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Berufsfeld Ausbau & Gebäudetechnik · Duale Ausbildung

Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Du sorgst dafür, dass Wasser fließt, Räume warm werden und Lüftungsanlagen funktionieren. Dafür verlegst du Rohre, montierst Heizungen und Sanitäranlagen und stellst moderne Systeme wie Wärmepumpen ein. Viel Handwerk, viel Technik und regelmäßiger Kundenkontakt.
  • 3,5 Jahre
  • ca. 724–1.090 € im 1. Jahr
  • Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss
Dauer 3,5 Jahre
Arbeitssituation im Beruf Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

3,5 Jahre

Ausbildung in Unternehmen und Berufsschule

ab 724 €

Vergütung im 1. Ausbildungsjahr, je nach Region und Tarif

Gesellen- oder Abschlussprüfung

Abschluss vor der zuständigen Kammer

Dein Job

Was du machst

Du arbeitest in Installationsbetrieben sowie bei Heizungs- und Klimaanlagenbauern. Die meiste Zeit bist du bei Kundinnen und Kunden, in Neubauten, bei Sanierungen oder auf anderen Baustellen. Manche Arbeiten finden in der Werkstatt statt.

  • Wasser-, Abwasser- und Luftleitungen verlegen
  • Waschbecken, Duschen, Toiletten und Armaturen montieren
  • Heizungsanlagen, Wärmepumpen und Lüftungssysteme einbauen
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik einstellen
  • Anlagen warten, prüfen und Fehler beheben
  • Kundinnen und Kunden beraten und in die Bedienung einweisen

Ein Tag als Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

So läuft dein Tag

Der Arbeitstag beginnt häufig im Betrieb oder direkt auf einer Baustelle. Du prüfst den Auftrag, lädst Material und Werkzeug aus und stimmst dich mit dem Team ab. Danach misst du Leitungswege aus, befestigst Rohre, montierst Bauteile und verbindest die Anlage. Am Ende prüfst du Druck, Dichtheit und Einstellungen. Bei einer Wartung suchst du nach Fehlern, reinigst Bauteile oder tauschst Verschleißteile aus. Weil du oft in bewohnten Gebäuden arbeitest, gehören sauberes Auftreten und verständliche Erklärungen dazu.

Material aufladen.

Was fehlt, kostet eine Fahrt quer durch die Stadt.

7:00 Uhr

Erste Baustelle: Rohrleitungen für ein Bad verlegen, Maße am Plan prüfen.

7:45 Uhr

Löten, pressen, dichten.

Danach abdrücken. Eine undichte Leitung findet man besser jetzt als nach dem Verputzen.

10:30 Uhr

Kundendienst dazwischen: Heizung ohne Warmwasser, Fehlersuche an der Regelung.

12:30 Uhr

Wärmepumpe anschließen und hydraulisch abgleichen.

14:30 Uhr

Übergabe an die Kundschaft, Anlage erklären, Arbeitsbericht schreiben.

16:30 Uhr

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Arbeit in fremden Wohnungen, oft in Staub und Enge.
  • Notdienst und Bereitschaft gehören in vielen Betrieben dazu.
  • Kunden sind angespannt, wenn die Heizung im Januar ausfällt.
  • Körperlich fordernd: Kessel, Speicher und Rohrbunde sind schwer.

Besser als sein Ruf

  • Der Beruf ist technisch anspruchsvoll geworden: Regelung, Hydraulik, Wärmepumpe.
  • Handwerker mit diesem Abschluss werden überall gesucht, das merkt man am Lohn.
  • Der Meisterbrief führt in einen Markt mit mehr Aufträgen als Betrieben.
  • Du siehst am Abend ein Bad oder eine Heizung, die läuft.

