Berufsfeld IT · Schulische Ausbildung
Assistent/in - Informatik (Softwaretechnik)
- 2 Jahre
- Meist ohne Vergütung
2 Jahre
Dauer der Ausbildung
Meist ohne Vergütung
Finanzierung der schulischen Ausbildung
Staatlich anerkannt
Abschluss der schulischen Ausbildung
Dein Job
Was du machst
Du arbeitest in IT-Abteilungen, Softwareunternehmen, Medien-, Industrie- oder Verwaltungsorganisationen sowie technischen Laboren.
- Anforderungen und Aufgabenstellung analysieren
- Software, Datenbanken oder Netzwerke planen
- Programme und digitale Lösungen entwickeln
- Systeme installieren, konfigurieren und testen
- Fehler suchen und strukturiert beheben
- Projekte und technische Ergebnisse dokumentieren
Ein Tag als Assistent/in - Informatik (Softwaretechnik)
So läuft dein Tag
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Software, Daten, Netzwerke und systematische Problemlösung, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Programmierunterricht.
Heute Vererbung und Schnittstellen, an einem Beispiel, das später weiterläuft.
Softwaretechnik: Anforderungen aufnehmen, Klassendiagramm zeichnen, Aufwand schätzen.
Datenbanken.
Ein Modell entwerfen und die Abfragen dazu schreiben.
Projektarbeit im Team.
Versionsverwaltung, Aufgaben verteilen, Stand zusammenführen.
Testen und Debuggen.
Der Fehler liegt selten dort, wo man ihn sucht.
Im Betrieb: ein echtes Ticket, ein echtes Repository, ein echtes Review.
Klartext
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Es gibt keine Ausbildungsvergütung. Zwei Jahre müssen anders finanziert werden.
- Ohne eigenes Üben außerhalb des Unterrichts reicht die Zeit nicht, um wirklich programmieren zu lernen.
- Der Abschluss ist weniger bekannt als der Fachinformatiker, und das musst du im Bewerbungsgespräch aufwiegen.
- Bildschirmarbeit den ganzen Tag, in der Schule wie danach.
Besser als sein Ruf
- Zwei Jahre, ein Berufsabschluss und häufig die Fachhochschulreife dazu.
- Du lernst breiter als in einem einzelnen Betrieb: mehrere Sprachen, Datenbanken, Softwaretechnik.
- Der Weg ins Informatikstudium ist offen, und der Anfang fällt dir leichter als anderen.
- In der IT zählt am Ende, was du bauen kannst. Ein eigenes Projekt wiegt schwerer als die Herkunft des Abschlusses.
Passt zu dir, wenn …
- du logisch und ausdauernd Probleme löst
- du gerne programmierst oder Systeme konfigurierst
- du Mathematik und digitale Strukturen magst
- du dich laufend in neue Technik einarbeitest
Gehalt und Ausbildung
Was die Ausbildung kostet
Finanzierung
Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein
Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.
Ausbildung im Überblick
- Art Vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
- Regelung Landesrechtlich geregelt
- Dauer Landesabhängig meist 24 Monate
- Lernorte Schule und Praxis
- Prüfung Staatlich anerkannter Abschluss
- Schulabschluss Meist mittlerer Abschluss
Gut zu wissen
Dauer: landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Gute Kenntnisse in Mathematik, Technik oder Informatik helfen dir.
Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.
Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
Was du lernst
- Programmier- und Informatikgrundlagen anwenden
- Datenmodelle und Algorithmen verstehen
- Software oder Systeme entwickeln
- Netzwerke und Betriebssysteme einsetzen
- Daten schützen und sichern
- Tests und Fehleranalysen durchführen
- IT-Projekte dokumentieren und präsentieren
Ausbildungsvarianten
Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.
Zukunft
Das kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
Viele Wege nach oben
- Einstieg als EntwicklerSoftwarehäuser und IT-Abteilungen stellen Absolventen für Entwicklung und Test ein. Der Abschluss ist bekannt genug, dass er nicht erklärt werden muss.
- Spezialisierung auf eine PlattformWeb, mobile Anwendungen, Backend, Datenbanken: Wer sich früh auf eine Richtung festlegt und sie ernsthaft lernt, wird schnell gebraucht.
- IT-Fachwirt oder Operative ProfessionalDie IT-Fortbildungsordnung führt bis zum Operativen Professional, der dem Bachelor formal gleichgestellt ist.
- Studium InformatikViele Fachschulen bieten den Bildungsgang zusammen mit der Fachhochschulreife an. Wer sie mitnimmt, kann direkt studieren, und der Stoff der ersten Semester ist dann bekannt.
Nach der Ausbildung
- Einstieg ca. 2.800–3.400 € brutto im Monat
Die IT zahlt über dem Durchschnitt, und der schulische Abschluss ändert daran wenig, sobald du liefern kannst. Wer die Fachhochschulreife mitgenommen hat und studiert, kommt später deutlich höher heraus. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Weiterbildungsbudget.
Wusstest du?
Der größte Teil der Arbeit an Software ist nicht das Schreiben, sondern das Ändern: Programme werden über Jahre gepflegt, von wechselnden Leuten. Deshalb zählt lesbarer Code mehr als ein cleverer Einzeiler.
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Häufige Fragen
Was alle wissen wollen
Bekommt man als Assistent/in - Informatik (Softwaretechnik) eine Ausbildungsvergütung?
Nein. Die Ausbildung findet an einer Fachschule statt. An staatlichen Schulen fällt in der Regel kein Schulgeld an, private verlangen welches; BAföG ist möglich.
Was ist der Unterschied zwischen Assistent/in - Informatik (Softwaretechnik) und Fachinformatiker/in?
Der Fachinformatiker lernt dual im Betrieb, mit Vergütung und von Anfang an in echten Projekten. Der Assistent lernt an einer Schule, mit mehr Theorie und der Möglichkeit, die Fachhochschulreife mitzunehmen.
Welche Sprachen lerne ich?
Das entscheidet die Schule. Verbreitet sind Java, C# und Python, dazu SQL. Wichtiger als die Sprache ist, dass du das Denken dahinter verstehst.
Wo arbeite ich danach?
In Softwarehäusern, IT-Abteilungen, bei Dienstleistern und überall dort, wo Anwendungen entwickelt und gepflegt werden.
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