstständig an Projekten arbeitest
Gehalt und Ausbildung
Was die Ausbildung kostet
Finanzierung
Modell: schulische Ausbildung; öffentliche und private Anbieter Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung Schulgeld: private Schulen können erhebliche Gebühren verlangen; öffentliche Angebote sind häufig günstiger oder schulgeldfrei Förderung: Schüler-BAföG oder weitere Förderung kann abhängig von Schule und Anerkennung möglich sein
Vor Vertragsabschluss Kosten, staatliche Anerkennung und Förderfähigkeit genau prüfen.
Ausbildung im Überblick
- Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
- Regelung Landesrechtlich geregelt
- Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
- Lernorte Schule und Praxis
- Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
- Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Dazu kommen oft eine Mappe, eine Aufnahmeprüfung oder ein gestalterischer Eignungstest.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: Projektarbeiten, Werkstatt- und Produktionsphasen; Praktika je nach Schule
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
Was du lernst
- Gestaltungs-, Farb- und Formgrundlagen anwenden
- Ideen recherchieren und Konzepte entwickeln
- Zeichen-, Foto-, Modell- oder Layouttechniken einsetzen
- professionelle Gestaltungssoftware nutzen
- Produktion und technische Umsetzung vorbereiten
- Präsentation und Kommunikation üben
- Portfolio und Projekte dokumentieren
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- Modellbau und PrototypingAus Entwürfen greifbare Modelle machen, mit 3D-Druck und Handarbeit.
- Verkürzte duale AusbildungTechnischer Produktdesigner oder Technischer Modellbauer.
- DesignabteilungZuarbeit in Entwicklung und Produktgestaltung.
- StudiumProdukt- und Industriedesign bauen darauf auf.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
- Mit Praxis oder dualer Zusatzausbildung ca. 3.200–4.200 € brutto im Monat
Industriebetriebe zahlen deutlich besser als kleine Designbüros.
Wusstest du?
Ein Produkt entsteht selten am Bildschirm allein: Erst das physische Modell zeigt, ob ein Griff in der Hand liegt und ein Gerät kippelt. Deshalb gehört Modellbau bis heute zu jedem ernsthaften Designprozess, trotz 3D-Software.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Assistent/in für Produktdesign?
Du arbeitest an Produktentwürfen mit: Ideen skizzieren, 3D-Modelle aufbauen, Prototypen bauen, Materialien und Fertigungswege recherchieren, Präsentationen vorbereiten.
Wie wird man Assistent/in für Produktdesign?
Über eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, meist zwei Jahre. Zugang und Bezeichnung sind Ländersache.
Gibt es eine Ausbildungsvergütung?
Nein. Es ist eine schulische Ausbildung; private Schulen erheben Schulgeld.
Ist der Abschluss ausreichend für eine Designstelle?
Für Zuarbeit und Modellbau oft ja. Eigenständige Gestaltungsverantwortung setzt in der Regel ein Studium voraus.
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