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne praktisch arbeitest und technische Probleme lösen willst
  • du mit wechselnden Baustellen und unterschiedlichen Gebäuden klarkommst
  • du sauber und sorgfältig arbeitest, obwohl es manchmal eng wird
  • du Menschen etwas erklären und freundlich auftreten kannst

Gehalt und Ausbildung

Was du verdienst

Vergütung pro Monat

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 724–1.090 €
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 854–1.190 €
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 977–1.290 €
  • 4. Ausbildungsjahr ca. 1.014–1.390 €

Beispielwerte 2026, brutto pro Monat

Die genaue Vergütung hängt von Betrieb, Tarifvertrag und Bundesland ab.

Ausbildung im Überblick

  • Art Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie
  • Dauer 3,5 Jahre
  • Lernorte Unternehmen und Berufsschule
  • Prüfung Gesellen- oder Abschlussprüfung vor der Kammer
  • Schulabschluss Nicht vorgeschrieben, hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss

Gut zu wissen

Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis starten viele Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss. Mathematik, Physik, Werken und verständliches Deutsch helfen dir im Alltag.

Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Viele Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit und ein Praktikum.

Was du lernst

  • Rohre und Bauteile aus Metall und Kunststoff bearbeiten und verbinden
  • Trinkwasser-, Abwasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme montieren
  • elektrische Komponenten anschließen und sicher prüfen
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik einstellen
  • Wärmepumpen und weitere energieeffiziente Systeme einbauen
  • Hygiene-, Schall-, Brand- und Korrosionsschutz beachten
  • Anlagen warten, optimieren und Kundinnen und Kunden einweisen

Einsatzgebiete

Die Ausbildung bleibt ein gemeinsamer Beruf. Je nach Betrieb sammelst du besonders viel Erfahrung in einem oder mehreren dieser Einsatzgebiete.

– Heizungstechnik

– Erneuerbare Energien und Umwelttechnik

– Lüftungs- und Klimatechnik

– Sanitärtechnik

Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

Viele Wege nach oben

  • Meister/in im SHK-HandwerkDer klassische Weg: eigener Betrieb, eigene Kundschaft, eigene Auszubildende. In kaum einem Handwerk ist die Nachfrage so groß.
  • Wärmepumpen und erneuerbare WärmeJede Heizung, die getauscht wird, ist ein Auftrag. Zusatzqualifikationen für Wärmepumpen und Hydraulik sind gefragt.
  • KundendienstStörungen finden und Anlagen einregulieren ist eigenständige Arbeit mit direktem Kundenkontakt und meist besserer Bezahlung.
  • Techniker/in für Heizungs-, Lüftungs- und KlimatechnikÜber die Fachschule geht es in Planung, Auslegung und Bauleitung.

Nach der Ausbildung

  • Einstieg ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat
  • Im Kundendienst oder mit Meisterbrief ca. 3.500–4.800 € brutto im Monat

Die Sätze richten sich nach dem Tarif des SHK-Handwerks und liegen regional weit auseinander. Wer Notdienst übernimmt, bekommt Zuschläge.

Wusstest du?

Nach dem Einbau wird eine Heizung hydraulisch abgeglichen: Jeder Heizkörper bekommt genau die Wassermenge, die er braucht. Ohne diesen Abgleich wird der erste Raum zu heiß und der letzte nicht warm, bei gleicher Kesselleistung.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik?

Du baust Heizungen, Bäder und Lüftungsanlagen ein: Rohre verlegen und verbinden, Kessel und Wärmepumpen montieren, Sanitärobjekte setzen, Anlagen in Betrieb nehmen und warten.

Wie viel verdient man als Anlagenmechaniker/in für SHK?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Region bei rund 724 bis 1.090 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und steigt mit Kundendienst und Meisterbrief deutlich.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre. Der Beruf deckt Sanitär, Heizung und Klima ab, deshalb ist er länger als viele andere Handwerksberufe.

Ist der Beruf zukunftssicher?

So sicher wie wenige. Heizungstausch, Wärmepumpen und Sanierung sorgen für Aufträge weit über die Ausbildungszeit hinaus.

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